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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-03-08 · Heft 11 (8.3.1852) · p. Seite 128

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 11 (8.3.1852)
Date
1852-03-08
Page
Seite 128 (sequence 8)
Language
German
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128 sie ihm entzogen wird; w ie aber. die Zelle die andre setzen soll, liegt nun und nimmermehr in ihm. Es geschieht. dies also nach dem Naturtriebe, der , indem er Vorauswissen und Erinnern enthält, nur;in einem seelischen Sein, in einer Seele vorhanden sein kann. Hierbei, läßt sich nun noch hervorheLen, daß, wenn wir die Wirkungen unsrer unbewußten Seelenregion näher betrachten, wenn wir sehen was dieselbe schafft und hervorbringt, wir gestehen müssen, Laß unendlich mehr Zweckmäßigkeit, Kunst und Energie, unendlich mehr Weisheit darin ausgeprägt ist, als im Höchsten, waS unser Bewußtsein schafft. Allein dies nur was das Produkt betrifft. Denn hingegen fehlt dem Unbewußten die Freiheit, die Selbstbestimmung, die Selbsterfindung, und so vom höhern Standpunkte auS steht die geringste Krastäußerung deS Bewußtseins ungleich höher als das höchste Produkt des Unbewußten. Gestalten Sie mir, mit Wenigem auch hier die Ergebnisse zu überschauen: . 1) die Seele ist mit dem Körper zugleich in ihren Keimen in der Urzelle vorhanden, aber natürlich noch mit ihrem unbewußten Sein; , - ,; 2) sie belebt die. Urzelle und treibt sie zur Bildung des Körpers, zur Geburt, zur Ausbildung und zum Bestände desselben; 3) hierbei entfaltet sie -sich selbst, bis aus dem Unbewußten das Bewußtsein entspringt, und sich fort und fort bis zur Person, zum Charakter entwickelt; .4) das Unbewußte ist unfrei, der Nothwendigkeit des Naturtriebes unterworfen; -5) das Bewußtsein ist frei, selbstbestimmend, indem eS seine Wesenheit im Willen hat; es bethätigt sich im Denken, Fühlen und Wollen, die zwar an sich nach bestimmten Gesetzen vor sich gehen, jedoch in der Wahl der Gegenstände und in der Anwendung ihrer Tätigkeit frei sind; 6) die Seele ist einig, daS Bewußtsein nur als die höhere Entwickelungsstufe, höhere Region der Seele anzusehen. Der Tod,' m. H., ist nun nichts Anderes, als die gänzliche Rückkehr deS Bewußtseins in daS Unbewußte, wie beim Schlafe, bei der Ohnmacht, jedoch von diesen darin unterschieden, daß in ihm auch das Unbewußte aus dem Körper scheidet, und dieser dadurch den gewöhnlichen Gesetzen der -Körperzersetzung anheimfällt. Wie diese Scheidung, vor sich geht; ist ebenso Geheimniß, als wie die unbewußte Seele in die Urzelle kommt, und, ist es Mir gelungen, das Leben deS Geistes vor Ihnen, wenn auch, nur zu skizziren, so hebe ich als die .drei unlösbaren Geheimnisse hervor: dasW.ie deS Hineinkommens der unbewußten Seele in die stoffliche Urzelle, das Wie deS. Herausscheidens, der unbewußten Seele aus dem Körper, und. daS Me des ersten Herausgehens des Bewußtseins aus der unbewußten Seelenregion. Ich.; muß es^mirfNun allerdings versagen, heute, noch zwei iwesentlichei Fragen zu. verfolgen, die, wie sich die Menschenseele zu cher-FHier-, ja zu der Pffanzenseele. verhalt, derenVorhandensein, noth? wendig auS unsrer Anschauung folgt, und; zweitens, die Frage, wie wir nun die Fortdauer , des Geistes, nachdem er bei so hoher Entwickelung des Bewußtseins. und bei dtzch noch so tiefer Abhängigkeit vom Unbewußten aus dem Körper geschieden, zu fassen hätten. Aber Eines muß ich zum Schlüsse noch hervorheben: die Seele ist in der stofflichen Urzelle vorhanden, die dadurch eben, unterschieden von allem andern Stoff,- belebt ist; sie ist also etwas.Gegebenes; die Seele wirkt da und bildet den . ganzen Organismus,, aber ihrer noch unbewußt, nach Naturgesetzen. deS Organischen d.h., nach Gedanken, .die sie selbst nicht kennt, derer sie sich nicht bewußt , ist, die also hineingelegr sind, also wiederum gegeben sind; das Bewußtsein selbst ist nach gewissen Gesetzen thätig, die eS sich erst mühsam bewußt machen muß, also wiederum gegeben sind. In der einfachen Folgerung haben wir also auch hier wiederum Gegebenes, was in. sich selbst seinen Ursprung nicht haben kann, .also Gottgegebenes. Als Gottgegebenes kommt die unbewußte Seele in die -Urzelle, nach göttlichen Gedanken waltet sie und erhebt sich bis zur Entfaltung deS Bewußtseins, das nicht minder nach göttlichen Gedanken operirt, und nach einem göttlichen Gedanken scheidet sie aus ihrem Körper, ausdiesem Leben. Die menschliche Seele setzt also in ihrem ganzen Sein Gott voraus, und daS Vorhandensein eines einzigen Gedankens setzt nothwendig und zweifellos Gott. ES kann nicht anders sein. Die mathematischen Wissenschaften nntex den Juden. Eine historische Skizze von Daniel Ehemann, Rabbiner in Hohenems. Griechenland verdankte bekanntlich einen großen. Thxil seiner Kenntnisse den Egyptern. Pach dem. Lande der

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