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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-05-05 · Heft 19 (5.5.1851) · p. Seite 227

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 19 (5.5.1851)
Date
1851-05-05
Page
Seite 227 (sequence 11)
Language
German
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227 bylonischerr Periode, nairientlich in Secharia mb Zjob vorkommt), und also dem Scheiran oder Ahüman des Zerduscht entsprechend, oder mit diesem identisch war, dennoch nicht ausgeprägt als das böse Prinzip; denn in der Bibel stellt er sich mit den anderen Söhnen Gottes (den Engeln), vor Gottes Thron*); und erst: in dem nachexilischen Buche der «Chronik (1 Chron. 21, 1.) findet sich eine Andeutung der spater ausgebildeten Idee eines Feindes, Verführers und Anklägers der Menschheit. (Vgl. Apokal. 12, 10.) „Satan," heißt es im Talmud, „ist Verführer und Todesengel zugleich" (Be>b. Batr. 16). Spater bekam Satan noch die Benemmng: Samael. Als Verführer (-"IN *nr) war Satan bei der Bereitung des goldenen Kalbes in der Wüste sehr thätig. Als Moses in den Himmel aufstieg, sagte er zu den Israeliten, mach Verlauf von vierzig Tagen k-mme ich wieder. Nachdem die vierzig Tage um waren, kam Satan, welcher einen Aufruhr in der Natur erregte, und sagte zu ihnen, wo ist euer Lehrer Moses? Sße antworteten: er ist in den Himmel gestiegen. Er: die Zeit ist um, und Moses wird nicht mehr zurückkehren. Sie achteten nicht auf seine Worte. — „Er ist todl." — Sie achteten nicht darauf. Da zeigte er ihnen seine Bahre. (M. r. 89 — Satan zeigte sich in der Mhe der Bat-Scheba als Vogel. David schoß nach ihm, wodurch Bat-Scheba sich umwandte, so daß David il> c Angesicht sehen konnte. (Sanh. 106 a.) — Satan klagte die Israeliten an, als sie aus Egypten zogen; Gott überließ ihm Jjob. (M. r. 139 Sohar zu 82 und TnaK.) — Samael bestrebte sich Abraham und Isaak zu überreden, in Beziehung auf die Opferung Isaaks, Gott nicht zu gehorchen. <M. r. 623 und M. Kohel. 1064), — Der böse Samael suchte die Zeichen der Tamar zu entfernen. (S. oben.^ — War neidisch als die Israeliten die Tora empfangen sollten. Rabbi Jose ben Lewi sagte: Als Moses vom Sinai *) Satan, bedeutet ursprünglich jedes Heinmniß und feindliches Entgegentretm. So auch im Arabischen und Aramaischen (hier mit D anstatt \ö). Satan als böses Prinzip ist eine spätere jüdische Idee, deren Ursprung im Parsismus zu suchen tjl. Dieser Umstand allein ist kräftig genug für den Bewcns, daß die Abfassung des Buches Jjob in das Zeitalter des babylonischen Exiks oder die Rückkehr aus demselben, zu setzen sei. Brecher. (Diese Ansicht ist reich unserer Ansicht nicht ganz die richtige, s. unser Bibelwerk Hl. S. 283 und 481. R e d a k t. herabstieg, kam Satan vor Gott und sagte: Herr der Welt! wo ist die Tora? „Ich habe sie auf die Erde gegeben." Er ging zur Erde und sprach: Erde! wo ist die Tora? „Gd lt kennet ihren Weg." (Jjob Kap. 2&.J Er forderte sie Meere; dieses sagte: „Sie ist nicht bei mir." Da ^ing er zum Tehom. Dieser sagte: „die ist nicht in mir." Verwesung und Tod sagten: „Wir vernahmen mit «nseren Ohren ihre Klimde." Er kehrie zu Gott zurück mnd sprach: Herr der Welt! ich durchforschte die ganze Erde und fand sie »lcht. Gott a>Ntwörtete: Gehe hin zum Sohne Armcams u. s. v>. (Sabb. 89 a). Als Todesemgel wird er, wie der griechische Arglis, voller Augen düvgestellt; und man hatte vom Tode eiae abschreckende und schauerliche Vorstellung, welche bis auf unsere Zeit Geineingut unserer Masse blieb. — „Man sagt vom Todesengel, er sei voller Argen. (Die Deutung dieser Myche ist leicht.) Wenn der Mensch stechen soll, stellt er sich zu dessen Häupten und hält ein gezacktes Schwert in der Hand, an dessen Spitze ein Trossen Galle hangt. Sobald der Sterbende seiner ansichtig wird, erschrickt er; sei»e Glieder beben, sein Mund öffnet sich, da wirst der L«desengel ihm den GalLentropfen in den Mund, davon stirbt der Mensch, davon wird er stinkent, davon wird sein Antlitz gelb. (Abot [ac. 20b.) Nach eitiec andern Borstellung schlachtet dec Todesengel den Menschen ab. Samuels Vater sagte: Der Todesengel sprach zu mir: hielt ich nicht auf die Ehre des Menschen, so würde ich die Halswunde «mseinanderklaffen lassen, wie beim geschlachteten Vieh. (Das.) — Ueder Israel hatte der Todesengel keine Macht gehabt, w?nn sie sich der Sünde mit dem goldenen Kalbe nicht schuldig gemacht halten (M. r. 150 2); deunungeachtet wurde ihan bereits bei Annahme des Gesetzes auf Sinai die Macht über Israel genommen. (Das. 156 2, 16Z4, 1852, 267 4. M. Ehasita 37 3.) — Uuch die göttlichen Männer, wenn sie auch dem unausweichlichen Tode linit sehr wenigen Ausnahmen) am Ende ihrer irdischen Laufbahn sich unterwerfen mußten, hatten eine besondere Suprematie über den Todesengel, der ec sich auch mit Scheu unterwarf. — Der Todesengel beschützte Abraham lrach der „Opferung^ (NN'PS) mit seinem Schilde, damit er nicht wie Sacir sterbe. (M. r. 64*.) — Moses warf ihn zu seinen Füßen nieder. (Das. 3 013.) — Als der Lodesengel das ganze israelitische V»lk wegen Korarchs Empörung töorcn wollte, entsendete Moscs den Ahir ron gegen ihn, u»d die Macht Satans erlahmte. (Oas.

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