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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-03-22 · Heft 13 (22.3.1852) · p. Seite 151

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 13 (22.3.1852)
Date
1852-03-22
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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151 vom ftinem Voxhaben Anzeige zu-machen Hai,- inchiesem Falle aber gegen die bestehende gesetzliche Norm jedeysalls gefehlt wordenist, so hat vr. Wassermann bei denB.eh-rden Reklamation angestellt,- über deren Erfolg-ich später Gerichten werde. -/.:-Ifl:Nlm,Wikd.MN netzen dem christlichen Gottesacker der Mische -Friedhof errichtet. Diechristliche Gemeinde wollte schon früher den Juden gestatten, ihre Leichen im christlichen Friedhöfe zn beerdigen. Der. -Vorsteher.der Gemeinde, Rechtskonsulent Heß, holte rabbinische Gutachten darüber ein.' Kirchenrath Maier erklärte, daß dies nicht statthaft sei; vr. Wassermann hingegen glaubte es unter der Bedingung gestatten zu können, daß den. Juden im christlichen Friedhose ein b eso n d e r er Raum angewiesen ^würde. Die Gemeinde hat jetzt angrenzend an der christlichen Friedhofmauer einen Platz zur Begräbnißstätte erworben. Moses Benedikt in Stuttgart hat 2000 Fl. unter die christlichen Armen des Landes vertheilen lassen. - Oldenburg, 8. März. (Berichtigung.) Der Berichterstatter-aus Hamburg, in No. 10 d. Bl. abermals auf die „ärgerliche Geschichte der Wiederverheirathung einer bürgerlich Geschiedenen" zurückkommend, will wissen, ich hätte in meinem in dieser Sache abgegebenen, „hier (in Hamburg) zirkulirenden" Gutachten als Hauptgrund das Dina de Malchuta dina angegeben. Zum Beweis, daß daran kein wahres Wort ist, seien die Eingangsworte dieses Gutachtens veröffentlicht: . „Zunächst kömmt bei der Lösung dieser Frage —; wenn man nicht überhaupt von der Ansicht ausgeht, daß die bürgerliche Ehescheidung , gleichviel aus welchem Grunde'sie verfügt ist, sofort auch auf religiösem -Gebiete Giltigkeit haben muß, welchen Ansicht ich aber nicht beipflichten kann — der Ehescheidungsgrund in Betracht, Da ist es aber unzweifelhaft, daß der angegebene Grund auch auf jüdisch-theologischem Standpunkte tzie verfügte Scheidung rechtfertigt u, s, w." Hat der Berichterstatter ein gefälschtes Gutachten gelesen? . Wechsler. Mus Bttiern, Anfangs März. (Privatmitth.) Aus. der Hauptsynagoge zu Fürt h ist die Orgel oder eigentlich das.Elodikon — , denn das war eS nur weih die Gemeindebevollmächtigten den Ankauf nicht genehmigten , wieder entfernt worden. . Siewollen eine, rechte Orgel, zu deren Aufstellung, es jedoch. an Raum, wenngleich nicht an Mitteln fehlen wird. Denn durch die Ueberfiedlung reicher,Landbewohner dorthin wachsen die Einnahmen arx und. -der. WoWand ist dort an sich in erfreulicher Zunahme. Gelegenheitlich will ich erwähnen, daß die-dortige Gemeinde ganz nach dem allgemeinen Gemeindeedikt organiffrt und von den Behörden gehandelt wird, während alle anderen israelitischen Kultusgemeinden sich selbst überlassen und von unten und oben rein willkürlich behandelt werden. Man weiß schlechterdings nicht, was Rechtens ist. — Die' Kantor- und. ReligionSlehrerstelle wird Herrn Ebert aus Baireuth zu Theil werden, auf den es von vornherein allseitig abgesehen war, und er ist ihrer würdig. Nur-hätten die Fürther vielen anderen Bewerbern Mühe und' Kosten ersparen sollen. Bezüglich des Güter- und Unterhandels dabei hat die Regierung von Schwaben und Neubürg ein neues beschränkendes Reskript erlassen, das die von Unterfranken zur Nachachtung bekannt gab. In der nächsten Zeit muß die allerhöchste, Stelle in einem vorkommenden Fall die Frage auf dem Administrativwege definitiv entscheiden. Die von gewisser Seite bei der allerhöchsten Stelle angeregte und mehreren Rabbinen zur Begutachtung vorgelegte Frage: ob die Religionslehrer künftig ein Seminar besuchen sollen? ist von vielen derselben entschieden bejaht worden. Die BambergerS wetden sie verneinen. Wozu auch so viel rintzr lernen! In den Kammerverhandlungen siel kürzlich, freilich auS dem Munde einer gewissenlosen Persönlichkeit, unerwidert von -zwei Abgeordneten jüdischen Glaubens, in bekanntem verächtlichen Sinn, der Ausdruck „Jude'nwirthschaft", welche die Landbewohner mit zu Grunde richte. Wir meinen, man sollte nie ungerügt das Wort . Jude gleichbedeutend mit Betrüger re. oder gar im Gegensatz zu Christ gebrauchen lassen, . Die Allg. Zeitung des Judenthums hat mit Rieffers „Juden" hier Bahn gebrochen,,: Das AnsässigmachungSgesuch der Gebrüder Murr aus Deggingen,hat der Volksbotenpartei in AugSburg wieder Gelegenheiten gegeben, ihre Schwingen zu.rühren, und während sich das Gemeindebevoll-

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