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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-11-24 · Heft 48 (24.11.1851) · p. Seite 570

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 48 (24.11.1851)
Date
1851-11-24
Page
Seite 570 (sequence 6)
Language
German
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570 fangreiche, dauernde Unterstützung den Fortbestand des Vereines zu sichern und dadurch dem verdienten Stifter einen recht heitern Lebensabend zu bereiten, — und dafür mögen die Gemeindevorstände in ihren Wirkungskreisen gütigst nach Kräften Sorge tragen." Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, im November. Vom 1. November 1850 bis 31. Oktober 1851 wurden in der israelitischen Kullusgemeinde Wiens 42 Paare getraut, um 6 nur mehr gegen das frühere Jahr. Geboren wurden in dieser Zeit 354 Kinder, um 46 mehr gegen das vorige Jahr, darunter 193 männliche, 153 weibliche und 8 uneheliche. Gestorben sind 308, um 14 mehr als im frühcrn Jahre, darunter 162 männliche und 146 weibliche. —. Das Statut der hiesigen israelitischen Gemeinde kommt, wie von Gemeindegliedern glaubwürdig versichert wird, demnächst zur Schlußberathung. —. Die „Preßb. Ztg." schreibt: Der Vorstand der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde begab sich gestern nach Wien, um einer althergebrachten Sitte gemäß des Glückes theilhaftig zu werden, Sr. Maj. dem Kaiser, so wie mehreren Mitgliedern des kaiserl. HofeS am heutigen Tage das Martinibcschcnk überreichen zu können. Es besteht dies in mehreren fetten Gänsen, die mit Bändern und Blumen geschmückt Sr. Majestät auf einer eigens hierzu bestimmten silbernen Schüssel präsentirt werden, und diesmal zu den schönsten gehören, die in Ungarn jemals gezüchtet wurden. —. Das Komite der israelitischen Gemeinde Kazimierz zu Krakau hat von der Gubernialkommission aus jenem Geschenke, welches Se. Maj. der Kaiser an die Armen von Krakau vertheilen ließ, eine Quote von 300 fl. K. M. zur Vertheilung an arme und nothleidende Israeliten erhalten. Lemberg, 9. November. Mit Vergnügen berichten wir, daß die Auszeichnung des Herrn Dr. I akob Rappaport se»., durch das goldene Verdienstkreuz mit der Krone, in allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung Anerkennung gefunden habe. vr. Rappaport sei,, nämlich, der seit dem Jahre 1804, also durch 47 Jahre in dem Dienste der Menschheit mit unermüdetem Eifer wirkt, genießt sowol in ganz Galizien, als Rußland und in den Donaufürstcnthümern einen gleich ausgezeichneten Ruf als Arzt und Mensch. Jeden, der ihn nur kennt, freute es, daß das wohl« thätige und rühmliche Wirken des greisen Veteranen die würdige Anerkennung von Seite des Staates gefunden habe. Abhandlungen verschiedenen Inhalts. Notizen aus dem vorigen Jahrhundert. (Gesammelt von L. Weyl in Witkowo.) I. Etwas inBetreff der Beerdigung jüdischer Leichen. (Schluß.) 4) In den Jahren 1785 und 1786 schon hatten sich, in Folge wiederholter Anregung von Seiten der Redaktionen einiger deutscher Blatter, als der „Berliner Monatschrift" *), des „Ehurhessischen Landböte n" ^), her „Deutschen Zeitung für die Jugend und ihre Freunde"* 2 3) rc. rc. in mehreren großen Städten, wie z. B. in Hamburg, Kassel, Braunschweig rc. Vereine gegründet, die es sich zur Aufgabe machten, womöglich durch ganz Deutschland der Unsitte der „frühen Beerdigung jüdischer Leichen" entgegenzuwirken. Diese Vereine scheinen jedoch nicht viel gewirkt zu haben. Wenigstens geht dies aus dem Aufrufe hervor, welchen die Herausgeber der D. Z. f. d. I. rc. unterm 27. April 1787 an alle edeldenkende Deutsche erließen, und in welchem sie, auf ähnliche *) In diese Zeitschrift hat — neben Eberhardt, Ram« ler, Nicolai, Möser u. s. w. — auch Moses Mendelssohn manchen trefflichen Aufsatz geliefert, wie z. B. „Ueb er Freiheit un d Noth wen digkeit," ein Brief M. M/s an Nicolai im Julihefte 1783. W. 2) Dieses Blatt (August 1785, Januar und April 1786) sprüht Gift und Galle gegen die „Unsitte der Hebräer, ihre Leichen noch warm unter die Erde zu bringen," und erzählt Geschichten, die den Leser schaudern machen. W. 3) Ein ziemlich bekanntes Blatt aus dem vorigen Jahrhundert, mit dem Molto: Homo sum, humani nihil a me alienum puto,“ W.

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