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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-14 · Heft 25 (14.6.1852) · p. Seite 296

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 25 (14.6.1852)
Date
1852-06-14
Page
Seite 296 (sequence 8)
Language
German
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296 schen Diskussionen mit solchen annähernden Resultaten begnügte. Euch die Wortheile der; praktischen Geometrie wurden^ in-Anwendunggebrachte Man wußte die Hohe deS^WaumeS Mrch/ den Schatten zu messen, so wie durch Fernröhre,jdie Distan; ' eines Ortes zu bestimmen. *) Ueberhaüpt betrachtete man die -mathematischen Wissenschaften aW würzende Speise der Weisheit.?) - - (Fortsetzung folgt.) Berichtigung. In dem Leitartikel „die menschliche Industrie" No. 22, S. 257, Sp. 1, Z. 7 und 10 von oben des Artikels selbst, hat sich ech Schreibe- und ein Druckfehler eingeschlichen; der Schreibefehlek ist; lieS „Maurerwespe" statt „Schlupfwespe"; der Druckfehler: lies „Eier b o o t" statt „.Eierbeet". Zum Ergötzen einiger unserer Leser wollen wir hier die .wunderbare Weise, die der Schöpfer der kleinen Mücke (Lulex.pipienL Lin.) zu ihrem Eierlegen eingesenkt, nach dem Beobachtungen Lang^llo's, Alloa's uyd Reaumur's mittheilen. - Die Mücke erbaut ein. bootartiges Hoß, welches schwimrnt,^mit Eiern helastet, ,dw schwer genug sind, um, -wenn sie emeS nach dem andern in'S Wasser gelassen würden, zu Boden zu sinken. Die Eier sind ziemlich von der pyramidalen Form eines PulverhornS, nach oben spitzig .zulaufend und am. untern Ende breit, mit einem Vorsprung, gleich ^der. Mündung einer Nasche. Die erste Operation einer Mutter-Mücke besteht, darin, daß sie sich mit den vier jLordcrfüßen an ein schwimmendes Blättchen klammert, während, ihr Kprper horizontal auf der Oberfläche des »Wassers ruht, mit Ausnahme des letzten Schwanzringes,, der ein Wenig emporgehoben ist; sie kreuzt dann ihre beiden Hinterbeine in Gestalt eines X, dessen innere Oeffnung bestimmt ist, das Gerüst ihres Baues zu bilden.. Hierauf bringt sie den innern Winkel ihrer gekreuzten Beine. dicht an den erhobenen Theil des Körpers und leg ein. Ei hinein, wie gewöhnlich, mit einer zähen Flüssigkeit bedeckt. An jede Seite dieses Eies legt sie ein. ^Grübln 4*3 b. ' ,. , \l 2) Pirke Abot Kap. 3. DaS Wort mdr^y^ist .nicht, wie Manche glauben, vom griechischen Peripherie abzuleiten, sondern hat seine häufig im'Talmud vörkommende Bedeutung: die Brosamen, das Zerbröckelte das feine Dessert. anderes, die sämmtlich durch die leimartige Substanz fest zusammenhangen und eine dreieckige Figur bilden, welche der Hintertheil des Flosses ist. Auf diese.Weise fährt sie fort, ein Ei nach dem Zandern in einer vertikalen Lage hinzuzufügen, wobei, sie die Gestalt der Gruppe , sorgfältig mit ihren gekreuzten Beinen regulirt; so wie das Floß an Größe zunimmt, flößt sie das Ganze allmälig in eine größere Entfernung fort; hat sie ihr Werk, halb vollendet, so schlägt sie ihre Beine auseinander, und streckt sie parallel aus, da deo Winkel zur Gestaltung des Bootes nicht mehr nöthig ist. Jedes Floß besteht aus 250—350 Eiern, wird, sobald sie alle gelegt sind, von der Mutter von sich.gestoßen, und schwimmt nun auf dem Wasser Umher. Die heftigste Bewegung des Wassers macht solch ein Boot nicht sinken; vorn und hinten spitzig und hoch, unten bauchig, oben hohl, füllt es sich niemals mit. Wasser. - Die Maden gehen aus dem untern Ende hervor, und das Boot, jetzt aus den leeren Eierhülsen bestehend, treibt so' lange auf dem Wasser umher, bis es vom Wetter zerstört wird. vr. L. PH. Korrespondenz. Krefeld, 26. Mai 1852. Konferenz israelitischer Lehrer. Wenn der Mensch in seiner Noth nach allen. Sekten um Hilfe ringt und ihm überall nur herzloses Gestein entgegenstarrt, dann sinken auch die kräftigsten Hände schlaff in den Schooß— — und so scheinen auch manche unserer Lehrer ihre Hände in. den Schooß legen zu wollen, denn zu der auf den 10. und 11. d. M. anberaumten Konferenz waren nur wenige erschienen; die herrschende Apathie scheint auch sie ergriffen zu Haben; wo die hinkömmt, da schafft sie nichts Gutes; sie ist ein schleichendes Uebel, das am Ende alle Glieder lähmt. — Ist auch die soziale Stellung des jüdischen Lehrers keine beneidenswerthe; kommt auch, so manche Gemeinde ihrem fleißigen, für das Wohl ihres Theuersten — ihrer Kinder — besorgten Manne mit Nichts weniger als mit Liebe entgegen; herrscht auch in den Herzen Vieler, selbst mit ihrem Iudenthume Prangender, eine grenzenlose,' unverzeihliche Gleichgiltigkeit gegen ihre Konfessionsschule und deren Beamten, so ist es uns Lehrern doch heilige Pflicht? für .die

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