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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-01-13 · Heft 3 (13.1.1851) · p. Seite 33

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 3 (13.1.1851)
Date
1851-01-13
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
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33 Kranze umgeben. Dieses Heilige trenM vom Allerheiligsten ein Vorhang aus jenen vier Soffen mit eingewobenem Cherubim, der vermittelst goldrier Haken an vier mit Gold überzogenen, auf silberne?» Füßen ruhenden Säulen hing. Das völlig 10 Elle» im Kubus fassende und unerleuchtete „Allerheiligste" enthielt Nichts als die Lade, die, 2!/2 Ellen lang, 1V2 Men breit, 1^/2 Ellen hoch, aus Akazienholz, in- und auswendig mit Gold überzogen und mit einem goldmir Kranze umgeben, überdeckt war von einer genau schließenden goldenen Platte, „Sühnplatte". In dieser Lade lagen die zwei steinernen Tafeln mit den Zehn-WorOir. Aus dieser Platte erhoben sich aber in getriebener Tr beit zwei Cherubim, je einer an einer Seite der Lader; sie hatten die Flügel über diese gearbeitet, das Angesicht zu einander und auf die Platte hinabgewendet. II. In diesem Heiligthume sollte bn Stamm Levi den h. Dienst verrichten, sich trennende in die die männlichen Mitglieder der Familie Anons, sobald sie keinen Leibesfehler hatten, an deren Spitze der Hohepriester 1N2N 4. Mos. 35, 25. 28.), und in die anderen Levijim, als Priesterdiener. Die? Priester, insonders der Hohepriester, waren daher als Theile des Heiligthums selbst angesehen, und mit besonderer Kleidung versehen. Am Hohenpriester war zuoberst das Ephod oder Bcustkleid zu sehen, das, ohne Aenmck, Brust und Rücken bedeckte, aber von Schulterstücke» und unten von seinem Gürtel fest um die Brust gehM^v wurde, aus Bpssus, den drei Wollen und Goldfadeiv gearbeitet. Auf den Schulterstücken lagen zwei Schohanilsfeine in goldner Fassung, in welche die Namen von je sechs Stämmen eingegraben waren. An diesen Steinen l)ing an goldenen Kettchen das Choschen, der Brustschmuck, das, aus völlig gleichem Zeuge wie das Ephod, ein Quadrat von einer Spanne, aber doppelt, also umgeschlage-» wie zu einer Tasche, in welche die unerklärbaren Urinn und Tummim gethan wurden, bildete. Die obere Seritt des Choschen war mit zwölf Edelsteinen in vier Reih,»! zu dreien beseht, in deren jeden der Name eines Stammes eingegraben war. Unter dem Ephod trug der Hohepriester das Oberkleid (Vwa) aus tiefblauer Woll te ebenfalls ohne Aermel, sichtbar von der Brust bis zu Uti Knieen, am Saume abwechselnd mit Granatäpfeln cius den drei Wollen, und goldenen Glöckchen besetzt. Summtet den gewürfelten SKocf (nsnd), der bis zu den Füßen herabhing, mit knapp anliegenden Aermeln. Darunter wieder ein nicht sichtbares Hüftkleid aus Byssus nn den Hüsten bis auf die Schenket. Endlich ein Gürtet aus Byssus und den drei Wollen. Auf dem Haupte trug der Hohepriester einen Kopfbund aus Byssus, an dessen Vorderseite ein Goldblech mit tiefblauer Schnur befestigt war, in das die Worte: „Heilig dem Ewigen" eingegraben waren. Die Priester waren mit gleichen Hüftkleidern, gewürfelten Röcken und Gürtel, aber ohne Oberkleid, Ephod und Choschen, bekleidet und trugen Mützen. Fußbekleidung fehlte sowol dem Hohenals den anderen Priestern. Die Levijim hatten keine eigne Amtskleidung. HI. Diese Träger des Kultus in dieser Kultusstätte hatten nun folgende Verrichtungen zu vollziehen: a) auf dem Raucheraltar zweimal täglich, Morgens und Abends, reines, aus vier der feinsten Spezereien bestehendes Raucherwerk zu verbrennen; b) zu gleicher ßeit die Lampen auf dem goldnen Leuchter zuzurichten; c) attsabbatlich die Schaubrode auf dem Tische mit neuen zu vertauschen; und 6) die Opfer zu verrichten. Die Opfer bestanden nun theils in animalischen (Thieren), theils in vegetabilischen (Pflanzen); zu jenen durften, den zahllosen Thiergattungen bis zum Menschen gegenüber, welche die heidnischen Völker opferten, nur vier der dem Menschen nächsten Thierarten gebraucht werden: Rindvieh, Schafe, Ziegen, Tauben, es mußte aber jedes Opferthier ohne Fehler sein. Au diesen wurden allein Mehl, Oel uno Wein gebraucht, wozu als Zugaben Salz und Weihrauch kamen. Es sollte auf diese Weise der Opserkuitus aus die möglichste Einfachheit zurückgeführt und im Opfermaterial der Besitzstand Israels, theils aus der Viehzucht, theils aus dem Ackerbau, repräsentict werden. Die Opferhandlung bei den Thieren war nun im Wesentlichen folgende: Nachdem das Thier zum Altar im Hose gebracht worden, legte der Opfernde die Hand auf den Kopf des Thieces und schlachtete es wobei der Priester das Blut in einem Becken aufsing; der Priester sprengte nun das Blut (Np^N), der Opferer zog das Fell ab zerlegte das Opfer Crtrpnrrr), der Priester brachte Feuer auf den Altar, legte das Holz zurecht, und ließ die Stücke des Thierestzin Feuer aufgehen, welche der Opfergattung nach dazu bestimmt waren; diese Stücke mußten abgewaschen und gesalzen sein. Bei den Tauben war das Verfahren viel einfacher. Die vegetabilischen Opfer waren theils selbstständig, theils mußte zu jedem Ganz- und Schlachtopfer ein s. g. Speisunb Trankopfer nach genau bestimmten Maßen gefügt werden, und bestände^ theils in Mehl mit Oel ungerührt, theils in verschiedenartigem Backwerk, Ofen- oder 3*

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