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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-07 · Heft 24 (7.6.1852) · p. Seite 280

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 24 (7.6.1852)
Date
1852-06-07
Page
Seite 280 (sequence 4)
Language
German
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gehtzu.den wohlhabenderen Mitgliedern - hie^Klnder ben,,läßt, stes kleine .-Spenden. zeichnen und zahlen- .stellt aber^ das Ganze - unter die Aufsicht des .Vorstandes oder eines, kleinen. Komite's oder nur Eiyes -angesehenen Mannes,^ der . die.,Kassenführung zu kontroliren habe,' und unter/ die Garantie leiner sorgfältigen Buchführung^ der Rechnungsbelege .u. s. w. Dann hat jedes neue Schulkind einen Eintrittsbeitrag von 5 Sgr. zu geben; dann jedes Schulkind einen wöchentlichen Beitrag..von -einem Dreier, oder- Sechser zu zahlen, wogegen-gänzlich freie. Benutzung; aber auch Andere Bus der, Gemeinde können Bücher, entleihen gegen einem l festen LeihpreiS, jedoch nur so weit, wie die ■, Schulkinder in der Benutzung dadurch nichtbehindert-werdem -Mit Umsicht und Ausdauer kan,n daS Werk ,nur gedeihen. - ) : - Der große. Nutzen, der aus .diesen Bibliotheken erfiießen würde, liegt aus der Hand. Die jüdische Jugend liest meist Kinderschriften, Jugendschriften u. dgl., die spezifisch antijüdisch,, im besten Falle nichtjüdisch sind — soll sie jederGegenwirkung in ihrer Lektüre ermangeln? Die meisten jüdischen Schriften bleiben der großen Maste der Juden, ja besonders her Gebildeten gänzlich /unbekannt. Auf diese-Weise bekommen sie sie frühzeitig in die Hände und erfahren, daß eS überhaupt eine solche Literatur, giebr. Endlich. unterstützet ihr diese Literatur selbst außeryrdentlich. Denn.-warum erscheinen, solcher jüdischen Schriften so wenige-'so wenig gute? Weil sie nicht gekauft werden, und nicht allein . d>r' Schriftsteller- - keiner»«Lohn, dafür .erhält, sondern der Buchhändler sichern Verlust daran erleidet. Frägt mich ein Buchhändler von buchhän.dlerischcm.Standpunkteso kann ich ihm nicht rathen, den Verlag zu übernehmen. Würden aber in Deutschland nur 200 solcher jüdischer Schulbibliotheken bestehen, so hätte es fürwahr keine Noch. - . - - I hr -aber , ihr Lehrer, ihr hättet auch selbst Nutzen bavoni! Denn abgesehen, daß .ihr .so viele. gute. Schriften selbst in ,die Hände , bekämet,, jhie.uyzuschaffen,-,-euepkarges t Einkommen snicht erlaubt, bekommt.ihr ein schönes Mittel dadurch indie Hände, eur^r, Schule mehr Anhänglichkeit zw schaffen, - ihr. zeigt euch geistig regsam, ihr Bringt der Jugend und den Eltern — denn diese werden bald mitlesen — Geistesnahrung, an der es in kleinen Gemeinden so.sehr fehlt, ihr erwerbt euch Achtung, und dieser bedürft ihr in eurer Stellung am Meisten! Möchte dieses Wort recht vielen Anklang finden. - Zeitungsnachrichten. DeutschlÄn d. München, 22. Mai. Daß ich den Behauptungen der lieben, berliner „Kreuzzeitung" gegenüber doch Recht gehabt (s. No. 22), erweist der Umstand, daß in daS Gesetz über die Güterzertrümmerungen aus den Verhandlungen der Abgeordnetenkammer gerade eine ju den freundliche Bestimmung gekommen ist. . Lerchenfelb und Kirchgeßner beantragen einen Zusatz, wonach die die Juden speziell im Kaufe liegender Güter und in der Vermittelung solcher Käufe beschränkenden Gesetze und Verordnungen ausdrücklich für aufgehoben erÜärt werden. Lerchenfeld motlvirt hiesen Zusatz, indem er zugiebt, daß. diese Bestimmungen zwar schon durch daS vorjährige Gesetz annullirt seien, zugleich aber hervorhebt, daß die Erlasse einiger Kreisregierungen daS Gegentheil predigen und trotz erhobener Beschwerde vom Ministerium noch nicht aufgehoben seien; für gewisse Herren, namentlich solche, welche die Juden nicht für Menschen zu halten scheinen (Anspielung' auf Präsident Melden in Augsburg u. A.), könne man die Gesetze nicht deutlich genug machen.- Nach einer nur die Formfrage berührenden Aeußerung beS Ministerpräsidenten wird jener Grundsatz zu Gunsten der Juden mit 65 gegen 52 und dann das so modifizirte Gesetz mit 78 gegen 48 Stimmen angenommen. Die Linke stimmte für den Zusatz, aber gegen das Gesetz im Ganzen. Frankfurt am Main, 24. Mai. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde bereitet, wie es heißt, eine Petition in Betreff ihrer gefährdeten verfassungsmäßigen' Rechte an die Bundesversammlung vor. Was die Nöte betrifft, die der politische Ausschuß der . Bundesversammlung in der frankfurter Perfassungsfräge an dest Senat erließ- 'so soll sich Letzterer nicht in dem Sinne derselben ausgesprochen haben. Frankfurt am Main, 24. Mai. (Fr. I.) Unsere ständige Bürgerrepräsentation hält morgen Nachmittag 4 Uhr -abermals eine Sitzung. Aus der Tagesordnung für dieselbe steht der Bericht an den Senat, unsere Verfassung betreffend. Bemerktes Kolleg bat in einer Sitzung vorn .15. Mai Beschluß in der Verfaffungsfrage gefaßt. Wie - vorauszusehen war,

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