Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-05 · Heft 28 (5.7.1852) · p. Seite 335

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 28 (5.7.1852)
Date
1852-07-05
Page
Seite 335 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3225768-3225797--12518-3242696
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Oberkommisstöv-iMchMrstaelktifthemAnMetzenheiten, und mehrerwähnter Dr. A. De Pinto; zu Rotterdam D. M. Ezechiel, Bankier;; zü' HarKm":. -...Junkherk^.M'.1 Salvador, ein politischer und religiöser Dchwärmer^zu Schoonstorst: E. E? Denekamp,'Fabnkant; zu Blokzyl .^ S. I. Jacobs,. Kaufmann, durch feine Mitrathe zum. „Wethouder" erhoben; zu Almelo: M SssloMonfon, einer' der größten Fabrikanten; zu Assen: Dr. jur. I. Cohen, Advokat; zu Ameröfort: Dr. jur. HeymanS und B. Herfchel, Kaufmann'; zuLeeuwärden: % Ri Drielsma; zü Utrecht: Dr. jur. S. I. van Lier, stellvertretender Richter bei . der dortigen Bezir'ks-RechtSbank; zu HellevoetsluiS: L. MoriSco, Kaufmann; zu Oüd-Beyerland: M. de VrieS, großer Viehhändler nach England u. f. f.; .zu Hageningen: 3, H. Jacobs; zu Zwolle: A. Jacobs, Kaufmann; zu Borculo: M. ElzaS; Fabrikant; zu Middelburg: M. Sälomonfon, großer Fabrikant; zu Pekel: B. Catz; zu Eibergen: L. Elzas, Fabrikant. ' Erwägt man nun,, daß alle diese Wahlen fast allein von christlichen Stimmberechtigten und auS freier Wahl hervorgegangen sind, s fo kann man hiernach Stimmung und Stellung leicht bcurtheilen. Auch in 'die näch-einem neuen Reglement gewählten Handelskammern sind in mehreren Städten Juden eingetreten. Fast in allen Zweigen der Zivil- und Jnstkzadministration hat man jüdische höhere und niedere Beamten^ bei allen Gattungen des MilitärS iüt5ifcj;c Ofjräicre / biclc sind mit einem oder mehreren niederländischen..Ritterorden geschmückt. Der Raum gestattet mir nicht, alle .diese einzeln, aufzuführen. — An der Universität zu Groningen fungirt als außerordentlicher Professor Herr Dr. <med. Deen,. nicht, der Sohn des leeuwarder Öberrabbinen, wie ich es im vorigen Jahrg. d. Ztg.. bezeichnet fand, sondern-ein geborner Däne. Bei der Akademie sind) zwei jüdische Professoren ängestellt, Herr Lobatto und Dr. med. Bleekrode; fo 'wie"ein -Dozent für orientalische. Sprach-;und .Völkerkunde: Herr Dr. jur.;et lit. S.;Keyzer. Die--zwei vornehmsten Zeitungen. und TageSblatter,, das vielgelesene Amsterdam'sche Handels blad und-d er Nieuwe Rotterdamsche Courant, haben Juden zu Hauptredaktoren, die Erstere. den Dr. jur. £. Keyzer; Advokat in Amsterdam, die andere Dr. jur. H. Fels, Advokat in Rotterdam. Der mehrerwähnte Dr. A. De Pinto ist Redakteur: des Weekblad;van het Regt, dem Journal des Tribunaux nachgeöildet. Die Re- . daktion des Wochcn blattcs. Luropa L Nederiand, das im edelsten Style die politischen Neuigkeiten bespricht,. wi.rd vom Dr. lit, M. .S. Polak, dem.bekannten Uebersetzer des Pentateuchs, Jjob, Machsor, Gebetbuches, Verfasser mehrerer Werke über Logik- Styl, Mythologie u. s. w., Meister vom - Stuhl der? Loge kost ' nnbils lux im O.^- zu Amsterdam. — Hingegen spricht man von einem- Religion.swechsel deS rühmlichste bekannten Juristen Dr. S. Lippmann, welcher zur Zeit feine, hiesigen.. Glaubensgenossen so eifrig gegen die Lästerungen des schwedischen Konsuls AegidiuS vertheidigte, und von den höchsten Behörden die glänzenden Zeugnisse erhielt, die Sie in der Ztg. d. Jud. Jahrg^ VH. No. 35 veröffentlichten.'-Jndeß hoffe ich, daß dies eine Erfindung gewisser Köpfe ist! Ihre Zeitung findet hier viele Leser, und Ihre Schriften gebührende, wenn auch nicht namentliche Anerkennung und Benutzung.? Ihr über mein schwaches Lob erhabenes Bibelwerk wird hie und da angetroffen. -Herr I. S: Mulder, Inspektor deS israelitischen Schulwesens, welcher von der g i e ß e n er Universität nach einer Reise desselben mit. dem Diplom deS Dr. phill beehrt worden ist, hat in feinem, des Prof, van der Palm „Bybel voor de Jeugd" nachgebildeten Werke „Bybel: voor de israelitische Jeugd", wovon bis .jetzt 15 Theilchen das Licht erblickten, Ihr Bibelwerk vielfach und sehr stark benutzt, ohne Sie, so viel ich weiß, auch nur ein einziges Mal zu nennen. Aus Hunderten Beispielen nur einige. (Der Korrespondenten führt hier mehrere wörtliche Uebertragungen an, wie Mulders 7teS Bdchen. S. 5. Note 4, gleich darauf S. 6. Er nimmt ein andres Bändchen zur Hand. DaS erste was ihm in die Hände geräth, ist das 5te, er schlägt S. 95, wo er unsere ganze Eintheilung der wn ri"PV entlehnt, und nur bemerkt, er habe sie „einem deutschen Erkgeten" entnommen, u. s. f. Die wörtlichen Anführungen würden zu vielen Raum erfordern. .Redakt.) Jndeß mag wol - Herr Mulder noch seinen besonder» Grund, hierzu haben. Die holländischen Orthodoxen halten Ihre Ansichten, Herr,^Redakteur, für nicht orthodox genug; Herr Mulder,aber/,-..dessen anderweitige Verdienste wir recht gern anerkennen und..bei Gelegenheit weiterer Besprechungen^ hervorheben werden, sucht sich bei den Orthodren beliebt zu machen, ohne eS dabei mit der andern Partei verderben zu wollen — darum nennt er Ihren Namen nicht; entlehnt sich aber Ihre Feder!. Er ist Sekretär der amsterdamer Gemeinde, Mitglied, der Seminarregenz, Sekretär der 'bvtt;'n, und so ist er tnstfon TUD nvlv. Mit Ausnahme einiger hebräischer Aufsätze und Gedichte in dem von der . frühern Gesellschaft ausgLgebenen Merke und einer gekrönten Abhandlung über die,Kunst des Ueber-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.