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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-01-12 · Heft 3 (12.1.1852) · p. Seite 31

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 3 (12.1.1852)
Date
1852-01-12
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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31 Solche immer von Neuem und; ziehen als Solche in den Säften immerfort einher, wie millionenfach in jedem Blutstropfen; oder sie lagern sich als Zellen nebeneinander, ruhende, wie daS Edelste und Bedeutendste in unferm Organismus, das Nervenmark, Hirn, Rückenmark und Ganglien aus strikten, nur neben einander gelagerten ruhenden Zellen besteht; oder sie fließen mit anderen zusammen und verschmelzen zu Fasern, Haut- oder Röhrengebilden, aus welchen nun alle die vielen eigenthümlichen Systeme des Organismus sich entwickeln, bei denen aber allen die ursprüngliche Zelle sich Nachweisen und der Uebergang erklären läßt. Auf solchem einfachen Gesetz beruht das Werden und immer wieder Werden aller belebten Organismen unserS ErdkörperS, der Pflanzen, Thiere und deS Menschen. Auf demselben Gesetze beruht aber auch das Bestehen alles belebten Wesens. Nicht etwa wie eine Maschine, die einmal zusammengesetzt, nur in Bewegung erhalten zu werden braucht und nur der allmäligen Abnutzung entgegengeht: sondern indem unter jenem allgemeinM Gesetze der beständigen Veränderung immerfort ansgeschieden und immerfort neu gebildet wird, so daß daS Bestehen jedes Organs nichts anderes als eine immer fortgesetzte Selbstzerstörung und Selbstschöpfung ist. Die Ausscheidung von Stoffen geschieht nun abgesehen von dem steten Hautungsprozeß, durch fortwährende Verbrenn nung unserS Kohlenstoffs im Athmen. Ein gesnnder Mann verbrennt in einer Stunde in sich etwa 10 Grammen Kohlenstoff, so daß in 24 Stunden */2 Pfund Kohlensubstanz verbrannt und in Form von Kohlensäure ausgestoßen wird. Hieran reiht sich die Hautausdünstung, durch die in 24 Stunden 2—2^2 Pfund Wasser verdampft, dann die flüssigen und festen Ausscheidungen im Nahrungswege und durch die Nieren, so daß in 24 Stunden */* der gesammten Menge des Blutes einer theilweisen Zersetzung und Zerstörung anheimfällt. - Wie aber ein beständiges Ausscheiden, so findet auch eine beständige Assimilation statt, zuerst durch das Einsaugen, das beständig an der ganzen äußern Hautfläche stattfindet, (wie z. B. ein Mensch -durch ein längeres Bad qn Schwere gewinnt,) dann durch das .Einathmen, namentlich des Sauerstoffs der Atmosphäre., endlich durch Ausnahme v.on NahrungSstyff in flüssiger.und fester -Gestalt./ Nichts -ist merkwürdiger als den Apparat upd die Prozesse,zu betrachten/, durch welche -diese Aneignung von Nahrungsstoffen bis zur völligen Assimilationdermittelß der Zellenmonaden bewirkt wird, es würde uns dies aber zu.weit führen; könnte man doch über die Zähne, allein ein ganzes Buch schreiben. Nur Eines der hier waltenden, Gesetze lassen Sie mich erwähnen: die Pflanzen lebey allem durch die Aufnahme rein elementarischer Stoffe, so, daß sie schon mit Wasser befeuchtet in atmosphärischer Luft nicht blos keimen, sondern, auch Samen tragen können, während die Thiere, vielleicht mit Ausnahme der Infusorien, nur Stoffe ausnehmen können, die schon einmal lebendig gewesen, die organischer Natur sind. Durch Darreichung der chemischen Bestandtheile, Kohlenstoff, Wasser-, Sauer- und Stickstoff, bis zum Eisen, Kalk, Schwefel und Phosphor würde der-Tod erfolgen, so daß geradezu terrestrische Stoffe, wie besonders Salz, nur zu momentaner Anregung und als Medikament ausgenommen, werden. So schön nun auch die Verhältnisse dieses stetigen Zerstörens und Schaffens im belebten Organismus und so überaus zähe sein Bestand hierdurch sind,. so ist es doch einsichtlich, daß ein solch komplizirte.s G.ehaude entweder durch plötzlich eingetretene oder lang , vorbereitete feindliche Einwirkung, oder endlich durch die stiste, langsame, aber doch sehr mächtige Obmacht der Zeit überwunden und der Vernichtung geweiht werden muß. Längst ist aber nach schon .angeführten Gesetzen die Stesse des abtretenden Individuums .dann wieder ausgefüllt, und so ungeheuer die Zahl der aufhörenden Individuen ist, -wie unter den Menschen allein jeder Tag 80,000, jedes Jahr 30 Millionen verschlingt, so hat sich bis )etzt auf Pep Erde dennoch nur eine allmälige Vermehrung der Individuen kund gethan; und es ist in der geschichtlichen Zeit eine große Verminderung nur einiger weniger Thierarten durch den Menschen, der sie als ihm feindlich befeindete bekämpfte, oder als ihm nützlich zu schnell konsumirte, vorgekommen. . Allerdings gehört aber jede Gesammtheit von Organismen nn.r einer bestimmten Periode des ErdzustandeS an. Aus dem Schoße der Erde werden ungeheuere Neste von Pflanzen und Thieren an's Licht /geschafft, die höchst verschieden von den jetzigen, die Erde bevstlkernd.en sind. Höchst verschieden an Größe, gegen die die gegenwärtigen größten nur Zwerge sind, und an ,einfacher -Organisation, wie z. B. alle Pflanzen ,, Ui VqrwH nur; riesige.Farnkräuter sind; und choch. ilb.qreinstichzn^d -ist pjn ganzen Anlage -und Beschaffenheit, ffp„ paß .wir zefle^rühxreMMpsirng hoch nur als unterdenselbenGesetze^,wie dje j ewigen Wesen, aber nur unter .verschiedenen .BepingWgey und Beschaffenheiten des Erdkörpers .hervorgegangen. amsehen müssen. Je mehr die Wissenschaftmhrsge uS gy)Licht

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