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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-05-03 · Heft 19 (3.5.1852) · p. Seite 221

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 19 (3.5.1852)
Date
1852-05-03
Page
Seite 221 (sequence 5)
Language
German
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221 kein allse i tig befriedigendes Resultat erzielt, so Hat sie doch die betreffende Frage insoweit zur Entscheidung gebracht,. daß sie: höhern Ortes für keine 'P r i nzip i e nfra g e erklärt: wurde, ffo - daß sie vor das Forum der OrtSbehörden gehört, Wenn dadurch, die speziell Betheiligten nicht viel zu hoffen habenso erwächst doch daraus der Trost für die Gesammtheit, daß eine etwaige verneinende Entscheidung noch keineswegs i.däS. größere Gesammtinteresse gefährdet — vor der Hand muß dieser Trost genügen'; unter den obwaltenden Umständen: ist bet Status quö auch ein Gewinn. Wie die Sachen jetzt stehen, besonders in den f. g. Staaten der Intelligenz, muß man sich bescheiden lernen. — La n d au 's. Krankheit hat eine' bedenkliche Wendung genommen; die Gemeinde ist in großer Bestürzung. Den 18: d^ hat der hiesige israelitische Nächstenliebeverein, dessen Protektor Landa n ist, für den.:Erkrankten«im"^Dempel-Gebete verrichtet. Das Herbeiströmew der Vereinsmitglieder lieferte'einen neuen Beweis von der Sympathie, deren L. sich erfreut. Hat doch ein christlicher Kaufmann an mehrere Synagogenvorsteher Geld zur Verkeilung an die Armen übersandt, damit diese für den erkrankten Stadtrath beten mögen. Dieses Faktum will in hiesiger Stadt und in gegenwärtiger Zeit viel heißen. Die hiesigen politischen Tagesblätter verkünden-- daß nächsten Donnerstag, als den 22. d., in derAltneu- Synagoge und im Tempel ein-solenner Trauer gottesdienst für. den - verstorbenen Mi n ist orp räsidenten, Fürsten' v. Schwarzenberg, stattfinden wird.- Wie wir verüehmen, geschieht dies auf Anordnung Landder auf seinem. Schmerzenslager die betreffenden Zuschriften an Rapoport und Kämpf' selbst diktirt und eigenhändig unterzeichnet hat. —Die- ReligionSiehrerftelle an der josephstädter Hauptschule, dürfte, wie es heißt, der bisherige' Lehrer an der Mädchenschule, Foges, erhalten. Derselbohat vor längerer Zeit ein' Religionsbuch herausgegeben, das zwarvon. selbstständigem Denken zeugt, baS aber von sehr. kompetenter Seite' her erheblichen Widerspruch erfahren hat. Preußen. Berlin, im April. Der St. A. enthälteine Bekanntmachung des' Ministers des Innern vom 14. April,- welche verordnet, daß eine-einseitige-Ablösung dev jüdischen Korporationsverpflichtüngen in jener Provinz ohne gleichzeitiges Aufgeben der bestehenden Kultusgemeinschaft unstätthäst-ist. —. Vor Kurzem beging hier die bekannte ^Gesellschaft der Freunde" ihr. sechszigjähriges Bestehen (seit 1792). Einiges - aus dem Berichte des Sekretärs der Gesellschaft, Herrn Ludwig Besser^ wird interessiren. . . „Lassen . Sie: -uns .jetzteinen Blick-auf die pekuniären Wohlchaten richten, die unsere Gesellschaft in den 60 Jahren ihres Wirkens spendete.: .Während sie die. Freude hatte,.ihr Vermögen von dem Betrage der Sammlung,, welche in der ersten Zusammenkunft am 29. Januar 1792 geschaht und die. 249 Thlr.13 Sgr. ergab,. qm Schluffe de.S^ vergangenen Jahres. auf 45,425 Thlr. anwachsen zu. sehen, mußte sie, noch-ein freudigeres Hochgefühl, darüber empfinden,, daß sie dennoch durch die'laufenden.Beitrage und Zinsen der Papiere, und nur in seltneren Fällen durch kleine Zuschüsse aus dem Grundkapitale im. Stande war, so Bedeutendes für^ die Freunde in Noth und Tod zu thun, als es geschehen-ist. Sie verwendete nämlich zu. . Unterstützungen, und zu den Kosten - der Krankenpflege und des Begräbnisses während, ihrer 60jährigen Dauer zusammen die' qsi se h nl i ch e, S u m me von.9.7,762 Thlr. 19 Sgr..6 Pf. — DieJahre, in denen die von ihr - geleistete --AeWuep..üb.e.r -W0Y Thlr. betrug, waren 4837,'. 1839, 1840^ 1841,vl843, 18.4^, 1848 und 1851; am Stärksten wurde , sie aber im Jahre. 1842, und zwar mit 35,72. Thlr.. in Anspruch. genommen." „Auch die Wirksamkeit unserer Wittwen- und .Waisenanstalt.zeigt sich als eine außerordentliche, da dieselbe, 1811 gestiftet, doch erst seit 1818 ihre Wohlthaten. übend, Im Laufe der. bisher verflossenen 34 Jahre an Hinterbliebene unserer seligen Freunde schon 30,575 Thlr. 21 Sgr. als Unterstützungen gewährte. Das Vermögen der Wittwen- und Waisenanstalt ist bereits.auf 26,166 Thlr. gestiegen:" . „Vom den-118 Freunden, die im Jahre 1792'unsere Gesellschaft gründeten oderbald nach ded Stiftung in demselben -Jahre 'hineinträten, sind uns leider heutigen TageS nur noch die vier hochverehrten Freunde - - . - *■- Benoni Friedländer, ausgenommen den 29. Jan. 1792, . vr. Ludwig Rintel, desgl., *

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