Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 27 (28.6.1852)
- Date
- 1852-06-28
- Page
- Seite 320 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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320 tt'nn W'Mvmi: ‘’ta iriiL, wofür der babyl. Talmud (ibid. 62) I^IN) ^Lr hat. Vgl. auch Jer.Sanhedrin 3b: 'sTiL rc. Die Eifersucht der palästinensischen Gelehrten rief solche Ausdrücke des Hasses hervor) f. Pesachim 70 b. Seite 130: Einen ähnlichen scheinbaren geographischen Widerspruch finden wir in 1 Kön. 21, -19.: „An der Stelle wo die Hunde das Blut NabotS. geleckt haben, werden die Hunde auch dein Blut lecken." (Kön. 22, 38.)' „Und man spülte ab den Wagen an dem Teiche Schomroms und die Hunde leckten sein Blut re." Da Nabot in Israel gesteinigt wurde, wie konnten die Hunde daS Blut AchabS an.dem Teiche SchomronS lecken? Kimchi glaubt diesen Widerspruch durch die Vermuthung zu lösen, daß das Wasser dieses Teiches bis nach Israel strömte und dort erst hätten die Hunde das mit Blut gefärbte Wasser geleckt. ... Wer aber?die genaue Lage und Beschaffenheit Schomrons und Israels (Sarain) kennt, muß leicht die Unmöglichkeit dieser Meinung ein sehen, indem Sarain mehr, als 6 St. von Sehaste (Schomron) entfernt und das Wasser b erga-uf laufen müßte, UM von Schomron nach. Israel zu gelangen. .Diese Schwierigkeit ist aber leicht zu heben, wenn wir das Wort nicht „an der Stelle", sondern „anstatt", „dafür", „zur Strafe" übersetzen. Vgl. dieselbe Bedeutung dieses Wortes in Hosea 2, 1. und Iben Esra und Kimchi z. St. Die richtige Uebersetzung ist nun: Dafür daß die Hunde rc. sollen auch dieHunde dein Blut lecken. Merkwürdig ist es. in der That, daß Me Uebersetzer hier gefehlt und daß Me unrichtig „an der Stelle" haben. Seite 180. Kedemot übersetzt Jonathan Deut.. 2, 26. „Nehardea in der Nähe der Wüste Kedemot".. Nun aber liegt bekanntlich Nehardea in Babel, jenseits des Euphrats. Wahrscheinlich soff es. statt Nehardea Nahadea heißen, worunter er daS Flüßchen Wady Nahady (unweit des W. Ädjlun)., . 2 St. vom Berge Arapun, versteht, in dessen Nähe Kedemot lag. Seite 251. - Der Talm.. Joma 10. hält Magog (Germanie, Gen. 10, 2.) für Kandia, sql! wyl Kudia heißen, denn Kandia ist ein späterer Name der griechischen Insel Kreta oder Telechina, der dem Talmud nicht bekannt sein konnte. Jerus. Megilla 1 und Targum zu 1 Chron. 1,. 5. heißt es Gudia ----- Kudia. In der russischen Sprache heißt. China Gittai und der s. g. Nankin, Baumwollstoff, wird auch Gittai genannt, weil er aus China kommt ich vermuthe von Katcheou, Name eines Bezirkes und Flusses in China. Hienach wäre also Magog ---- China. Jos. (Alterth. 1, 6.), erklärt Magyg 'durch „Scythen", ein in der ganzen Umgegend Syriens auSgebreiteteS Volk. Sie hatten lange die Stadt Deth-Schean in Besitz:, daHr sie Scythopolis hieß. ' . , , . Seite 287. .v; .. .',•>■ : Sacharin 14, 5. heißt es: „Ihr abev fliehet in das Thal meiner Berge, denn das Bergthal reicht bis nach Azal, und. ihr fliehet, wie ihr geflohen seid vor dem Erdbeben zur Zeit Usias, des Königs von Jehuda". In dielen orientalischen Bibelausgaben findet sich: bce Leseart tDnöai verstopft statt DnvZiihr werdet fliehen." Ebenso die chald. Uebersetzung^ „''NNist aber dann nichts anderes als daS Joseph. 8, 11. bei der Geschichte Usias erwähnte Eroge (das hebr. Geharai). S. a. O. - Es ist also zu übersetzen: ES wird verschüttet (der Weg^ durch Ge Harai, denn Ge Harai wird bis gegen Azal gelangen, und eS wird verschüttet werden (der Weg) wie er verschüttet worden in den Tagen Usias. In diesem Sinne und Geiste ist nun daS ganze Werk, verfaßt. Wir wünschen ihm nun . eine gute Aufnahme und zahlreiche Verbreitung bei allen Freunden der Wissenschaft, damit der Verfasser darin Anerkennung und Lohn seines mühseligen, mit großen Opfern und Gefahren unternommenen .Strebens finden möge. Einer gediegenen Rezension des Buches sehen wir freudig entgegen. Dr. Israel Schwarz. Aus Kurheffeu (von der Werra), im Mai. n3>"i rrwn Hebräische Lesefibel nach Denzels, Hientzschs ü. Ä. Grundsätzen der Lautirmethode; stigleich ein Leitfaden bei der Anwendung deS „neuen beweglichen Alphabets". Von L. M. L-e w i soh n, "öffentl. Israel. Lehrer in Fulda. Mit einem Vorworte vom Oberkönsistorialrath 0r. Miß. Zweite verbesserte und vermehrt« Auflage. Fulda, 1852. Unter den vielen in neuerer Zett erschienenenhebräischen Fibeln ist wol die genannte von Lewifohn, wegen der darin getroffenen EinrichtungHom Leichtern zum Schwerem, vom Einfachen zum ZusammeWsetzten fortschreitend, und ganz der Lautirmethode angepaßt, eine der zweckmäßigsten. Es ist ein Büchlein, das ganz aus dem praktischen Schulleben deS Vers, hervorgegangen, daher auch in so vielen Schulen Eingang finden,, und in denselben seine Brauchbarkeit und Nützlichkeit bewähren'wußte.