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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-28 · Heft 27 (28.6.1852) · p. Seite 319

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 27 (28.6.1852)
Date
1852-06-28
Page
Seite 319 (sequence 7)
Language
German
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319 frankfurter Synagoge angenommen. (Nach den Arch. isr. de Fr.) Syrien. Damaskus. Unser Stadtrath, aus 9 Mitgliedern bestehend, zählt einen Israeliten, Herrn Mayr Sälomon Farbi , in seiner Mitte; 4 unserer Glaubensgenossen sitzen im Handelstribunal/ das aus 14 Mitgliedern besteht. Es sind dieS die Herren: Mofes Behor Juda, englischer Unterthan; Menachem Rosse, preußischer Unterthan; Zabulon Levy, persischer Unterthan; Saleh Matalon, türkischer Unterthan. Die Ernennung dieser Herren datirt von 1850 her; aber schon seit 1839 bekleidet Herr Joseph EliaS mit Ehren das Amt eines Kanzlers des k. k. österreichischen Konsulats, und Herr Moses LiSbona seit-1846 das des Schatzkämmercrs der Einkünfte der mohamedanischen Geistlichen. (Jew. Chron.) Literarifche Nachrichten. Hurben, im Juni. (Schluß.) Ueber den Nutzen, welchen das Studium der Geographie Palästina's gewährt, zu sprechen, halten wir für unnöthig, da Jeder weiß, wie uns daS Verständniß der h. Schrift und der Alten dadurch erleichtert wird, da sie einen so wesentlichen Theil der Alterthumskunde ausmacht und uns den Schauplatz der biblischen Welt und unserer - Nationalgeschichte vergegenwärtigt. . Wenn nun gar, wie es der Autor unsers Werkes gethan, sämmtliche geographische Namen, die sich in dey Talmuden und Midraschim finden, auSgezogen und mit Belegstellen erläutert, wenn eine Masse von korrupten Schreibearten in denselben und den Targumim verbessert werden, wodurch daS Unverständliche klar und augenscheinlich wird, so ist zugleich ein großer Schritt für die Bibeleregese und die historische Kenntniß des talmudischen Zeitalters geschehen. Einige wenige Beispiele aus dem Buche selbst sollen das ^tztgesagte argumentiren. - t J^eite 88 und 279. Wd, Barur Chajil in Sanhed. 32 a, Tosephta Maaserot Kap. 2 (Jeruschalmi Demai Kap. 3 unrichtig ^2), Megilla 18 a: ‘nöD, Megillat Taanit 6:. Vü sind identisch und gründen sich auf die von Josephus bell. jud. 7, 6, 6 mitgetheilte Erzählung, daß der Kaiser Vespastan aus seinem Heere eine Abtheilung ausgedienter Soldaten (b^N "iidä) nach Amaus, daS 60 Stadien (3 St.) von Jerusalem entfernt war, versetzte. Das Heer hatte also dort seinen Aufenthalt. Südlich von Saris, circa 3 St. von Jerusalem, sind Ruinen, die die Araber Baburaia nennen, wahrscheinlich für Baruraia, d. h. Barur Chajil, und hier stand also Amaus. Seite 92. Ekron (Zephania 2, 4.) Kisri, ---- Thurm Schir, Schit oder Zur. Der Peitan zum Jozergebete des zweiten Sabbat Chanuka nennt ihn Thurm Nasi. Vgl. Chagiga 4 b Maria aus Mkgdal Nasi ---- Cäsarca, nicht aber wie dort Raschi und andere Kommentatoren erklären, Maria die Haarkräuslerin. Seite 104. Lod Lydda, AvSSa, Diospolis, eine St. nordöstlich von Ramleh ein großes Dorr. Diese Stadt war nach der Zerstörung I. lange Zeit Sitz der größten Gelehrten, wie man unter bVYT ■'»3h, dai nur die in der Stadt Lod 'lebenden Gelehrten versteht.*) Daher heißt eS.auch Baba Batra25b: „Wer reich werden will wende sich nördlich, wer weise werden will, südlich." Galiläa, die Nordgrenze P'S., war nämlich ein reiches und fruchtbares Land. Durch seine Fruchtbarkeit, sagt JosephuS bell. jud. 3, 3, 2, verheißt es auch dem trägsten Ackerbauer reichen Lohn; bei der Leichtigkeit des Lebensunterhalts war es daher auch dicht mit Städten und einer Menge wohl bevölkerter Dörfer bedeckt. Eine stark besuchte Handelsstraße (vis Marlis) zog auch mitten durch dieses Land, das der Talmud daher als eine Quelle deS Reichthums nennt, wohin, wer reich werden will, sich wenden solle. Südlich, nach her Gegend von Lod, wende sich aber der, der den Wunsch hegt weise zu werden, denn dort ist der Sitz der Gelehrsamkeit und Wissenschaft. Daß aber unter üm ■'Spt, öYTi rBdln (Chulin 132 b, Sebachim 23) und unter Lod gemeint sei, entnimmt man aus Jer. Pesachim"17: d^amb MYtfN b^v^a ■pi* *) Hiermit erkläre ich eine überaus dunkle Stelle in Jerus. Schebiit 9: N)ai^ind ri"ia>bd. Rabbi Schimon ben Jochai hielt sich mehrere Jahre in einer Höhle neben Lod verborgen,. so heißt es im Vorwort der Tikune Sohar: nrid ^aanrri Nldddb piy,- es ist demnach obige Stelle so zu verbessern: n'iym rta'hfi, in einer zerstörten Höhle von Darom (Lod), oder vielleicht auch Charubkn ----- Höhle, da dort ein Charubbaum stand, vgl. Sabbat 33, b.

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