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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-04-21 · Heft 17 (21.4.1851) · p. Seite 203

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 17 (21.4.1851)
Date
1851-04-21
Page
Seite 203 (sequence 11)
Language
German
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119 E' 2 und M. Chasit. 35*). — ©oft“ sprach zu den. Engeln, die Egypter verdienen mit Finske-rniß bestraft zn werden. Alsbald stimmten alle Engel bei (Midr. rab. 192^). — Als Saut seiine acht Söhne in die Schlacht führte, rief Gott die dkeristthuenden Eriz.el und sprach zn ihnen: Sehet diesen M»nn, mein Geschöpf auf Erden, er weiß, daß sie allzumal umkommen, bo-ch freudig gehef er dem strengen Gerichte entgegen, weiches ihn ereile (das. 195 4). — Als Abrcuham seinen Sohn opfern wellte, leisteten die dienstthuendin Engel große Fürsprache für Isaak, da ließen sie drei Thranen auf das Opfermesser fallen und machten es st«mpf (das. 62 4J.— Als Pharao den Moses wollte tobten lassen, sprachen die Engel vor Gott (wenn im Talmud und Midrasch ein Wesen zu Gott redend vorgeführt nv-ird, so heißt es niemals: Er sprach zu Gott, sondern immer: Er sprach vor Gott sN2pN ttsh]): O Golf,. der Sohn deines Hauses ist festgenommen. Und Goott antwortete: wolan, ich will ihn retten. Ebenso geschah es auch bei Abraham und Daniel (Midr. rab. 299 4). — Die dienenden Engel erachteten es für Recht, daß Israel gleich nach dem Auszugs aus Egypten die To ra empfangen (Midr. rab. 290 *), — Die dienstthuenden Engel sprachen vor Gott: Wa- 'rum, o Herr! sprachst du das Todesurteil über Adam? Gott: Ich gab ihm einen geringfügigen Befehl, und er handelte dagegen. Die Engel: Moses und Aharon beobachteten die ganze Tora und werden gteichwol sterben müssen. — „Eine Bestimmung für Fromme und Ruchlose" (Kohel. 9, 2. Sab«. 55 ab). (§. 9.) Als Vertrete der höchsten Moral, und jede sündliche und fleischliche Begierde verabscheuend (Midr. rab. 53^), werden sie als dem Menschen mißtrauend, ihn anklagend und uw seine Größe uAd Auszeichnung fast beneidend, dargestellt. Aber Ln ihr«r Beschränktheit als erschaffene Geister, irard den tiefen Zweck der Gottheit nicht ergründend, werbt«, ste von Gott entweder eines Bessern belehrt, oder mit dem Machtsprriche: „So ist es von mir beschlossen", abgewiesen. Als Gott den ersten Menschen erschaffen wollte, meinte ein Theil der dienstthuenden Engel, daß es besser nicht geschehe (Echa rab. 56 2>, Gott verschwieg ihnen daher, daß der Mensch sündigem werde (Midr. cab. 10 3, 273 *). Die Engel klagten Abraham an, daß am Tage ber Entwöhnung Isaaks ein großes Gastmchl gab, und nicht einmal einen Stier oder einen Widder opferte (das. 61 — Sie klagten Jsmael! an, damit er verdurste (d< 61121 *). Sie haderten mit Jakob, warum er, dessen Bild am Throne der Herrlichkeit prangt, in Bet-Et schlafe (das. 734). Als Moses in den Himmel stieg, wollten sie ihn angreifr« (das. 144*). Ebenso wollten sie den Rabbi Akiba aus dem „Pardes" stoßen (Chag. 15*). — Als Gott zu Moses sprach: Schreibe dir diese Worte auf, sagten die dienstthuenden Engel: Herr der Welt! du giebst Moses die Vollmacht, Alles was er wolle niederzuschreiben, am Ende wird er sagen, ich habe euch die Tora gegeben. Gott antwortete: Fern sei so was, und wenn auch, so ist es immerhin ein Glaubwürdiger (Midr. rab. 161 *). — Sie hofften, daß die Tora werde ihnen gegeben werden (das. 201 3). — Weim Israel uneinig ist, sagen die dienstthuenden Engel vor Gott: Siehe, sie beschäftigen sich nicht mit der Tora, die du ihnen gegeben und liegen nur ihren Zankereien ob (M. Chasita 39 3). — Als Manasse Buße thun wollte, verschlossen die Engel die Himmelsöffnungen, damit sein Gebet nicht Ln den Himmel dringe Midr. rab. 62 *). (§. 10.) So erhaben und heilig die Engel gedacht wurden — überall wo ein Engel erscheint, da erscheint auch das Göttliche (Sch'china) mit ihm (Midr. rab. 151 *) — waren sie gleichwol als geschossene auch beschrankte Wesen. Nicht nur daß auch ihnen das Wesen Gottes unergründlich ist — „denn meine Herrlichkeit stehet kein Mensch, noch jene (Engel), die ewig leben" (2 Mos. 33, 20. Midr. rab. 263) — sind sie gewissermaßen blinde Werkzeuge Gottes. — Warum heißt Gott: Zebaot (rn822, Herr der Engelheere)? Weil er seinen Willen O^vas) an ihnen ausübt. Manchmal macht er, daß sie sitzen, manchmal daß sie stehen. Er läßt sie manchmal in Gestalt eines Mannes, manchmal in der eines Weibes, manchmal als Geister (mm*), Winde, vgl. nvtvf.ia), manchmal als Feuer erscheinen (Midr. rab. 141 3). — Fast menschlich heißt es von ihnen, weil sie das Geheimniß Gottes entdeckten (indem sie Lot offenbarten, sie werden Sodoin zerstören), wurden sie aus ihrem Standpunkte auf 138 Jahre verwiesen (Midr. rab. 56^ 11*f 87 *). (Fortsetzung folgt.) A n; e i g e t. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 V* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen aufgerrommen. Die Verlagshandlung. Cir" Im Juli dieses Jahres soll die vakante Kantorstelle bei der israelitischen Religionsgemeinde hier wie-

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