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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-05-31 · Heft 23 (31.5.1852) · p. Seite 271

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 23 (31.5.1852)
Date
1852-05-31
Page
Seite 271 (sequence 7)
Language
German
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m len'Mrnat; 2) der St a/dt ra th-üMt -dem Bürgermeister am dw -Mitze-- 3) die/Repräsentanz der/KdlschenKultusgemeind^-?gefühtt vonnMorstand-Stellvertreter; ^^^der jüdischeuNächstenliebeverein/Miwskinemn/Direktor an-cher Spitze.? DMn! folgtenunoch?randereMvhlthätigkeitsvereine in geordnetem Z»rge. -Endlich -elM unübersehbare Masse von -Juden unv Christen rund?nahe..an 100"Equipagen. Leichenreden hatte der'Verklärte sich verbeten.^) - ' . Breölau, 18. Mai. " " 7) Es war am Sanntag, ^den 25. April, 5 Uhr Nachmittags, j als. die Trauerbotschaft durch die -Stadt ging : S. I. L ö wi,d.e,r,-e rst e Kurator d e s K o m m e rz i e nra th Frankels che »..Nachlasses ist todt. . Wir. erinnern uns.aus einer langen Reihe von. Jahren keines Todesfalles, der eine solche Sensation.erregte, als dieser. In nur wenigen Minuten war die Kunde von dem plötzlichen. Erstarren dieses so mächtigen Lebens fast in alle Kreise gedrungen. Freund und Feind des Mannes fühlte sich überwältigt, wie von einem /unerwartet hereingebrvchenen Ereigniß, dessen Schwere man empfindet, ohne Am Grabe wurde zum.ersten Ma l vom Tempelchor ein deutsches Lied gesungen. Auch hat der Um-' stand, daß eS mehr und mehr üblich' geworden, beirü'Begrabiriß' einer hervorragenden 'Person ^vom vi? -Kamp f eine Leichenrede halten -zu ttaffen, die Vorsteher /.der dazu. bestimmt;, auf.chem Gottesacker zu dem-/erwähnten Behufe. eine. Kanzel errichten zu lassen. Man muß den Geist dieses Vereins, die Prinzipien, nach' denen er verfährt'rc. Näher kennen, ürsi den Fortschritt, der in dem "erwähnten Beschlußliegt, gehörig würdigen zu können. Das System des Tempels. ist - dadurch von!, der orthodoxesten. Gesellschaftin. der hiesigen -israelitischen Gemeinde. faktisch, anerkannt, und zwar — was vorzüglichst Beachtung verdient — auch außerhalb des Tempels.- Denn dieser als Solcher erfreut sich längst der Anerkennung aller Parteien ohne Ausnahme. Aber es gilt nun, feine-Prinzipien auch außerhalbseiner Mauern zur Geltung-zu bringen« Und indieser Beziehung ist es bezeichnend , daß gerade die ä u ß erste Recht e die Initiative ergreift. - . Korresp. , 2) Wir theilen diesen Nekrolog wörtlich treu mit,- wie er uns von guter Hand zugesandt worden, ohne ave hie und da schneidenden Bemerkungen zu verantworten. " - -". Redakt. seine. Tragweite bald zu/üb^sWuen« Er würde-gebo^; rem in ^GröstgNuganttm?Zahre! L7S^ nünd wüßten^nnr! nicht-, auch-, sonst,-daß er aus! ein er?a ng esehenen/ frommen - Familie'stammte , wir; würden! eS?uus-/ den?Grundzügen l -seines - Charakters - erkannt haben: --Nur/ wer! die altjüdi--! scheu echt! patriarchalischen/-Muster!v«n /HausvätetN mit eigenen Augen beobachtet, wer die Familienliebrmit der Muttermilch eingesogen, kann ein: GaMeüNd ein Mater sein, wie es - S. - I. L öw i gewesen/? Nur jene Me - so wenig - gekünstelte , - itief;' religiöse Erziehung ergriff - die Seele..des Kindes! so wirksam^daß nus ihm?ein.Männ werden. /konnte, -! der - .wie n S..- I. L. Anhänglichkeit und Liebezur Religion., der -Väter und zur angestamutten. Gemeinschaft-mitganzem Herzen, und 'ganzer'.Seele- bis zum letzten Augenblicke, seines Lebens bekannie/ -! Aber auch nur derjenige, welcher seine Jug'end in.-reiner Un schu l dderle bte,. wird 5 :bie : innere- Ge.schlossenheit', das--i konzentrirte Bewußtsein-r!dre--ThatkrM?undwahchaftmännliche?Enevgiel S? I:/,Löwi^s: erreichen-könnet ^Seitdem!wir;Juden gaw zu! sehr/ in Deutschland aufgehenundauch, Erziehung und Jugendleben mach den. herrschenden:-so; sehrkunstge- . rechtem allgemeinen Weisen einrichten; nehmen wirwie an den Vortheilen- und. 'dem nGlaaze', - .so auch an der Schwächer undder Zerrissenheit.des.gegenwärtigen.Geaschlechtst einen Antheil - über Gebühr.': ■ Das Scheiden eines Ma.nnes von altem Schrot und. Korn-ersülld uns, .daher um so mehr!mit?tiefer?Wehmuth/ und fordert M ernstem ' Rückblick..auf. r s-;.-? r.-?;$/;• rf-]yu:r \ S.' I. - Löwi / war: /ein: Name,- /von ngütem- Klang/nuch außerhalb der rein jüdischen Kreisetr^rDaSnbelpähvt-e /auch seine Leichenfeier. Man sah.Se.'^Exzellenz-'! den Oberprästdenten -von - Schlesien, - Herrn v. -Schleinitz, -den.Poli-- zeiprästdenten,! - die- /Präsidenten, der Gerichtshöfe mnd< De-? putirte derKdmmunalbehörde die Leiche.'.bis zumGrabe begleiten. Aber/wir würden -den Verklärten mit. falschen Farben.zeichnen müssen, wolltenwirihm ein anderes,-als ein echt jüdisches Kolorit geben. . Der-Kern seiner Bildung, seine Begeisterung!und der-größte-Theil seines allgemeinen Interesses wurzelte, -im Judenthum^z/Er -verstand es. vortrefflich, /über: die:.-öffentlichen Ereignisse .nächder Seite ihres Einflusses wuf. das jüdische Leben, zu reflektiren.. Gar manche Unbill ertrug 'er von Juden, -ohne es zu rügen, weil ihn schon der.Gedanke; an erzittern mmchte. - Ja selbst die, rein humanen Tugenden -übteer in jener echt israelitischen Weife. Wir hörten ,ihn häufig, sagen-- daß ihm ein Jude ohne Wohlthätigkeitsstnn unbegreiflich sei. Wir sahen jetzt nach

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