Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 28 (7.7.1851)
- Date
- 1851-07-07
- Page
- Seite 334 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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334 unterscheidende nationale Physiognomie verloren, daß man es zur schwarzhaarigen (chinesischen) Nace rechnen kann, das Datum ihrer Ankunft fällt nicht später, aller Wahrscheinlichkeit nach, als 220, denn eine der Tabletten bestimmt ihre Niederlassung zur Zeit der Han-Dynastie, welche 205 v. Chr. anfängt und 220 n. Chr. endigt. Eine andere Bemerkung setzt ihre Ankunft später an, so daß vielleicht die eine sich auf ihre Ankunft in China, die andere auf ihre Niederlassung in diesem Theile des Reichs bezieht. Vielleicht wird die Sache spater klarer, da man versuchen wird, einige Personen von dem Volke von Shanghai einzubringen, um ihre Geschichte genauer zu eruiren. Noch ein anderer jüdischer Tempel (Leepai-sy) zu Hangahau in der Provinz Chekiang, acht Tagereisen von Shanghai. Korrespondenz. Goch, im Mai 1851. Bericht über die in Krefeld stattgehabte Versammlung israelitischer Lehrer aus der Rheinprovinz und Westphalen. (Fortsetzung.) Erste Sitzung, Mittwoch, 30. April, Vormittags 10 Uhr. (Schluß.) Gegenstand der Berathung: Die Stellung der Lehrer. Der Präsident legt in einem längern Bortrage dar, wie höchst wichtig und nothwendig es sek, für die Verbesserung der Stellung der Lehrer energische Schritte zu thun und fordert die Versammlung auf, ihm in dieser Beziehung einen kräftigen Rath zu ertheilen. Blumenfeld: Von Seiten derRegiecung sei Nichts zu erwarten; im verflossenen Jahre habe man uns auf das Unterrichtsgesetz vertröstet, das noch heute nicht erschienen; hier heiße es: Akle-toi et Dieu t’aiilera. — Er bitte, Präsident möchte sich an die Gemeinden wenden; nur die können die Stellung der Lehrer verbessern. Mögen die größeren Gemeinden, z. B. Krefeld, mit gutem Beispiele vorangehen und ihre Lehrer definitiv anftellen, dann werden es auch die übrigen thun. Präsident fragt, auf welche Weise die Gemeinden hiezu veranlaßt werden sollen? Die Erfahrung habe ihn gelehrt, daß derartige Vorschläge erfolglos blieben. Ohne Regierungsgesetz hilft's nicht, selbst mit dem Regierungsgesetze würde es schwer halten. Blumenfeld bezweifelt, daß die Regierung ein Separatgesetz geben werde; er schlägt daher vor, eine Versammlung der Gemeindevorsteher zu veranlassen, und mit ihnen diesen Gegenstand zu berathen. Engersch: Wenn sich auch wirklich einzelne Vorsteher finden, die auf die definitive Anstellung des Lehrers eingehen, so glaube er nicht, daß sie es würden aussühren können, da ihnen hiezu die Machtvollkommenheit fehle. Goldstein ist für eine Petition an das Ministerium, obgleich er sich wenig davon verspreche, noch weniger aber von den Gemeinden; diese halten den Lehrer so lange er sich den Launen fügt, dann entlassen sie ihn. Cohn (Frechen) schlägt vor, in allen Provinzen Lehrerversammlungen zu veranstalten und dann eine Gesammtpetition an das Ministerium zu richten, was eher Erfolg haben würde. Präs.: Das sei zu weitläufig und würde doch zu keinem Resultate führen. Nur von den Lehrern der Rheinprovinz und Westphalen geschehe etwas Gemeinsames; aus anderen Provinzen höre man Nichts; nicht einmal Lehrerkonferenzen haben sich irgendwo gebildet. Thun wir das Unsrige. Cramer kann sich weder mit einer Petition an das Ministerium, noch mit einer Versammlung der Gemeindevorsteher einverstanden erklären. Die Regierung beschäftigen jetzt ganz andere Dinge und die Gemeinden gefallen sich in der Willkür; die Lehrer werden in der Regel ohne triftige Ursache entlassen. Ec möchte daher, daß Letztere sich verpflichten, keine Stelle anzunehmen, von der der Vorgänger ohne genügenden Grund entfernt worden. Fisch dein bekennt sich zu den Ansichten des Vorredners und billigt dessen Antrag. Felsenthal will den Blumenfeld'schen Antrag realisirt haben, mit der Abänderung, daß man nicht gerade die Vorsteher, sondern eigends dazu gewählte Depu tir te zusammenberusen möge. Liffgens ist gegen den Cramerschen Vorschlag; den Antrag des Herrn Blumenfeld findet er sehr plausibel. Die Behandlungsweise des Lehrers habe ihren Grund in dem Mangel an Intelligenz, der in den Gemeinden vorherrscht. Eine Aenderung sei schwierig, aber es sei jedenfalls Pflicht, das Seinige zu thun,