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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-07 · Heft 24 (7.6.1852) · p. Seite 283

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 24 (7.6.1852)
Date
1852-06-07
Page
Seite 283 (sequence 7)
Language
German
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Leser d. Bl. will ich nur so viel -bemerken, daß/her Held des RomayS eiu. bemokratischer Graf ist-, der mit einem Schulmeister hie Rollen tauscht And -statt dessen -Schulmeister-wird, t Es wird.- Harm von Pädagogik viel abgehandelt; die Religion istffpmozistisch im Buche.aufgefaßt und in demselben Geiste, wie in der Dorfgeschichte „Lucifex" abgefertigt. — Die Universität Tübingen zählt wieder viele jüdische Studirende, aber keinen der Theologie Bestissenen. — Unsere Rabbinen würden wohl daran.,1hun, wenn /sie nach Art der Diözesanvereine sich zusammenthun würden, um -die kirchlichen Interessen und die der Schule zu besprechen. Auf Anregung des Rabbinen Herz in Jebenhausen sollen mehrere jüdische Geistlichen, periodisch zusammentreten, um ihre gegenseitigen amtlichen Erfahrungen auszutauschen. Rühmend muß es anerkannt werden, daß einige Rabbinen das praktische Gebiet der Schule mit regem Eifer bebauen./ Als Solche muß ich Güldenstein in Buchau und Herz in Jebenhausen bezeichnen. Auch die Predigten des Letztem, die ich zu hören Gelegenheit hatte, sind Zeugnisse eines regen StrebenS auf dem Felde der Kanzelberedsamkeit. Bei streng logischer Ordnung und Eleganz in - Diktion und Vortrag , sind diese Vorträge von dem Hauche der durchdringenden Selbstüberzeugung erwärmt. So sehr überfluthet wir mit Predigtliteratür (?) sind, so würden doch Predigten des Herrn Herz gern gelesen werden. Preußen. 'Berlin, 28. Mai. Wir geben im Folgenden eine Mittheilung der hiesigen Blätter, bei welcher wir bemerken, daß sie nur die jüdischen Gemeinden außerhalb der ehemals westphälischen Provinzen und deS Großherzogthums Posen betrifft. Nämlich: In Beziehung auf die Verhältnisse der Juden als Religiomsgesellschaftmach der rechtlichen Natur, welche dieselben voe Erlaß deS sogenannten Toleranzgesetzes vom 27. Juni 1847 gehabt haben, ist kürzlich auf Veranlassung eines Rechtsstreites, welchen der Beamte einer jüdischen Gemeinde der Provinz Brandenburg .gegen Heu Vorstand derselben hatte > von' dem Obertribunal in letzter Instanz der wichtige Rechtsgrundsatz aufgeftellt worden,' daß jüdische'Religionsgesellschaften bis zum Erscheinen destj gedachten Gesetzes zwar die inneren Rechte dersKorporationen, nicht aber.eine, juristische Persönlichkeit hatten,- wenn rhyey - die -Rechte einer Moralischen . Person micht. besonders und -ausdrücklich beigelegt Maren. S Das rechtliche V-eMltniß^dexMev bis dahin Mird vom Obertribunal so aufgefaßt,/daß die geseMchen Bestimmungen übererlaubte Gesellschaften .zur Erlangung; eines andern gemeinschaftlichen Zweckes als der Erwerbung des Eigenthums auf sie anwendbar sind. DasKammergericht hatte auf die Appellat-ion der Parteien bereits dieselbe Ansicht aufgestellt, die, nachdemhiergegen die Nichtigkeitsbeschwerde erhoben war, vom Obertribunal bestätigt ist:- Dre praktische Folge-dieser Entscheidung ist: die,: daß die Gemeinden für Verbindlich keiten , welche, vor Emanation' deS. -Gesetzes von: LZ47 durch ihre Vorstände ohne besondere Vollmacht eingegangen waren, nicht-aufzukommen haben, wegen;derselben vielmehr die Vorstandsmitglieder in Anspruch .zu. nehmen sind. .. —^ Die N. Pr. schreibt: Wieder ist eins der nur noch in geringer Anzahl vorhandenen „berliner Originale" mit Tode äbgegangen , der viel bekannte jüdische Schreiblehrer Curländer. Er war trotz seines hohen Alters, noch sehr munter und rüstig, und besuchte täglich sein berühmtes Weißbier-Gasthaus. Obgleich er erst 91 Jahre all ivar, so behauptete er steif und fest'und schiett selbst daran zu glauben, daß er in diesem Jahre 100 Jahre alt geworden. ' Schwersenz, 25. Mai. .(Privatmitth.) Am ersten Tage des eben verflossenen'Wochenfestes wurde in hiesiger Synagoge zum ersten Mal die Konfirmationsfeier begangen, hie, wenn, auch häufig in Deutschland, selten noch in der Provinz Posen zu finden ist. So fremd aber diese Feier auch sein mag., einen so heimathlichen Boden hat sie in der hiesigen Gemeinde gefunden, mit solch allgemeiner Befriedigung wurde sie hier ausgenommen, .solch herrliche Früchte der allgemeinsten Erbauung trug sie, daß man Hs . ihr wol ansäh, wie ihr Keim von einem weisen, kundigen Gärtner (Herrn'Rabbiner vr. Joel) schon seit.Jahren in die Herzen gelebt wurde. / .... /' '"./ ■r.. Herr vr. Gebhard in Gnesen hat eine Fortbildungsanstalt für jüdische Handwerker, gegründet, um dieselben zu verhindern, hie dort bestehende, von Missionären geleitete, derartige Anstalt zu besuchen. In letzter Zeit sind wiederum Mehrere RegierungS-

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