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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-02-02 · Heft 6 (2.2.1852) · p. Seite 71

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 6 (2.2.1852)
Date
1852-02-02
Page
Seite 71 (sequence 11)
Language
German
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71 sind Myriaden, Tausende von Engeln, — der Herr ist unter ihnen, was der Sinaj im Heiligthume." *) Mit Recht darf von Herrn Breslau in der Zukunft, wenn sein Geist ruhiger und sein Charakter gesetzter worden, noch manch Tüchtiges erwartet werden. Von Herrn B. ist auch derjenige Theil, was von und über Juden geschrieben ist in dem Buche London aud its Vicinity, London 1851. In Birmingham, einer Gemeinde von etwa 60 bis 70 Mitgliedern, wurden am letzten N2ÄN wdr-i 700 L. St. gespendet Behufs der Erbauung einer neuen Synagoge. (Schluß folgt.) Mittheilungen aus dem Oriente. (Fortsetzung.) Wie die Beduinen über die Brücken setzen. Zur Regenzeit, wenn öfters die kleinen Wady'ö zu großen Bächen anschwellen, werden oft die Straßen überschwemmt und die Passage verhindert. Wollen aber die Reisenden nicht warten, so sind die Beduinen zur Hand, die das lebendige Schiff vorstellen. Sie entkleiden sich ganz, nehmen den Reisenden auf die Schulter, der sich fest an ihren Hals klammert, und waden bis an die Brust im. Wasser. Gelangen sie mit ihrer Last an'S jenseiiige Ufer, so kehren sie Zurück und holen auch das Gepäck. Bei größeren Flüssen, wie z. B. beim südlicher» Jordan, wo die Tiefe das Hindurchwaden verhindert, werden 8 bis 12 Wasserschläuche aufgeblasen und fest aneinander gebunden. Darauf werden einige Stangen und Bretter als Fußboden befestigt und das künstliche Schiff mit seiner Ladung versehen. Ein gefährliches Fahrzeug, das Vielen eine leichte Ueberfahrt in's Jenseits bereitet. Thiere werden inKluß gestoßen und schwim-men von selbst ihren Herren nach. Den Kameelen werden die Füße zusammengebunden, damit sie nicht durch diese lange Last ertrinken. Sie sind im nassen Element furchtsam und verzagt, fühlen sich aber doch leicht gehoben vom Strome. ' *) Diese Erklärung hat durchaus nichts Neues. (S. unsere Bibel M..S. 177.) Redakt. Anzeiger. ' In demselben werden Annoncen aller Art gegen l'/i Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile au.s Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlags Handlung. Ein geprüfter Religionslehrer und Kantor, der die nöthigen musikalischen Kenntniffe besitzt, mit Leitung eines Chors den Gottesdienst abzuhalten, findet in hiesiger Gemeinde vom 1. Juli 1852 ein Unterkommen, gegen ein Gehalt von 225,— 250 Thlr. Bewerber haben zuvörderst ihre Zeugnisse einzuschicken, um alsdann persönlich — ohne Kostenvcrgullgung -— sich zur Probeabhaltung vorzustellen. Die Vorsteher der fnbifcbeti Gemeinde zu Leobschütz m Öberschlesie». Ein Religionslrhrer, Vorbeter und Schächter findet sogleich oder zu Ostern d. I. ein Engagement bei der Unterzeichneten israelitischen Gemeinde. Das Einkommen pro Jahr beträgt bei freier Station, Kost (Mittag und Abend) und Feuerung, exklusive des Schächtereinkommens-, 100 Thlr. Hierauf Reflektirende wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den unterschriebenen Vorstand wenden. Hagenow im Großherzogthum Mecklenburg, den 12. Januar 1852. M. Biesenthal. I. Lichtenstein. Lehrergesuch. Eine Gemeinde im Rabbinatsbezirk des Herrn vr. Meier in Hannover sucht zu Purim oder Pesach d. I. einen Lehrer, welcher zugleich im Jüdischen wie auch im Deutschen unterrichtet und Schächter ist, gegen ein sehr gutes Honorar. - Wo? sagt auf portofreie Briefe die Expedition dieses Blattes. Zu Ostern suchen wir einen Elementarlehrer im Jüdischen und Deutschen, der.zugleich Vorbetcr und Schächter sein muß, unter guten Bedingungen. Zn wenden an den Vorsteher C. Meyer. Nienburg an der Saale. Zum 1. Mai d. I. soll in der hiesigen israelitischen Gemeinde ein unverheiratheter Sch echter, Vorsänger und Lehrer engagirt werden. Derselbe muß aber seine Studien auf einem Seminar gemacht und absolvirt haben. Das Gehalt Ist jährlich 250 Thlr. Pr. Krt., mit Aus-

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