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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-02-02 · Heft 6 (2.2.1852) · p. Seite 70

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 6 (2.2.1852)
Date
1852-02-02
Page
Seite 70 (sequence 10)
Language
German
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70 und eine in dem Asmonean gelcfen, die Alle ausgezeichnet waren.. Sowol die Themata als die Texte waren glücklich gewählt und das Ganze gut ausgeführt. Ein Band Predigten, betitelt: A Seleclion of Sermons preched in the West London Synagogue of British Jews by Rev. D. W. Marks, 1851, .jfnb mir noch nicht zu Gesichte gekommen. Später vielleicht etwas Näheres darüber. Sie haben eine sehr günstige Beurtheilung gefunden in mehreren fortlaufenden Nummern des Asmonean. Hie und da predigt Herr Levi. Ich habe däS Vergnügen noch nicht gehabt denselben zu hören. Es ist mir der Entfernung wegen nicht möglich so oft ich es wünsche dorthin zu kommen. Eine dritte Persönlichkeit darf in meinem ersten Berichte von hier nicht fehlen, indem sie in der ersten Reihe und zwar ziemlich weit vorn, am jüdisch-literarischen Himmel steht. Wir meinen den frühem Redakteur derJewish Chronicle, den Uebersetzer und Mitarbeiter der oriorder ' Schätze *) (tnsTpfc* Herrn M. Breslau. Ein Mann von etwa 41—42 Jahren, in Hamburg geboren und seit 20 Jahren in London lebend. Ein Mann voll Feuer und Gelehrsamkeit, verbunden mit tüchtiger altrabbinischer Ausbildung. Seine kritische Feder ist gewöhnlich sehr scharf gespitzt und seine Argumente zermalmend. Obschon seine Thätigkeir auch eine produktive ist, wie schon durch die oben angeführten Arbeiten ersichtlich, so ist doch die vorherrschende Richtung seines Geistes eine kritische. Die orforder Schätze bilden einen reichen und werthvollen Beitrag zur hebräischen Poesie der' spanischen Periode. Die größten Heroen dieser Zeit, wie R. Jehuda Hallevi, Gabirol und Aben Esra rc. sind darinnen vertreten und neben denselben steht ein Gedicht in einem hebräischen Stile, mit großer Kunstfertigkeit von Herrn Breslau, das aus der Feder eines Wesely geflossen sein dürfte. Den zweiten Theil, der vor etwa 14 Tagen die Presse verlassen hat, habe ich noch nicht gesehen. So lange Herr B. die Jew. Chron. redigirte, hatte das Blatt eine bestimmte Tendenz, die Interessen des Judenthums verfechtend und dem Fortschritte huldigend. Seit sie in andere Hände gekommen ist, hat es keine bestimmte Richtung mehr. Gegenwärtig ist Herr B. ein Hauptmilarbeiter des in New-Vork erscheinenden Asmonean, welches Blatt hier *) The treasures of Oxford. viel gelesen wird. Die meisten leitenden Artikel darin sind von ihm. * Ein Muster von Eregrse in diesem eben berührten Blatte vom 24. November letzten Jahres will ich Ihnen hierher setzen, die Herr B. in einer seiner Vorlesungen über jüdische Geschichte in Süsser Hall dieses Jahr gehalten hat. Vorher will ich Ihnen aber sagen, wie fich'S mit diesen Vorlesungen verhält. Dieses Süsser Hall ist eine Lesegesellschaft, ein Museum oder Kasino und eine Leihbibliothek für Juden und Christen. Es wird wöchentlich einmal eine Vorlesung darin gehalten für das allgemeine Publikum und an anderen Tagen blos für die Mitglieder. Auch Konversationen und Konzerte werden hier gegeben. Hier hielt Herr Breslau vorigen Winter 5 und diesen Winter 3 Vorlesungen über jüdische Geschichte, die zusammen ein geschloffenes Ganzes ausmachen sollen und der Presse übergeben werden. Psalm 88, 17. 18. kwb .N2)b p©*» mir» Y8 ,*?na©b D^nb» aun -INN .©npn 1510 tn *»sbR dtq-i trnb« as-i Von jeher boten diese zwei Verse den Erklärer» Schwierigkeiten, besonders der 5te Hemistich, oder der 2te Hemistich des 2ten Verses. Nachdem Herr B. einige andere Bibelstellen in diesem Sinne ansührt, wie Deut. 33, 2., Richter 5, 4. 5., führt er eine Parabel aus dem Talmud an. Als der Herr sich auf Erden herablaffen wollte, um sein Gesetz seinem auserwählten Volke kund zu thun, stritten sich die Berge Palästina's um die Ehre und das Glück auf welchem der Herr in seiner Majestät, umgeben von Myriaden Wagen und Tausenden von Engeln erscheinen würde. Die hohen und höchsten Berge machten begreiflicherweise wie in der Menschenwelt, auch hier ihre Ansprüche geltend. Aber „der Herr wohnt in den Himmeln, an heiligem Orte, wohnt aber auch bei den Demüthigen und denen, die gedrückten Herzens sind." Der Herr wählte nicht der hohen Berge einen,'er erwählte sich keinen von denen, die über die anderen sich erheben, er wählte den bescheidenen Sinai. Diesen Sinai hat der Herr nun ausgezeichnet und auf ewige Zeiten zum Heiligthum gestempelt. Dies die Erklärung der zwei Verse. „Was hüpft ihr, ihr hohen Berge? Der Berg, den der Herr erwählt hat darauf zu ruhen, — der Herr wird auf ewiglich darauf ruhen." „Die Wagen des Herrn (Begleitung seiner Majestät)

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