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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-04-21 · Heft 17 (21.4.1851) · p. Seite 204

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 17 (21.4.1851)
Date
1851-04-21
Page
Seite 204 (sequence 12)
Language
German
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204 der besetzt werden. Es wird nur auf Kandidaten Bedacht genommen, die neben hinreichenden musikalischen Kenntnissen, die Befähigung zur Heranbildung und Leitung eines tüchtigen Chors besitzen und außerdem genügende Zeugnisse über ihren sittlichen und religiösen Lebenswandel deibringen können. Solchen, die gleichzeitig befähigt sind, einige Lehrfächer an der Elementarschule auszufüllen, wird der Vorzug gegeben. Auf bis zum 15. Mai eingereichte portofreie Briefe ertheilt nähere Auskunft. Köln, 10. April 1851. Der Vorstand der israel. Religiorrsgemeinde. I. Kaufmann, H. Hellwitz, D. Heß. Vorsitzender. Zum ersten Mai c. wünsche ich einen Lehrer zu engagiren, der 10 Kinder in Religion, den Elementen, Französisch und Englisch unterrichte. Bei freier Station gebe ich 100—120 Thlr. Pr. Krt. Bewerber bitte ich ihre Fahigkeitsatteste unverweilt an den Landesrabbiner Herrn vr. Einhorn in Schwerin (Mecklenburg) einzusenden. Malchow, 4. April 1851. E. S. Jacobson. (ör* Ein junger Mann, welcher bereits sechs Jahr in einem bedeutenden Ledergeschäft konditionirt, und auf Verlangen die besten Zeugnisse aufweisen kann, sucht zu Johanni d. I. in solchem Geschäft eine Stelle. Geehrte Prinzipäle, welche hierauf reflektirm, wollen sich gefälligst an S. Rofenßevn per Adresse Herrn S. Sons nenfeld in Nordhausen wenden. Für eine Manufaktur- und Wollenwaarenhandlung en detail in Kuxhaven, im Hamburger Amte Ritzebüttel, wird ein Sohn rechtlicher Eltern als Lehrling gesucht. Reflektirende wollen sich gefälligst franko wenden an H. Freudenburg daselbst. B. Leippa. Ein Wort zu seiner Zeit. Die „Wiener Blätter" enthielten in No. 21 vom 18. November 1850 einen Angriff gegen den gefertigten Gemeindevorstand, der zugleich das Wirken und den Werth unsers verehrten Herrn Rabbiners Hamburger zu verdächtigen berechnet war. Wir fanden uns zu jener Zeit nicht veranlaßt, etwas darauf zu erwidern, weil wir vorerst überzeugt find, wie viel die Welt von solchen anonymen Angriffen in der Presse zu halten geneigt ist, da diese doch meistens nur urtheilsunfahige oder boshafte Verleumder zu Verfassern haben, und wir zudem nicht gesonnen sind uns in Persönlichkeiten und rabbulistische Katzenbalgereien einzulaffen. Nun aber sind wir in die Lage versetzt, der Oeffenttichkeit Thatsachen mitzutheilen, die am Besten geeignet sein dürsten, den Werthmesser jener Angriffe auf die Person des Herrn Rabbiners Hamburger abzugeben. Es erhielt nämlich unser hochverehrter Herr Rabbiner H. Hamburger vor einiger Zeit einen Ruf in's Ausland, um daselbst ein großes Rabbinat unter den angenehmsten Bedingungen zu übernehmen. Der gefertigte Gemeindevorstand erachtete es für seine Pflicht, die Gemeindeglieder zu einer Generalversammlung einzuberufen, um über die Mittel zu berathen, unfern Herrn Rabbiner in unserer Gemeinde zu erhalten; und das Resultat dieser Generalversammlung war, daß von 140 stimmfähigen Gemeindegliedern 115 erschienen (die nicht Erschienenen waren zumeist verreist), von denen 106 sage Einhundertund Sechs ihre Stimme dahin abgaben: „Der Gemeindevorstand „möge alle Mittel aufbieten, um den hochwürdigen Herrn „Rabbiner Hamburger zum Verbleiben in hiesiger Ge- „meinde zu bewegen, und zu diesem Ende den früher „auf 580 Ft. K. M. stipulirt gewesenen fixen Gehalt „auf 800 Fl. K. M. zu erhöhen." Noch ist es nicht entschieden, ob unserrHerr Rabbiner die bessere Stellung im Auslande unserer bewahrten Liebe und Verehrung für ihn opfern werde; aber so viel ist gewiß, daß sein Abtreten von hiesigem Rabbinate unserer Gemeinde ein beinahe unersetzlicher Verlust sein, und neun Zehntheile der Gemeinde in tiefste Trauer versetzen würde. Dies ist Thatsache, die wir dem obgenannten Aufsätze in den „Wiener Blättern" und allen etwa noch zu fabrizirenden Schmähartikeln ein für allemal entgegensetzen; denn wo so eine Thatsache spricht, wird am Ende doch die Verleumdung schweigen müssen! fiSTabNn NPD TI51Ü B. (et’waer israel. Knltusgemeindevorstand. Jakob H. Altschul, Kultusvorsteher^ Adalb. Hammerschlag, Gem.-Kontrolleur. Juda Stern, Gem.-Konrrolleur. Literarische Anzeige. In Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die Religion der Gesellschaft und die Entwickelung der Menschheit zu ihr, dargestcllt in zehn Vorlesungen von Dr. Ludwig Philippfon. gr. 8. brosch. Preis 24 Ngr. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld

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