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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-05 · Heft 28 (5.7.1852) · p. Seite 326

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 28 (5.7.1852)
Date
1852-07-05
Page
Seite 326 (sequence 2)
Language
German
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326 Natur^rschung noch immer am rein Materiellen klebe, ta§; sie nie hinausw^e-, /darüber chiiP^Fein^ntereffe hab^ so dgß^ein Humboldt no^eiUm'MöR ^vierÄändl'gen^ ,AoSmos^, hAMÄt und Wellordnung schreiben konnte, ohne daß das Wort — Gott ein einziges Mal seiner Feder entflossen!.' Wir können diese^lgge unsrerseits M eine Voraus- , ahnung beanspruchend DeUn nach' wenigen Jahren sicht eS hier ganz anders auS, und da wir von der Seele, und . deren Fortexiste^Mechen) wollen, Können wir schon eine ganze Reihe vom Skaturforschern, nicht vom philosophirenden, sondern auf dem Boden der pofilivesteu. Natu/forschung verbleibenden, aus dem Kreise des Erfahrüngsmäßigen dürchäüs^üicht hinausschreitenden Naturforschern Anfuhren, die sich/ weitläufig hierüber aussprechen. Die außerordentlichen Fortschritte der Neurologie, der Nerven-; Physiologie in der 'jüngsten Zeit konnten nicht anders als zu dieser Frage führen, mußten die Existenz der Seele/ zu, ei.ner maturmissenschaftlsch.en Frage; machen, . ) Und gerade, darum, weis w ir, uns in diesen „Reden" zunächst theologisch über unfern Gegenstand aussprechen werden, darum wollen.wir für all die Wankenden und ihre Zahl istgroß in unsrer , Zeit —^ Auszüge aus den . Schriften bedeutender Naturforscher heranbringen , wobei; wir nur bedauern, aus. Mangel an Raum mehr andeu- / lungsweise verfahren zu müssen, eigentlich nur ihre Re-^l sulta.te,: nicht ihre) delaillirje Beweisführung mittheilen zu s kölmen. Oie nächste Quelle, ist uns hier die ausgezeich- - nete Sammlung von Abhandlungen über, die bedeutend-; sten einschlagendeu Gegenstände vom Standpunkte der Physiologie, die. seit 1840 unter, Redaktion von R. Wagner unter dem wenig zutreffenden Titel „Handwörterbuch der Physiologie"' erscheint, und von der bereits die 25ste Lieferung ausgegeben ist.. HörensnH zunächst^ F. M H,agen-m dM^lrtikel: Psychologie und .Psychiatrie (Bd, H> S. 692 — 827). ) ^Kein UnteMngeu hat das Gedeihen psychologischer Studien, mehr^ gehindert, als, die, unselige, Neigung , metaphysische. Deduktionen in. die empirische Wissenschaft..heroinzUkringey.^/.ZMMG^och hören wir,, nuruytex verschied-» nerlei.,Variationen, . dieulte-These: eS gebe keine Kraft ohne Materie^ die Kraft desi Hirns aber sei die Seele, was dann Andere folgerecht dahin, erweiterten, es gehe gar keime Seele. Diese Ideen würden, uns an und für sich gleichgiltig sein können,5w.enn nur die Verfechter derselhen sich nicht einbildesen. und der Welt, glauben um? chen wollten, sie' seien das Resultat der reinen lautern ErkahMg^ r^nd/d.iejenigen, MelH.. etMsWffentieUE lWiok^chlbestehendes, für sich WesenhafteS)'i-si, jagten - eiAem "luftigen Hirngefpinnsi nach, Mhrend^oU. dbeii ihre eigenen Voraussetzungen philosophischer Natur oder 'empirische Hypothesen sind. ^)aß, wo von Kraft die Rede , U,, eso,. Digg^-da seim /t»em'/ble.Kraft zugeschrieben 'Nrd, viksteht sich vön selbst, weil" ^rclft nur der Grund .der .Erscheinung, des Wirkens ist; wenn aber sodann hinzugesetzt wirh,^ dieses DiyHmstss^ eme - materielle Substanz sein, d. h. eine Solche, die wir mit unseren binnen wahrnehmen können, wenn weiter behauptet wird, es könne ' Nichts' existkren, als was Materie sei, so ist doch damit gewiß nichts Anderesgesagt,'als dies,' daß" Alles;' was j jej, sinnlich wahrnehmbar sei. Man braucht gegen diesen , Satz garnicht erst die nicht in sinnliche Wahrnehmung '/fallenden, in uuserm Selbstbcwußtsein vorkommenden Thatsachen. aufzuführe.n, sondern der Satz selbst ist schon völlig hyperphysisch, weil er über d.ie mögliche Erfahrung hinaus etwas, bestimmen wilk. Will er aber in den Grenzen dieser, bleiben, und. etwa nur sagen : Alles,'was für ü ms sei, was, in unsrer. Erfahrung sein können solle, müsse sinnlich, wahrnehmbar sein, so ist hier offenbar ein Zirkel, indem zuerst unter Erfahrung nur sinnliche Erkenntniß verstanden und hieraus dann " wieder ■ rückwärts obiger Schluß gezogen wird. Aber ich habe von'meineM innersten, Ich,, und sejuem. Zuständen auch ,eine Erfahrüng^ und doch kann weder ich mein Selbstbewußtsein,, meiu Pegriffbilden und meingewissen - jemals. sehen > und - hören,, moch wird cs jemals oln Anderer könireri> "wenn- 'ihsti--iaüOM genaueste physikalische und chemische Kcnntniß meines Gehirns zu Gebotes stände/-wie sie mlir etwa 'noch zukünftige Jahrhunderte gewähren mögen, und wenn ihm auch möglich wäre,- meinllebendes Gehirn zu untersuchen. — So sehr sich all» eine solche Theorie dem.Schein. giebt, als ob sie aus dem Boden der Naturforschung entsprossen sei, so ist sie doch im Wesentlichen entweder ein metaphysisches oder ein empirisch einseitiges Vorurtheil." — „Wir verstehen; unter .der. umschlichen Seele den Inbegriff Desjenigen., wasim Menschen vorsielll, denkt, fühlt, weiß, will., und handelt."— „Der Grund, warum gerade diese Thätigkeite-n unter der Bezeichnung Seele in einen Komplex, zusammengefaßt werden, ist ein ihnemallen gemeinschaftlicher . Charakter, der. nämlich,, daß .wir von ihrem Dasein nicht durch sinnliche- Anschauung,, sondern durch das. Selbstbewußtsein wissen." — . „Mit der Borstell.un g' treten wir in's psychische

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