Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 21 (17.5.1852)
- Date
- 1852-05-17
- Page
- Seite 244 (sequence 4)
- Language
- German
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m gung zu bewegen,, die Men doch -einen sichern Erwerb versprach,, während Ae im -.Handel gar ysts allen Chancen deS LMM guSgefetzt waren.Der Grunddieser scheinbarenMbneigung. gegen den Ackerbau lag aber nicht, wie allgemeinangenommen -wurde- und -noch im.mey,wird,^ Ln^der angeborenenWeitsscheudes galizifchen Juden, die ihn'nur zu leichten, wenn auch man^urgl ^gust M^oralischey^ Prjyzjpje^ hpstreIden ErweÄsmkttetn' greifen ließ. Äir sehen dm jüdischen . Proletarier in den-Städten-als Lastträger, Holzschneider untzAaglöhner. im SchweißeseinesÄngesichts sein karges Brod verdienen, - und er würde gernam Pfluge, ziehen und > zur Landarbeit greisen, wenn ihm Mittel und-Wege) dazu- -geboten wären.) - Doch eben hier zeigen sich Schwierigkeiten, die nicht der Einzelne, sondern nur eine Gesammtheit überwinden konnte. Wed er: d er Grundherr noch der freie) Bauer, hätten in der ^frühern Zeit den Juden, selbst.wenn er um den billigsten. Taglohn) hätte arbeitenwollen, zur Arbeit angenommen, weil der Erstere an den robotenden Bauern genug hatte,, und Beide.sich von dem Glauben an ftine Trägheit nicht.losmachen konnten:- Der Jude, der so viel besitzt, um ein paar Joch Land anzukaufen , konnte, sich nicht. zum Stande, des) Landmannes. entschließen, aus Scheu, isolirt zwischen Nachbarn zu leben, die. er. als Feinde seines Glaubens und seines Volkes betrachtete, und von welchen-er-im Falle , der Noth keine Hilfe erwarten zu können fürchtete)-. während.der Beistand seiner Glaubensgenossen fern war,, und diese ihm auch abgeneigt werden konnten, weil er,. unter - Christen lebend, die Gebote seiner Religion nicht genau zu erfüllen im Stande war. Es ist also kein Wunder, daß die wohlgemeinten Pläne zur Begründung vonjüdischen Ackerbaukolonien, wenn sie auch.pon den humansten und bestgesinnten Männern entworfen wurden, und die Regierung ihre bereitwilligste Unterstützung zusagte, bei der Verwirklichung, scheiterten. Das einzige Mittel, das sich hier noch zur Förderung dieses humanen Zweckes darbietet, und wozu die Regierung durch die den Juden gesetzlich ertheilte Berechtigung, landtäfliche Güter an sich zu kaufen, den Weg geebnet, ist das Zurückziehen der reichen und wohlhabenden Israeliten vom Handel, und die von diesen jüdischen Gutsbesitzern an ihre ärmeren Glaubensgenossen erlassenen Aufforderungen zur festen Ansiedelung auf ihren unter gewissen, versteht sich annehmbaren Bedingung«; zu überlassenden —Gründenwobei ihnen die Garantie geboten würde,, in Gemeinschaft mit ihren Brüdern zu. wohnen, und .sich aller zür Erfüllung ihrer Religionsgebräuche nöthigen Erfordernisse erfreuen zu können. Unter solchen Bewandtnissen wären auch jüdische Vereine: zur. -Aufmunterung, zur Ansiedelung und zur Unterstützung .mit-den . nothwendigen Ackergeräthen höchst.nützlich.. Preußen. AuS Öberfchlefien, 6. Mai. Man sendet ANS folgende Bemerkung zu, welche eine früher gegebene vervollständigen soll: Zu der Bemerkung des Abgeordneten Gerlach in der Ersten Kammer bei Besprechung des Dr. Ktee'schen Antrages: „daß den Bauern der. .Verstand stille stehen würde, wenn sie einen jüdischen Schulzen vor sich sähen", führen wir als Thatsache an, - um deren Verbreitung wir im Interesse des Rechts und der Wahrheit die geehrten Redaktionen, der.Zeitungen, die jene Bemerkung aufgenommen,- höflichst ersuchen, daß. in unserer Gegend in Sowada, p.leffer Kreises,_ der Jude Orenstein; in Bielfchowitz, beuthner Kr., der Jude Perl; in OrzeSza, pleffer Kr., der Jude Panowsky; in Stubendorf, gr. strelitzer Kr., der Jude Fränkel Schulzen, und in Chelm der Jude Baruch Poli'z eiv erwalter sch on vor 1848 waren,, und zum Th eil noch sind, und ha-, ben die Bauern, ohne den Verstand zu verlieren, sich recht gut. dabei befunden. Au.s dem Grotzherzogthuw Posen, 7. Mai. (Privatmitth.) Ihr Lehrer in Israel, die Ihr häufig den Jndifferentismüs gegen Euernedeln Beruf zu beklagen habet, die Ihr oft Euer vieljähriges, mühevolles Streben, die zarte israelitische Jugend zu religiös-sittlichen Charakteren und nützlichen Staatsgliedern heranzubilden, kaum durch ein Zeichen der Anerkennung von Seiten Euerer Gemeinde belohnt sehet, Euch zum Tröste will ich die folgende Mittheikung machen, die einen Beweis liefert, daß man wenigstens in Groß-Glogau, das beiläufig gesagt, mit zu den größeren Gemeinden Schlesiens zählt, der Humanität der Zeit Rechnung zu tragen und das Verdienst nach Würden zu belohnen weiß. In Groß- Glogau nämlich füngirt an der israelitischen Elementarschule )der als tüchtiger Schulmann rühmlichst be-