Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 19 (3.5.1852)
- Date
- 1852-05-03
- Page
- Seite 226 (sequence 10)
- Language
- German
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Kleine Berichte «ms denGemeindern ' ^äIV.^FriediapK, Iw, Äpxü.. Unsere Gemeinte sheist, das Schicksal 'so, vieler in den.klein-en Städten,. das große Berlin ziD die reichsten Kräfte an sich, Lärm aber; thün wir uns vor vielen anderen hervor, daß wir im Eifers nicht erkalten und durch enges Äneinanderschließen die; verlorenen Kräfte. zu ersetzen streben. j -- Der Synagoge thutein Umbau Noch, der nah an! tausenh. Thaler kostet;, die .- Erhaltung des Gotteshauses j undseine. würdige Ausstattung liegt aber- Jedermann so j sehr am Herzen, daß Niemand, auch der Aermste nicht,! sich weigert, den auf ihn treffenden Beitrag zu zahlen. And so/witLdiesen Sockmerschon- MNtw: 'Gottes Schutz .gebaut.- ■■ ' '' ‘ . j r?.< Die regelmäßige Predigt hat sich hier nun schön dollssäti'drg idingelebt'; auch ältere Gemeindeglieder, die sich noch vor wenigen Jahren nicht damit befreunden konnten, finden ,jetzt großen Gefallen daran, wie ich mich am letzten Sabbat, .wo unser ■ Rabhinev durch. Kränklichkeit;zu j .prMgen verhindert war,.selbst: überzeugen konnte^ Herr! Di-. - Coßmannversteht.eSober auch seine Gemeinde würi dig zu.Danen^ nicht mit schonen,blumenreichen RedenS-? arten, sondem, mit, dem, lebendigM Worte GotteS, tok. es j die heiligenBücher Predigen. Obwol der streng .orcho- > doreN; Richtung/angchö^end, lehrt rrdaß nicht bloßer! .Zeremoniendienst, und f. ,g, gute Werke, -sondern wahres .HotteS-'Md^WchstenMe, ,,ein rechtschaffener Lebenswanj del /iuMörrem Bun.de mit.gewissenhafter Beobachtung des j .Gesetzes.deS^ Israeliten Hauptbestreben sein müßten. , / Am -.letzten . Passah tage ermahnte -er seine-andächtige! -Gemeindeam/Schlusse/des Vortrags, in einer Zeit, wo j uns theure Rechte entrissen ,werden.-sollenuns -bald sogar! schweperDruck bedrohe, wns. eng .aneinander zu.schbießen : und - ^ns.hervorzuthun in M»em Muten,. umaus solch De! -WMe - die Anschläge unsererGegner zu. Schanden.,zu mg-! che«. Mögr! Dr. .Coßlnann noch lange, segensreich., unter - uns wirkm, dwS walte Gott! - - . - .... /./_EinrnHallpteLnigungspunkt -LrGemejndKnitgkiederMvdöt unsere -. üffontliche) tsmelitifche, Bürgerschule: - So - viel! man auch gegm KonsksstonSschuleu /geeifert, Hat-, die'Erfahrung spricht für fie.'^Mer:.dk'.chrWichrnMemsn.tar-! schulen in. den kleinen Städten aus eigener Anschauung - kennen gelernt hat, wird zugeben müssen, daß sie für jüdische Kinder nicht auSreichen. Der jüdische Knabe kann und darf sich nun einmal mit einem Wenig Schreibeni und, Lesen, nichhchegnügew; -denn-einmal"ist/,-der. Wische Kopfs' durchaus-ikein Vorurtheil^ keine Fabeb,unddann müssen; unsere Kinder sich sä yne- Gtellungr.-Lm?Lehen'>'err.i n g ey, und mit. A B C und 1 mal ^- erringt man Nichts., Und -wie - steht es in solchen/Schulen -mit dem Religions- und hebräischen Unterricht?. . Es gehört/wahrlich keine alltägliche Energie, -sein /gewöhnliches- Talent Seitens dds Lehrers ,/.dazu., diese für den Israeliten so wichtigen : G egenstände, n a ch - den gewöhnlichen Unterrichtsstunden, -.wenn das Kind bereits abgespannt /ist und seine Spiel stunden haben solltemit gutem Erfolge zu behandeln. In unserer Schule wird äußer den gewöhnlichen Elementargegenständen, Geschichte, Geographie, Französisch und Mathemathik gelehrt.; Die Kinder besuchen sie in der Regel bis. zu ihrem. IZten oder 14ten Jahre und -kein Knabe verläßt, sie-, ohne don Pentateuch vollständig zu Übersetzemund zu verstehen., so weit es in diesem Alter möglich ist; alle sind mit den Hauptregeln der hebräischen Grammatik - vertraut' und kommen am Ende eines jeden Semesters zum Uebersetzen einiger leichter Psalmen und der Sprüche. Die biblische. und .nachbiblische Geschichte bis zur Zerstörung des zweiten Tempels kennen Knaben so wie Mädchen, und . verstehen Letztere dazu noch die Gebete geläufig zu übersetzen. *. Von den Leistungen der Anstalt gab daS von Herrn Schulinspektor Oberpredkger Pitsch vor wenigen Wochen in Gegenwart des Schulvorstandes und vieler Väter , unp Mütter abgehaltene Eramen ein deutliches Zeugniß. Der Schlußsatz, des. Prüfungsprotokolls'lautet: ,L)aS Resultat" der Prüfung ist recht gut und/es hat sich überall, gezeigt, daß die Herren Lehrer mit treuem Fleiße gewirkt haben und es verstehen, Len Kindern Lust und Liebe zum Lernen zü machen." ' Wir erlauben unS, die resp. Familienväter der nahesiegenden kleinen Gemeinden auf unsere Schule aufmerksam zu machen, und glauben .sie mit Recht /als eine, gute Bildungsanstalt für ihre -Kinder empfehlen zu können.?. Literarisch« Nachrichten. - -Aus dev AltmarA sFortfttzimg.) 2) Mose» /Ben Schem-Tob .de: Leon und' sein' Verhaltniß zum ,Sochar. Eine historisch-kritische Untersuchung, über die Ent- /stehung -drö Sohar, von Adolph Jellinek: Leipzig, 185l. Hunger. 53 S. . 8... Wenn,die. iebr« mngvzeigte. Schrift