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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-10-06 · Heft 41 (6.10.1851) · p. Seite 488

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 41 (6.10.1851)
Date
1851-10-06
Page
Seite 488 (sequence 8)
Language
German
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488 meinte, für immer einen geregelten Gottesdienst einzuführen, sich verwirklichen! Oesterreichischer Kaiserstaat. Pesth, 26. September. (C. Bl. a. B.) Was ich Ihnen letztens von einer am 23. d. M. hier stattsindenden Synodialversammlung für israelitische Kultus- und Schulangelegenheiten mittheilte, hat seine volle Bestätigung. Zu derselben wurden von Seiten -es Herrn Statthalters v. Gehringer schriftlich als berathende Mitglieder geladen die Herren: Di-. Zipser, Rabbiner in Stuhlweißenburg; Dr. Löw, Rabbiner in Szegedin; der kais. Schulrath Löblin in Ofen und vr. Schwimmer. Das Präsidium wird der pesther Oberrabbiner L. Schwab führen. Man erwartet von dieser und den darauf folgenden Synoden, daß sie dem verwahrlosten, durch querköpfige Rabbiner herbeigeführten Unwesen steuern und das Unterrichtsfach einer dem Geiste der Neuzeit angemessenen Reform unterziehen werden. —. (81.) Wie wir erfahren ist bereits höhern Orts die Bewilligung hinabgelangt, die zum Schulfonde für die Israeliten des Kronlandes Ungarn bestimmten Beträge als Subskription auf das neue Staatsanlehen in Verwendung zu bringen. An die Vorstände der verschiedenen Kultusgemeinden erging ferner die Aufforderung, darauf zu achten, daß die angesetzlen Einzahlungstermine unfehlbar zugehalten werden. Lemberg, 22. September. (Ll.) Ueber die in meinen Berichten vielfach berührte Angelegenheit der hiesigen jüdischen Kaufleute, die außerhalb der Judenstadt ihre Verkaufsgewölbe eröffneten, verlauten die widersprechendsten Gerüchte. Doch können wir aus authentischer Quelle versichern, daß ein Ministerialerlaß sich entschieden darüber geäußert habe. Es heißt nämlich, daß die jüdischen Kaufleute ihre außerhalb dem Ghetto eröffneten Gewölbe schließe« muffen, und es in Bezug der diesfälligen Judenangelegenheiten bis zum Erscheinen und Publiziren der Gemeindeordnung beim Alten bleiben solle. — —. Die österreichischen Blätter fahren fort, die bedeutende Theilnahme der einzelnen Juden wie der Gemeinden an dem jetzigen Staatsanlehen hervorzuheben und aufzuzählen. Rußland. Aus Polen, 17. September. (Voss. Ztg.) Man sieht gegenwärtig in den russischen Regimentern weit mehr israelitische Soldaten, als dies in früheren Zeiten der Fall war. Die Ursache davon liegt darin, daß alle israelitischen Handelsleute, welche seit dem Jahre 1834 ihren Gewerbeschein gelöst haben, sammt ihren Kindern nicht mehr militärfrei sind, wonach sich die Anzahl der jüdischen Soldaten von Jahr zu Jahr vermehren muß. Diejenigen Israeliten aber, welche ihre Gewerbescheine vor dem Jahre 1834 gelöst haben, find für sich und ihre Kinder von der Militärpflicht befreit. Der Umstand, daß in Rußland und Polen der wohlhabende Handelsmann sich oder seine Kinder nicht mehr mit Geld von dem 25jährigen Militärdienst befreien kann, wird als eine große Bedrückung angesehen. Die aktive Dienstzeit im Regimente währt 20 Jahre und diese wird allerdings insofern nicht immer in das spätere Lebensalter hinausgeschoben, als oft 10jährige, ja selbst 8jährige talentvolle Knaben, zum Militärdienste ausgehoben und vorläufig in den Militärschulen unterrichtet werden. Großbritanieu. London, im September. Im Jew. Chron. giebt ein 1845 zum Christenthume übergegangener und als Missionär thätiger H. M. Frieding die öffentliche Erklärung seines Rücktritts zum Judenthume mit einem reumüthigen Bekenntniß ab. —. Die Jew. Chron. klagt, daß unter den reichen Juden Englands sich keiner finden will, der zu der von vr. Adler intendirten Gründung einer Rabbinerschule eine bedeutende Gabe darbieten will. Literarische Nachrichten. Aus der Altmark, im Juli. Das Leben der Propheten. In Kanzelvorträgen von vr. Salomo» Friedlander u. s. w. (Schluß aus No. 36.) Daß derVerf. mit seiner beweisenden Gotteslehre nicht auskommt, sehe» wir z. B. S. 198, wo es heißt: „Aber heurigen Tages roill man nur Vernunft und Ueberzeugung, ich billige das, wie nur Einer, indessen ist es

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