Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 13 (22.3.1852)
- Date
- 1852-03-22
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
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dikt aufgehoben^ In England ist die «Streitfrage nicht um Ä Zota.^v orwart S. geruckt, völlige freiekBew^gung und Ko.mmunäAienst, sonst - Nichts. Hölland^ Belgien und Frankreich sind ihren 'nun schon alten Grundsätzen der bürgerlichen Gleichstellung getreu geblieben. DieS die bunte Musterkarte Europa'S hinsichtlich unserer bürgerlichen.Verhältnisse. Die Ueberzeugung aber ist in den letzten Jahren lebendig geworden, daß alle prinzipielle und verfassungsmäßige, Aussprache der Gleichstellung — abgesehen von dem Niederlaffungs - und allen gewerblichen Rechten — an sich Nichts hilft, sondern es vielmehr darauf ankömmt, ob die Gleichstellung sich, im Leben, in den Anschauungen der Regenten, Regierungen und Völker zu einer abgemachten und vollendeten Thatsache entwickelt habe. Dahin haben wir unsere Hoffnungen und Bestrebungen zu richten. Reden wider den Unglauben. Viertes, polemisches Wort. (8. No. i. 6. 12.) Ihr, die Ihr behauptet, daß Ihr den ganzen Strom des religiösen Wissens, der sittlichen Ueberzeugung anderswoher als aus der ewig fließenden Quelle der positiven Religion schöpfen und leiten könntet; Ihr, die Ihr, wenn wir fragen: woher habet Ihr, was Ihr festhaltet, und worauf stützet Ihr Euch, daß Ihr eS festhaltet? —- voll Zuversicht auf die Natur, auf den unendlichen Kreis der. Schöpfung weiset, auS welchem Erkenntuiß und Sittlichkeit Ihr vermittelst Eurer Vernunft und ihret Schlüffe holet, und der Euch nun eine unerschütterliche Basts gebe — es ist Zeit, daß wir alle Täuschung entfernen, daß wir die zum Ueberdruß wiederholten Phrasen aus ihren Werth, ihren wirklichen Inhalt zurückführen, auf daß Ihr dann wählen könnet den Weg, den Ihr einzuschlagen gedenket. Unsre Zeit hat ja so viele Illusionen unerbittlich vernichtet, so viele Worte zu Schanden gemacht — so mag sie auch hier das Ihrige thun, um zur Klarheit und Sicherheit zu kommen. ... Wir wollen uns nicht ereifern, wir wollen nicht anklagen und befeinden, nicht demüthigen und erdrücken, vor Allem, wir wollen nicht zanken, sondern mit heiligem Ernste forschen und untersuchen. . . . Wohl weiß auch ich, daß die heiligen Schriften Jisraels oft genug auf die Natur, auf die Schöpfung Gottrs zurückweisen^ mir ist jener herrliche Psalm 104 sehr bekannt,. M -M Seele^des Sängers Jubelnd^ ihremiGotte, sich erhebt aü-Sder Betrachtung seiner Wunderwerks nicht selten lese'Ich jene Hinweisungen im Verlaufe/ aberÄ'e- . sonders gegen Schluß des BuchcS Jjob auf die großen, vom Menschen unabhängigen, zu selbstständigen Zwecken geschaffet,en GOilde.cher.PMr; und wer kennte nicht den 19ten Psalm/ in welchemÄcüür und" Offenbarung der« .einigt als die Grundlage der menschlichen Erkenutniß und Heiligung gefeiert werden? MiHn Mcht auch die Propheten oft genug auf die Werke Gottes zurück, wenn sie dem schnöden Götzendienst, dem traurigen religiösen Verfall, mit schneidender Ironie entgegentreten. . . . Aber in der Lhat fiel eS"diesen''Allen"nicht"»»' zu glauben, daß einst späte Enkel der 'n mm, der „Lehre des Ewigen" entbehren zu können behaupten werden, weil sie schon genügsam aus der Natur erkennen könnten, was Gottes, waS des Menschen sei? In der That, alle Berufungen Jener beschränken sich darauf, wenn es sich um die Allmacht und die AUweisheit dieses Gottes, deren Preis, deren erfüllendes Bewußtsein handelt — aber Gott im Wesen zu erfassen, des Menschen Geist, des Menschen Stellung, deS Menschen. Bestimmung, die Gesetze der Menschheit, der Sittlichkeit Inhalt und Bedeutung: dazu sollte Euch die Natur genügen? dazu genügend Stoff und Begründung reichen?. . . sehet, dafür habet Ihr keine Schriftstelle, darin gehet Ihr eben von der Schrift ab, und nur so weit gehe ich auf diesem Gebiete mit Euch, wie eben die Propheten und Autoren der Schrift auch. . . . Wollet Ihr chen rechten Standpunkt wissen, den die Schrift in dieser Frage einnimmt, so leset den 8ten Psalm, Vers 4—7. .„So ich. deinen Himmel schaue, : deiner Finger Werk, Mond und Sterne, die du schufest: Was ist der Mensch, daß du sein denkest, der Menschensvhn, daß du sein achtest? Aber du ließt ihn der Gottheit um Wenig ermangelnkröntest mit Ehre und Herrlichkeit ihn, setztest zum Herrn ihn über deiner Hände Werke,- -Alles legtest du unter seine Füße." - . Wollet Ihr den Menschen auS und in der Natur . begreifen, so tritt er zurück ein unendlich kleines Glied in die große Wesenreihe, er ist ein Gebilde der Natur wie. die zahllosen anderen alle, ander» gebaut, anders organisirt, wie keines eiti: bloßer Abklatsch eines andern ist. Aber könnet Ihr hierbei stehen bleiben? ist der Mensch in der