Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 19 (3.5.1852)
- Date
- 1852-05-03
- Page
- Seite 227 (sequence 11)
- Language
- German
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von Igel UNL den Beweis ^leftrt, ^däß^ ein erweitertes! Studium der onentalisÄ)en - Sprachen 'über die Grenzen \ deS Hebräischen hinäuS immer mehr Terrän unter unseren ' GlaübenSbrüdern Pndet,^sol zeigb vorliegendes Schristchen : und das nachfolgende,daß auch' die literarhistorische und - sprachliche Forschung der. eigenen Schätze jüdischer Nation! von Einzelnen noch betrieben wird, wenn auch die Masse! denselben sich immer mehr und mehr entfremdet, Jellinek; hat schon vor sieben Jahren im Vorwort zu seiner deutschen Bearbeitungdes Frank'schen Werkes: „La cabbala ■ oii la Philosophie religieuse des Hebreiix“ (Leipzig 1844), eine Schrift unter dem Titel: „Die Komposition des Sohär" angekündigt. Nur das Bewußtsein, daß sein Thema j nicht eher genügend gelöst werden kann, als bis etwas! Positives über die Zeit,, das Vaterland und den Ver- > faffer des Söhar aufgestellt ist, hielt ihn von der Erfüllung des Versprechens zurück. Auf Grund des Berichts von Abraham Sakulo in seinem Werke Juchasin (in der konstäntinopotitänifchenAüSgÄbe)berfücht" et^ iii vorlregender Schrift (gegen die Hypothesen Landauers ü. A.) vor Allem zu beweisen, daß Moses Ben Schem-Tob de Leon! der Haupturheber des Sohar ist, und zugleich die verschiedenen Phasen anzugeben, welche dieses pseudographische Werk durchlaufen hat, -ehe eS ihm gelang, den Nim- 1 buS deS AlterthumS um sich zu verbreiten. Erbeleuchtet { zu 'diesem Endzweck den Bericht deS Juchasin, den er in ' einer Beilage im Original giebt, wobei ihm ein Gutachten des Salomo Beu Adrat über die ersten Anfänge: deS Sohar, welches er ebenfalls näher erläutert und in ' der Beilage giebt, wichtige Dienste leistete. Die Haupt*; quelle war nun der Sohar selbst, den er mit einer gedruckten Schrift Leons vergleicht, indem er die Parallelen zwischen dieser und dem Sohar in verschiedenen Stellen, z. B. über den Kern der Mystik, über die menschliche Seele/ dem Körper, die Hölle u. s. w. aufstellt. Jene Schrift Leons trägt nur zum Theil seinen Namen und -iss fast zur Hälfte in einem Plagiat vorhanden, sie wurde 1608 von Abba Ben Salomo B.umSla zu Basel unter dem Titel: Zepher Hannephesch Hachachama, veröffentlicht. Der Verfaffer hat seine Aufgabe'trefflich gelöst und seine Behauptung bis..-zur Mvidenz bewiesen., DaS Schristchen enthält außerdem noch einen Schütz von literarhistorischen Notizen. 3) Beiträge zur Geschichte der Kabbala von Adolph Jellinek. Leipzig, 1852. 80 S. 8. Der Vers, giebt .h.ier die im Jahrgange 1851. des Orient zerstreuten Artikel über die ^schichte unh die Entwickelung der- Mlbbala geordnet und'-vermehrttzdemMetinden jenes Theils her jüdischen Literatur,' her -sich weher mm großen, noch einer vorurtheilsfreien Pflege zu -erfreuen hat. -Freilich sind diese Beiträge nur nackte Bausteine, wie der Vers, selbst gesteht, die weder 'durch künstlerische Darstellung, noch durch äußere Gliederung eng mit einander verbunden sind;'es haben aber hie verwitterten Ruinen der Kabbala bis jetzt eine so geringe Anzahl von Kennern und Gönnern gefunden., ihre Entwickelungsgeschichte hat noch so wenig Forscher angelockt, haß man wol hoffen kann, diese Beiträge mit Mücksicht auf die Schwietigkeit des Terräns und auf die geringen geschichtlichen Vorarbeiten geprüft und gewürdigt zu sehen. 'Der erste Beitrag handelt über das Studium des Buches Jezira, jenes? Ueberrestes. der effäisch-gnostischen Lehren, die auf Abraham zurückgeführt würden, der während der amoräischen und saboräischen Zeit wenig berücksichtigt, erst durch, den Einfluß der. arabischen Wissenschaft die Aufmerksamkeit der bedeutendsten jüdischen Geister auf sich lenkte.' Der Vers, skizzitt den Gang des Studiums/dieser Schrift vom zehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert, .'und bemerkt, daß die Kommentatoren die eWWWiche'''Rkch'rung ihres Geistes.in dem Büche Jessra zu 'Inbm^llMten^'dem ürsprünglichen "Sinn desselben aber fremd blieben, was eben ein Beweis für daS hohe Alter deS BucheS ist. tl, Geschichte deS IeziraterteS. Die> verschiedenen Rezensionen. differiren in Hinsicht der äußern Oekonomie und deS Inhalts. ES kann ursprünglich nur ein kurzer Abriß gewesen sein > der erst im mündlichen Unterricht Farbe und Gestalt erhielt. ES werden mehrere schlagende Beispiele gegeben von der Art, wie Zusätze' und Einschältungenbei 'diesem'Buche gemacht worden ssnd^ Der zweite Beitrag! Handelt Äber' den Sohar, über Namensbeziehungkn, Sprache > halachische, poetische und physikalische Mystik deS BucheS, wobei er die Hypothesen, die Abulafia als Verfaffer desselben hknstellen, zurückweist. Interessant .sind Insbesondere auch füp die Geschichte der Naturwissenschaften^ die Abschnitte über dw physikalische Mystik nnd die Zoologie des Sohar., Der dritte Abschnitt geht auf die kabbalistischen.Kehren und SchtOenvor'dWl^Svhär ein. Zuerst über jüdische, mystische Sekten vor Saadjadann über Saadja's - Eben Ha-PhilosophimZ; über^ie'^spekMtlv^Mabbala des R. Asriei, - über Ursprung und Verbreimntz der: Lehre vom Chefez- und Razon, endlich eine sprachliche EMmüng -iin Buche Bahir. . , ,