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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-08-04 · Heft 32 (4.8.1851) · p. Seite 380

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 32 (4.8.1851)
Date
1851-08-04
Page
Seite 380 (sequence 8)
Language
German
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380 an der Seite der Ta-ming-wan standen zwei Dreifüße, dicht hinter derselben die zwölf heiligen Bücher, genannt „Theen-king-shi-urh-tung", die zwölf Posaunen des göttlichen Kriegsrufes. An dem Giebel des davor, befindlichen Pae-low, Thorwegs, stand: d'Nbrrn ’i-ibs friiT’ '2 i»w '2'2 An beiden Seiten der heiligen Lade standen zwei hohe Dreifüße, auch befanden sich an diesen beiden Seiten folgende Inschriften: Vergoldete Kreise -n» p bim»' nns 'n irnbN 'rt 2-1 übwb nm2b» 2122 Di» Ym An der Vorderseite der Lade ein Tisch mit Namen und in chinesischer Schrift „Ehe-keau-tang" Halle der erhabensten Religion, und mit einem Dreifuß. Vor dem Tische lag ein Stein mit dieser Inschrift: '»NStia b2 b? ■'2 mir mm ni«J2 2>2ntt 1N282 '12 1N“112 svttv'D *>rw» 1LN *]bis nom Gerade als wir mit dem Kopiren dieser Buchstaben fertig waren, kam ein Gelehrter NamenS Keou mit rothem und wildem Gesichte, der mich sofort aus dem Tempel jagte. Ich fragte freundlich nach seinem Zunamen, um mit ihm zu sprechen; er aber ließ mich nicht zu Worte kommen, gebot mir den Tempel zu verlassen, und den Männern, die Thür zu verschütten und Niemandem den Eingang zu gewähren. (Aus dem ^8inon.) Literarische Nachrichten. Magdeburg, im Juli. Jüngst besuchte uns Herr Filippowski aus London, als Agent einer Gesellschaft, die in London zusammentreten soll, und sich Hehrevv antiquarian sociely, ü'Jto' '“iWE rV’ött nennen wird. Zweck derselben: bis jetzt ungedruckte hebräische Manuskripte zum Druck zu fördern. Die Gesellschaft soll nur solche Werke drucken lassen, von denen zwei Manuskripte vorhanden sind, und zwar 5v Bogen das Jahr, wofür die Theilnehmer, jedoch nur beim Empfang des Gedruckten 8 */z Thlr. zahlen. Daß der Zweck sehr löblich, daß er nur zu fördern ist, brauchen wir wol nicht mit Vielem darzulegen. Aber zwei Hauptschwierigkeiten hat das Unternehmen zu überwinden; zuerst: di« Wahl der Manuskripte, daß diese auch in der That interessante und wichtige sind, und zweitens: der ungeheure Preis, der aus dem englischen Druck für den Kontinentalkäufer entsteht. In der That liegt das erste Druckwerk vor uns : 112VN ->sv. Es ist mehr eine Kuriosität als wichtig, und kostet l2/* Thlr., was für 9 Bogen immerhin in Deutschland ein sehr hoher Preis ist. Die nächsten zu veröffentlichen Werke sind: 1) nvpin 's von Rabbi Jona den Ganach, eine der ersten hebräischen Grammatiken. 2) '2 von demselben. 3) pii2 p öron Sb üna^iari '0. 4) t]02 niANw, das ist das v'vnwn 'v von Aden Easpi. 5) n»2n ffl*vna von R> Jehuda von Toledo; u. s. w. u. s. w. Aus der Attmark, im Juli. Gebet- und Erbauungsbuch für Israeliten, angeknüpft an die einzelnen Mochenabschnitte der Bibel. Nebst einem Rituale für alle Fälle der öffentlichen und häuslichen Andacht. Von M. Präger, großherzoglich badischem Bezirksrabbiner in Bruchsal. Brilon und Leipzig, 1851. Druck und Verlag der M. Friedländer'schen Offizin in Brilon. Kommission von H. Hunger in Leipzig, gr. 8. 266 S. Die Absicht des Verf. bei Bearbeitung dieses Gebetbuches war: sowol für die öffentliche, als für die häusliche Andacht, den Inhalt der gewöhnlichen Sabbatvorlesungen aus der heil. Schrift, so wie die Bedeutung der Festlage und die daraus sich ergebenden Betrachtungen in gedrängter Form zusammcnzufaffen und dadurch ebenso wol zur Erweiterung der Bibelals der Religionskenntniß beizutragen. Im zweiten Theile sind Gebete für die häusliche Andacht, und namentlich für solche Verhältnisse gegeben, in welchen der Mensch am Meisten das Bedürfnis zum Beten fühlt. Zu diesem Theile hat auch der rühmlichst bekannte Rabbiner Millstätter in Karlsruhe einige Beiträge geliefert. So lange nach im deutschen Judenthume' und im Judenthume überhaupt keine allgemeinen Formen für den Kultus, hcrvorgegangen aus Synoden, welche durch die gewählten Vertreter der Gemeinden konstituirt worden, sich Geltung verschafft haben, kann jeder Beitrag, wenn er dem Inhalte des Judenthums entspricht und

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