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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-05-17 · Heft 21 (17.5.1852) · p. Seite 251

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 21 (17.5.1852)
Date
1852-05-17
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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teS Sinnbild dem Vochbergehelchen? entgegen- M iß daS Sinnbild des Glaubens «MderHrebeder Wahrheit unddes Rechts y das Sinnbild des Gesetzes > das Israel in der arabischeüWüsie ach Sinai vom Herrn in Empfang nahin.' Nicht umsrnsi' stellt"Israel dieses Gesetz hoch. Es ist das einzige Kleinod,, daö dieses Volk aüsseiner Vergangenheit, aufbewahrt,hat^ Seine HetzUath, seine Sprache, sein-Boden und so. vieles Andere! ist für. JsraeLwerloreNd und der Zeit anheimgefallen - Das göttliche Gesetz allein ist unsterblich und unverwüstlich-. - . Darumerhob es Jftaelals sein Panier.,, um bas sich, seine Getreuen zu jeder Zeit schaarten. Nicht, Antiochus und. nicht Haman, nicht, Fanatismus.und. Weltsiun. vermachten.^.diesem Volke, sein Panier zu entreißen. . T Ttztz Verfolgung uyd Verbannung in unendlich mannigfaltigen Formen und in den schrecklichsten Gestalten konnten Israel nichtvon seinem Liebsten trennen. Ueber allen Stürmen erhaben . yue. die Zeder auf dem-Libanon, also, trotzte. Israel mit seinem Gesetze, allen Anfeindungen zweier.- Jahrtausende. Nun steht es da als das schönste Denkmal, das sich je ein Volk setzen konnte. Es.ist dasShmbol desGesetzeö sehr finnig von dem Meister des Baues über dem Symbole der Zeit angebracht^ um damit anzuzeigen,, daß dach Gesetz ewig und ünabänderlich erhaben steht über dem Wechsel der. Zeiten. Doch, dürfte,das in unserm Tempel angebrachte Sinnbild der. Zeit noch eine andere Deutung haben,, nicht minder sinnig und wichtig.; Wenn auch die Religion über^ der Zeit erhaben steht, so sindwir Menschen dennoch von der' Zeit abhängig. Das Sinnbild der Zeit mahnt uns ernst andiese Veränderlichkeit,, an diese Beweglichkeit. Darum sollen^ auch wir. nicht, starr festhalten an^ den Formenson-' dern hören sollen wir auf^ den Ruf und sehen auf die Zeichen der Zeit. Israel ist der Greis, der da sitzet am Strome der Zeit und diesen Strom, seit Jahrtausenden dahinfließen sieht. Völker sah es entstehen Md. vergehen. Von Osten nach Westen-, von. Pol zu Pol zog es hin und. wechselte Sprache und. Srtte je. nachdem die Noth eserheischte. — Die Geschichte. Israels hat nichtwie die anderer alten Bötlex ihren Kulminationspunkt schon erveM-z sondern sie ist eine Geschichte steter FMeytwichekung?- denn so wenig dev Zeigerstkll-e stehtso wenig stand Israel still, in, dieser Beziehung ist die; israelitische Geschichte eine Parallele der allgemein menschlichen. — In der, Unerschütterlichkeit uM dem Festhalten am Wesen einerseits und in der Fügsamkeit an das Nothwendige, dem Fortschreiten in der Form, in diesen beiden Hauptmomenten liegendie chyrakrerißischen Mrkmale der israelitischen Geschichte. Besser kann ein israelitscher Te.mpeD seine Sinnbildet; nicht, wählen als. M auf. der Fayade der bechen-Synagogen. im SuMhalk! angebracht sind.. — Dqs. Sinnbild, der Treue im Glauben und des Fortschrittes in hev Fyrm^. Mer,, Fpytdaner und hem^ stortlehen dessen, was? diese ,SWbol^,anheuten -Win.LeWochl 8tuä. mM . Wo ch .hraM^-solgesideg,,Toasi:. „Meine. .Herrcm!,. Männer haben in. diesen ftierlichen Momenten Worte dxS DrnsteS. an M* gerichtet, .Martey MieMH^ daß der Jüngling, welcher siiflqn^ Gefühlen.,Morte-, zu leb» hen:; versucht , Hyders qls M Ernste zu. Ihnen, .sprechen werde,, denn die Zeiten find ernst. GMub.en Me. nicht, daß die Bewegungen..in unserm Vaterl.ande. und um dasselbe blos ein krampfhastesZuchen seiel^ Nein, in all diesen Bestrebungen liegt, der Charakter unsers Jahrhundert-,, liegt der Sinn? unserS Zeitgeistes. Dieses Drängen, und Treiben,-deutet auf einen gemeinsamen Mittelpunkt, loSzusteuern. -Dieser ZentralisationSpunkt, aller' Nationen ist Humanität . uuh To.lexaMEs fragt sich nun, ob daS Judenthum solchen welterschütternden Ideen gegenüber kalt und. gleichgiltigbleiben hdenob er thatenlustig und lebenskräftig in das Rad. der Zeitz mach'Vermögen, eingrMn soll. ES fragt. sich^ soll daS Judenthum immer der Greis, bleiben, der am Strome, der Zeit, .und ungerührt daS Treiben der Völker, an sich vorbeizichen sieht. Sollen wir immer an den Wafferbächen Babels? sitzen und trauern über die verlorene V er.g.uug.en.he.it., die uns nicht, mehr zurückkehrt, oder, sollen, wir uns verjüngen in dem ewigen Quells d^r Geschichte und: als Neugeborene die. Zukunft für uns in Anspruch nehmen??,Sie - sind wol, Me. mit mir einverstanden, daß die letztere- Aufgabeeine weit erhabnere und weit fruchtbarere sei. Und hat nicht schon die Jugend zu der hier ausgesprochenen Idee, wenn auch sich selber unbewußt, sich bekannt?. Hatsie-nicht diese Idee. bereits symbolisch. verkörpert?, Auf. Eurer Fahne, bi* mit ihren, goldenen Buchstabenheute so lustig^ in dem. Sonnenschein wehte,, habt Ihr nicht den Greisen gemoltwelcher trauernd am Strome der Zeit' fitzt-; sondern daS Symbol Eueres Wahlspruches ist der Phönir, welcher sich aus dev Asche empqrschwingt zmn freien, Sonnenlichte. Dieser: schönem 3de^ wölj^wir Msire,^Un^ -nnser Le» brn ^weihen. Wol. ist es.._wa.hr^ Mil!««.zu schwach sind, mm für ^.das Gelingen: zu b-ürg.en.,^ Wol ist es wahr, daß unser- Strebenvon außen unterstützt werden muß. Doch seien' Sie unbesorgt',didfts Ag^nS wird nicht ausbleiben, sobald es nur um die'Sachr recht' ernst, ist. Nichts ist. unmöglich,..wenn sich her güte Wille

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