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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-08-05 · Heft 32 (5.8.1850) · p. Seite 449

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 32 (5.8.1850)
Date
1850-08-05
Page
Seite 449 (sequence 13)
Language
German
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449 fällt. Wo aber ein zum Schlußsätze gehörendes dem | Sillukworte vorangehendes einsilbiges Wörtcben, wie nitf j eine geschloffene Silbe bildet, so erhält es des melodischen! Tonsatzcs wegen — welcher selbst bei der methegirten Silbe ■ von wie ein Tiphcha lautet — in der Regel ein Tiphcha, wie z. B. auch riM (1 M. 1, 16.)*), weildieses in der Nahe des Silluk selbst nur als (bindender) Diener erscheint. Z. B. rndpb'i (2 M. 3, 5, 28.), welche Wörter sogar im Statu construeto stehen. Schließlich bemerke ich, daß in dem sprachlichen Theile der „Israelitischen Schule", welches Kompendium ich bald herauszugeben gedenke und worin die betreffenden Einleitungen *) demnächst in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden sollen, die Lescregeln um der synagogalen Bibelvorlesungen willen mit Benutzung unserer besten jüdischen Kritiker ausreichend und dennoch kurz und verständlich behandelt sind. Langenschwalbach im Herzogthum Nassau, EndeApril 1850. b) 2 Mos. 35, 27. nan örrizfri rjä« ngt D'jnbtoh und 5 M. 28, 59. tjajhT nfett nao. Hier stehen die hinter ntt folgenden Hauptwörter in einer engern Verbindung (Strtus eongtl-uctus) unter sich, als zu der Akkusativpactikel; wobei nach den Regeln über die betreffenden Akzentgmppen eüi kleiner (d. h. blos formell trennender) Accent. dislinctiv. für die Akkusativpartikel zulässig ist, was bei den benachbarten Satztheilen nicht der Fall ist. e) Ebenso verhält es sich mit •'VnBirbs nVi (5 M. 34, 2.), wo die Nummeralpartikel b3 im nominalen Statu construeto zu steht und dem Sakeph-Katon in der Regel ein bindendes Munach (wie bei nao ynK) l)der ein trennendes Paschta (wie in beiden Beispielen auf nao) vorangehen soll; da im entgegengesetzten Falle gewöhnlich ein Sakeph-Gadot steht. Dagegen kann zu dem Mercha und Tiphcha vor dem Athnach von kein passender Akzent mehr hinzutreten. (Schon diese Stelle hätte den Herrn Levi auf die Grundlosigkeit seiner Annahme führen sollen.) d) Ein gleiches Bewandtrüß hat es mit 4 M. 31, 8. rirri; da hier nach der Akzentlehre von vier Wörtern nur drei mit diesem Akzentzeichen belegt werden konnten. Man mußte also entweder “ja oder n» makcphiren und in “ja oder verkürzen. Nun steht aber — wie gesagt —- der Status construclus in einer engern Verbindung, als die Akkusativpartikel mit dem darauf folgenden Hauptworte (ungefähr wie die Zusammensetzung im Deutschen „Beorssohn"), weshalb nur auf die angeführte Weise und nicht hrii«5j ija ö^gbsrnKi akzentuirt werden konnte. *) Ausnahmen, wie 1 Mos. 1, 1. ritt ‘p'nafi n*n liegen im Parallelismus der Wörter dieses Satztheils^ 'begründet. Vgl. Gesenius' Lehrgebäude der hebräischen Sprache über das Makeph. vr. Hochstädter, Bezirksrabbiner und israet. Seminardirektor. Literarische Nachrichten. Magdeburg, 21. Juli. (Biblisch -talmudische Medizin, von R. I. Wunderbar. Fortsetzung) Noch weniger aber konnte sich die israelitische Medizin wahrend des stets sich erneuernden Druckes und der grausamen Tyrannei der egyptischen Pharonen, auf irgend eine Weise ausbitden; weit der Mensch in der Regel nicht eher an die Ausbildung seiner Geisteskräfte zu denken pstegt, als bis die Bedürfnisse seines Körpers befriedigt sind, und er nicht von Außen gegen Kummer und Elend anzukampfen hat. — Und doch verdankt die israelitische Medizin mittelbar gerade dieser finstern Epoche ihre erste wissenschaftliche Begründung. Moses nämlich, den die Vorsehung schon früh zum Retter des israelitischen Volkes bestimmt hatte, erschien demselben plötzlich, wie der seekundige Loorse dem strandenden Schiffe, und ward nicht nur dessen Erlöser aus der egyptischen Sklaverei, sondern auch der Lehrer und Erzieher desselben, wodurch er sowol dessen physisches wie moralisches Wohl begründete. Am Hose Pharo's als Adoptivsohn der königlichen Prinzessin erzogen, wurde er schon früh in den Künsten und Wissenschaften Egyptens unterrichtet, und soll nebst vielen anderen Wissenschaften, auch Chemie und Medizin von den egyptischen Priestern erlernt haben. (Vergl. Clem. Alex. lib. 1. p. 413.) Dem sei übrigens, wie es wolle, so geben jedenfalls uns viele Bibelstellen, wie die sogenannten Sanitätsgesetze, die Vorschriften für Blut- und Samenflüssigen, und vorzüglich die trefflichen Abhandlungen vom Aussatze u. dergl. m., so wie endlich *) Sie sollen uns willkommen sein. D. Redakt.

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