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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-05-03 · Heft 19 (3.5.1852) · p. Seite 222

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 19 (3.5.1852)
Date
1852-05-03
Page
Seite 222 (sequence 6)
Language
German
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i Michael Wolff, ausgenommen den 5. August 1792, und A. H. Bendemann, ausgenommen den 1. Dez.' 1792, geblieben. Mögen.,sie ihr Greismalter noch lange, frei von Schmerz und Kummer, zu unserer Freude genießen! Ihre sieben Gefährten, die wir noch am 50sten Jubeltage mit begrüßten, sind uns ach! seitdem, Won durch den Tod geraubt worden. — Auch aus dem ersten Jahrzeh ende unserer Verbrüderung können wir uns nur der vier'noch lebenden Freunde A. P. Beschütz (ausgenommen 1793), D. I. Curländer (a. 1795), A. C. Köhne (a. 1798) und M. Caspare (a. 1801) erfreuen. — Unsere Gesellschaft zählte seit ihrer 60jährigen Existenz 968 Mitglieder, von denen 532 verstürben und 59 wieder auSgeschieden sind, Unter-Letzteren hauptsächlich bereits bis zum Jahre 1804 die" königsberger Freunde wegen der damals entstandenen Zerwürfnisse mit ihnen. Die meisten lebenden Mitglieder, nämlich 434, hatten wir im Mai 1842; seit dem 50jährigen Jubiläum, wo wir 423 "Freunde zählten, hatten wir zu Anfang dieses Jahres von denselben wieder.46 verloren," Gegenwärtig zählt die 'Gesellschaft 377 Mitglieder, von welchen die größte Mehrzahl zu Berlin wohnhaft; indeß zählt sie' auch Auswärtige, wie Vr. Jost in Frankfurt am Main, Lehrer Louis in Dessau, vr. Kley in Hamburg, den Redakteur d. Z. und Gebrüder Friedeberg in Magdeburg; außerdem in Hamburg, Koblenz, Stettin, Breslau u. a. O. An Notabilitäten faßt sie z. B. Meyerbeer, Zunz, vr. Veit, Premierlieütenänt Benda, Major Burg, Stadtrath vr. Jacobson, vr. Ph. Rieß, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, vr. Rubo u. s. w. . Sttmter (Großherzogthum Posen), im April. (Eingesandt.) Das heiligste updx kostbarste Gut unserer Gemeinde, die Synagoge mit sümmtlichen Torarollen und Kultusgegenständen, ist leider am 15. Dezember v. I. ein Raub der Flammen geworden. Verwaist und zufluchtslos stehen wir jetzt da, denn uns fehlt die heilige Stätte, wo wir unser Innerstes emporhoben zu der himmlischen Allgüte, wo wir in Leid und Freude inbrünstig zu Gott uns wandten. Bei der bedeutenden Schuldenlast und den mißlichen Verhältnissen der Gemeinde würde aber, selbst -ei der größten Opferwilligkeit, der Neubau einer Synagoge ein leerer Wunsch für uns bleiben müssen, wenn wir nicht auf die bewährte Mildthätigkeit unserer. Glaubensgenossen in Nah und Fern rechneten. . Die Herren Seelsorger und Gemeindevorsteher Israels sind es besonders, an deren edle Herzen wir anklopfen! Sie kennen die erhabene Bedeutung dessen, waö wir verloren, Sie wissen, daß eine Gemeinde ohne Synagoge ein Körper ohne Seele ist! Sie bitten wir daher auch recht flehentlich: In Ihren Gemeinden für eine Unterstützung zum Wiederbaufbau wirken, und die Gaben an die Unterzeichnete Kommission recht bald gelangen lassen zu wollen. Der Segen des Herrn wird gewiß ruhen auf den Gebern, und uns werden Sie zu ewigem Danke verpflichten. Im Namen der Gemeinde. Samter (Großherzogthum Posen), im Februar 1852. Die Synagogenbaukommission. A. MemeHdorf, S. Barnaß, S. LubSzynSki, H, Joachimsohn, L. Pach, W. KaSparius, S. Kolöki. Äus dev Provinz Posen, 29. März. (Privatmitth.) V e re i n s w ese n. Vereine und Gesellschaften giebt es viele in den Gemeinden des GroßherzogthumS. Die meisten derselben haben sich die Wohlthätigkeit zu ihrer ausschließlichen Aufgabe gemacht. Nur sehr wenige fördern auch Bildung. Ein Verein der letztem Art ist daS unterm 15. Oktober 1843 zu Posen gegründete „Israelitische HandlungSdienerinstitutS", welches später den Namen „Verein für Handlungsdiener^ angenommen und unterm 25. Dezember v, I. einen vollständigen „Bericht über sein achtjähriges Wirken" erstattet und später durch.den Druck veröffentlicht hat. Aus diesem Berichte wollen wir die interessantesten Data mitzutheilen uns erlauben, zuvor.jedoch den geehrten Leser mit dem Wichtigsten auS den— 1843 gegründeten und 1849 revidirten — Statuten des genannten Vereins bekannt machen. - Der Verein bezweckt: 1) die wissenschaftliche Ausbildung der Mitglieder durch Vorträge, in allen dem Kaufmanne nützlichen Gegenständen; 2) konditionslosen Mitgliedern (KommiS) zu einem Unterkommen zu verhelfen und sie auch nöthigenfalls mit Geld zu unterstützen; 3) erkrankten Mitgliedern.die nöthige Pflege (Tag- und Nachtwachen, Medikamente u. s. w.) .angedeihen zu lassen; 4) die Ausbildung der Handlungslehrlinge in den wesentlichen, dem

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