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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-01-05 · Heft 2 (5.1.1852) · p. Seite 19

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 2 (5.1.1852)
Date
1852-01-05
Page
Seite 19 (sequence 7)
Language
German
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19 seines SprengelS regt sich ein frischer, religiöser Geist, überall erwacht d er Gemeinfinn und die Liebe zum Schönen und Guten und ermuntert zu großen Opfern für den -Bau : von schönen Synagogen, Religionsschulen und für zeitgemäße Einrichtungen derselben. Und mit wahrer, kindlicher Anhänglichkeit folgen die Bewohner unserS ThaleS dem Wege, den ihr Seelsorger ihnen vorzeichnet, und freuen sich, zur Erkenntmß des Guten gekommen zu sein. Seit 5 bis 6 Jahren find in hiesiger Gegend nicht weniger als 18 neue Synagogen gebaut worden; mit jedem Jahre reihen sich dieser Zahl neue an, und es ist wol selbstredend, daß beim Auszuge aus den alten, morschen Gebäuden der alte Staub von den Kleidern geschüttelt wird, und die überall eingeschlichenen Mißbräuche sich nach und nach verlieren. So ist man z. B. in Bernkastel mit dem Baue eines neuen, schönen Gotteshauses begriffen und hat die kleine Gemeinde mit dem größten Eifer viele Opfer gebracht, um einen schönen Gottesdienst mit Chor rc^ r<einzuführen. 'Auch für die Religionsschulen sorgt Herr Cahneifrig und bleibt in dieser Beziehung auch noch viel zu thun übrig, so chegen wir doch, für deren Zukunft die schönste Hoffnung. Beim obigen Berichte über die Zustände des hiesigen SprengelS glaubte ich der Verdienste des Herrn Cahn um fo eher erwähnen zu müssen, als man dem Wirken desselben von verschiedenen Seiten hinderlich in den Weg zu treten bemüht ist. Herr Cahn hat das Verdienst, den Aufschwung der hiesigen Verhältnisse angeregt und das Feuer der Begeisterung für die gute Sache angefacht und unterhalten zu haben. Der Funke ruht Jahrhunderte im Steine, wenn er nicht geweckt wird; et ruht im Steine, ohne daß dieser leuchtet oder erwärmt. Sobald aber der Stahl ihn mit kräftigem Schlage' an's Licht ruft, kann er zur Flamme werden, die'Licht und Warme verbreitet. ■ 'ö;' .■ Zeta. Kol», im Dezember. : Die K. Z. enthält folgenden Artikel, den wir zur Unterstützung der Sache hier mittheilen., ■ :r „Wie wir vernommen, so hat der. seit 1825 in Münster so segensreich wirkende ,>Verein für. W estfalen :und Rheinpro v'inz zur - Aus b ildung von Elementazlehrern 2c."^vorKurzem an.die israelitischen Gemeinden und - - an seine Geschäftsfüh-" rer, in Westfahlen direkt, im Rheinlande durch die Herren Konsistorial-Oberrabbiner, eine Aufforderung erlassen zum Zweck eines wo möglich auf zehn Jahre zu strirenden Beitrages aus den resp. israelitischen Gemeindekaffen. Der Verein rc. hofft, wenn allerseits dieser Zweck erreicht wird, ein festes Budget aufstellen und seine Wirksamkeit dadurch sichern und steigern zu können. Wenn nun die Israeliten beider Provinzen, bedenken, wie sehr der gu. Verein zur Hebung der Bildung ihrer Glaubensgenossen beigetragen und noch ferner in derselben Weise wirken könnte; wenn sie erwägen, wie ein solches Institut, als Pflanzstätte der künftigen Lehrer ihrer Kinder, ein bleibendes Bedürfniß ist: so hoffen wir, daß nicht engherzige Rücksichten dieselben ahhalten werden, dem Wunsche der verehrlichen Direktion und der in Münster im Monat Oktober d. I. versammelt gewesenen Kommisstonsmitglieder entgegenzukommen. Einer uns zugekommenen Mittheilung zufolge sind bereits mehrere Zusagen von verschiedenen westfälischen Gemeinden eingelaufen, so daß die etwa ablehnend stimmenden israelitischen Gemeinden hoffentlich nur vereinzelt stehen werden. Auch für die israelitischen Gemeinden des Rheinlandes gilt eS, zu zeigen, daß sie die Bedeutung jenes Institutes erkennen und die Erhaltung desselben ihnen am Hexzen liege. Nicht minder erwarten wir, daß ebenso die christlichen Bewohner dieser beiden Provinzen, wie früher, ihre freiwilligen Gaben dem Vereine zufließen lassen werden. Dieselben haben durch ihre bisherigen Unterstützungen einen schonen Beweis geliefert, baß.sie gern dazu beitragen, die Bildung zu fördern, in welchen Kreisen sie auch zunächst erzielt werden möge. Denn däS ist das . schöne Ergebniß der wahren Bildung, daß sie sich nicht abzuschließen strebt und zu ihren köstlichen Früchten Alle ladet, Alle, denen die hohe Bestimmung ward, Mensch zu sein. - D. S." Aus Westfalen, im November. Wrivatmitth.) Am 14. und 15. November feierte die israelitische Gemeinde zu Unna die Einweihung ihrer neu erbauten Synagoge. Die Gemeinde befaß bisher nur einen schlecht eingerichteten Betsaat. Der gute Wille der Gemeinde hqt durch eigene Anstrengung und Unterstützung der israelitischen und christlichen Nachbarschaft den jetzigen Neubau ermöglicht. Ditz jetzige Synagoge war die frühere Mche der kä-

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