Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 20 (12.5.1851)
- Date
- 1851-05-12
- Page
- Seite 237 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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837 Die Schedi'm können außer der menschlichen auch andere, und zwar di« mannigfaltigste» Gestalten arrichmen. (Joma 75».) Die Satyrim (SeÄm) der Abeite werden als schwarze Wesen angegeben. (Kidd. 72 a) §. 19. Ihr Thun, und Lasten, >r»b ihre gesellschaftlichen Einrichtungen, find denen der Menschen gleich. Sie leben in verschiedenen Haufen (n'aöar und v-o^nv«) unter einem männlichen oder weiblichen Oberhiuupte. Asmodi ist König der Schedim, undwohnt täglich der gelehrtm Versammlung im Himmel bm. (Gilt. 68 a Pessach 110 a.) Lilkt, die langhaarige (Erud. 100) und geflügelte (Nidd. 54. s. Aruch) ist eine Schedimführerin. Jojrath (oder Agrat) Bat Machlat hat ei» Gefolge von 180,000 Engeln des Verderbens. (Piff. 110 b.) Aja (oder Ufa) und Asael waren zwei Engel der Zecstöiring, welche in den Zeiten Naama's, der Schwester deS Tubalkain, auf die Erde Herabstiegen. Vom ihnen heißt es (1 B. M. 6, 2.): Da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Erde u. s. w. (Joma 67 b.) — Schediinhaufen, welche sich an Kappersträuchen ('m b) aufhalteir, heißen Geister 0»irn). Diese haben kein« Augen. Die bei Sperberbäumen (''»"«) sich aufhaltm, heißen Schedim; die in Garten ('Id«) (nach Aruch auf den Dächern) sich aufhaltenden, heißen Rischpi (Pessach 111d.) — Eine Schegeistige Gestalt. Oft schien es wie der Schutzgeist jenes Menschen zu sein, oft aber wie rin Abbild, ein Wiederschein seines geistigen Körpeis. Seherin von Pr. Th. 1. S. 118. Th. 2. S. 46.]) Als Urbild denkt man sich ihn in der Gestalt dem Nachbilds gleich, nur reiner, herrlicher und unvergänglich. Daher sind auch die Ferner Gegenstände der Verehrung." (Heeren, Ideen rc. I.Bd. S. 176.) Unter Badua ist rm Talmud immer ein Spiegelbild, wie es sich im Wasserspiegel oder sonst auf einer, die Lichtstrahlen reflektirend«« Fläche darpellt. (Nedar 9 b. Kiddusch 80 b. M. rabb. §. 4.) Raschi erklärt es oft mit Bild, nQooionov, ksiLNv, oft mit Schatten, aber Schatten eines Schattens, n«i:m hat keinen Sinn. — Dieses Spiegelbild hatte als Idee des geistigen Menschen einen Kultus. Die Leute des Gideon (Nicht. Kap. 7.) beteten ihre Babua an (Jelamdenu Parasch. ma -"in«). „Nicht nur daß sie (die Israeliten), spricht Gott, wirklich existirende Dinge, als Sonne, Mond und Sterne anbeten^ so beten sie auch noch (eingebildete Dinge, nämlich) ihr Spiegelbild (Babua) an." (Aus Siphre. More Nebwch. UI- 46.) Man könnte glauben, heißt es im Trakl. Cholin 4 b, er schlachtete zu Ehren seines Spiegelbildes (Babua). Siehe noch Abod. sar. 47 s. Als Phantafiebild eines Schtd. Joma 84 g. Brecher. dl« unterrichtete ihren Sohn über tf( Schädlichkeit gewisser Pflanzenschatke». (Das.) Jene sieben Lehren, welche am Sabbatmorgen vor Rabbi Chasia in Sora und am ssLben Abend vor Rabba in Pumbediti vorgetragen worden, konnten nur entweder vom unsterblichen Propheten Elia, oder von Joseph dem Sched vorgetragen worden sein. (Beide feiern de» Sabbat nicht und dürften die Strecke zwischen de» genannten Städten am Sabbat zurstckgelegt haben.) (Erub. 43 s.) Dieser Joseph der Sched belehrte den Rabbi Joseph über eine Funktion des SchedimkönigS Asmodi (Pessach 110b), ebenso den Rabbi Pappa (das.), und Jonathan der Shedden. Rabbi Chauina. (Jebam. 122 s.) Die Schedimrötten der Jgrat b»t Machlat kamen zu Zeiten in die Weinberge, um da ihr« versprungenen Rosse zu suchen. *). — Rabbi Papa hatte einen jungen Sched (nt« zu seiner Bedienung. (Cholin 105 b.) (Schluß folgt.) Belletristisches. Pie Uachbarerr. i. Am Ufer eines Flusses, der, freilich unbekümmert um Alles was an seinen Ufern pch ereignet, seine Wellen unaufhaltsam dem Meere zurollt, gehet ein Mann einher, der die Hände verzweiflungsvoll ringt, bald dahinciEt, bald zögert in seinem Schritt, so wie seine GemüthSpimmung es ihm eingiebt. Seine Auge», thränenieer, Pieren von Zeit zu Zeit auf das Wasser hin, wie um dessen Tiefe zu ermessen, bald wenden sie sich ab, und blicken in's Leere hinaus; siche, jetzt steigt er das Ufer hinab — aber nein! er zieht den Fuß vom Wellengrabe z»cück, und eilt weiter.... Am andern Ufer wandelt ei« anderer Mann; wie leicht hebt sich sei» Schritt und wie gewichtig senkt er ihn, wie hoch trägt er die Brust, wie hoch das Haupt; Lächeln spielt um seine Lippen; *) Pessach 113a. Hier sind noch zu erwähnen die Dämone als personisizirte Krankheiten: Ben Nephalim rr>!K)3 p (Jnkubus, Asthma), Schibta renn'«, Chamat und Andere. Hocmin (ywin Ahriman?), Sohn der Lilit, wurde, nach Raschi, von einem Menschen mit einer Dämonin gezeugt, daher koniri« ihn der König tidten lassen (Bad. Batr. 73a). Ben Timoleon p ■jr^an (Meila 14). Brecher. 30*