Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 28 (8.7.1850)
- Date
- 1850-07-08
- Page
- Seite 388 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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388 ßachfeier Joschija's das. 35, 15. und beim Wiederbau des Tempels Nech. 11, 17. Wir haben also eine Sängerfamilie neben den Korachiden und Aßaphiden, die sich aber von diesen darin unterschied, daß sie komponirte, aber nicht selbst dichtete, weshalb ihr Name nebst dem des Abfassers genannt wird. 39 ist nun dem Jedithun selbst übergeben, 62 und 7 7 dem Vorsteher dieses Chocs (daher b$, womit N22 immer konstruirt wird), was bei 62 wieder identisch ist. So schon Rdak. Rabe versteht es als Anfangswort eines berühmten Liedes, nach dem diese Ps. nun zu singen seien (dann .könnte es nicht ■pmTb heißen), Raschi als Instrument. 3) Zu tritt ferner 4. 54. 55. 67. 76. mit dem Zusatz m2"»72ti3tt by 6. (welches ohne m2*>222 noch 12) oder nsrjs by 61. Ebenso steht '272b am Ende des Ps. Chab. 3, 19. N2^22 und kommen selbstständig im Texte vor, und heißen da Saitenspiel und Gesänge von religiösem Charakter Ps. 77, 7. Jesch. 38, 20., Saitenspiel aller Art Klagel. 5, 14., ganz besonders aber Spottlieder Jjob 30, 9. Ps. 69, 13. Klagel. 3, 14. Von diesem allgemeinen Gebrauche zu dem als Zusatz zu ':72b mit 2 leitet aber das Wort 122 genauer hinüber; denn wenn dasselbe auch nicht die Bedeutung „die Saiten schlagen" hat, sondern *|2 wie sanskr. Kan — lat. can — singen, oder Töne Hervorbringen (fidibus canere) fyeifjt: so beschrankte es sich doch später auf das Saitenspiel, wie nicht nur das häufig dabeistehende *P2, sondern noch mehr der Unterschied erweist, der zwischen ü-i-iw Sänger und a'223 gemacht wird Ps. 68, 26. Jesch. 23, 16. Jech. 33, 32. Es heißt demnach in musikalischer Beziehung >12^22 die Saiteninstrumente; wofür die Verbindung mit 2 und by spricht. Daß beide Präp. bei den Instrumenten gebraucht werden ist namentlich durch 92, 4. erwiesen. Am Meisten möchten aber mr22 auf die Zither 1222 zu beziehen sein, weil p2 besonders mit dieser verbunden erscheint 1 Schem. 16., und mit -112:3 niemals by, sondern konstant 2 konstruirt wird. 7112^22 '272b heißt also: dem Sangmeister für die Saiteninstrumente, d. h. zu übergeben dem Vorsteher des Chors der Saiteninstrumente, so daß die also bezeichneten Ps. mit Saiteninstrumenten allein, und zwar nach dem Willen des Dichters, begleitet werden sollten, vielleicht gerade allein mit der Zither. Hierfür spricht, daß diese Pst alle an Form sehr bemessen und kunstreich sind, so daß bei ihnen sammttich der Strophenbau leicht zu erkennen ist, bei den meisten vier Strophen (Ps. 4. 6. 61. 76.), und die Strophe zweiversig (4. 61 ), dreiversig (76), oder zwei- und dreiversig (6. 54. 55. 67.), und daß sie sämmtlich kurz sind (höchstens bildet 55 eine Ausnahme). Nicht minder spricht dafür der Umstand, daß in ihnen allen das fibö vorkömmt (nur nicht in dem mit b? bezeichneten 6ten, aber auch nicht in dem mit by allein bezeichneten 12ten). Aber auch der Inhalt spricht dafür, indem diese Pst etwas Sanftes oder doch Sehnsüchtiges, besonders aber das Gottvertrauen heiß Aussprechendes enthalten (s. die beiden Abendlieder 4. 6., dann 54. 55. 61.), und daß 67. 76., welche den Sieg feiern, doch mehr individueller Natur sind. Ps. 61 by n3*U2 wäre nun dasselbe, in abstracto gefaßt, denn ri2“ zu lesen, ist schon wegen der Verschiedenheit der Konstruktion mit by nicht rathsam. In Pst 6 tritt nun zu rn2^222 noch 4) by. Die gewöhnliche Ansicht ist, daß es eine achtsaitige Zither bedeute. Allein dagegen scheint die Verbindung mit dem Plural, das in Ps. 12 allein auftretende by, dann das konstante by für 2, st 1 Chr. 15, 21., und die Sprachform, „die achte", verglichen mit dem -niay „der zehnsaitigen", zu sprechen. Man muß daher vielmehr die Tonart darunter bezeichnet glauben, deren nähere Bestimmung freilich kaum mehr möglich ist. Das ist allerdings bemerklich, daß die beiden Ps. 6 und 12 aus vier Strophen bestehen, und dabei eine gewisse formelle Verschlingung zeigen, st unser Bibelwerk S. 17. 33. — 5) Diesem mrwiön by ist in 1. Chr. 15, 20. m?2by by gegenüber und doch parallel gestellt, und daher Ps. 46, wie jenes die Unterstimme, Baß, so dies als Oberstimme, Sopran, der durch „Mädchenstimme" bezeichnet ist, zu verstehen. Auch dieser 46ste Ps. hat eine sehr bestimmte Form im Strophenbau und mit Refran. Andere: Instrument, wie Simonis das griechische l'Xvfiog, eine Flöte aus Buxbaum, vergleicht. An diese schließt sich noch: 6) rvrttin by 8. 81.84. Die Ableitung von der pelischtthischen Hauptstadt Gath liegt nahe, und wird es so eine von dort entlehnte Weise oder Tonart, wie by und rraby by bezeichnet haben. Die drei Pst sind fröhlich feierndes Inhalts. Andere verstanden ein in Gath verfertigtes Instrument (Targ., Raschi), Andere welches beim Keltern (n2) gespielt wurde. 7) Dem ni2"'22 am Aehnlichsten tritt einmal zu "272b in Pst 5 nib">N2N brr, was immer noch am Angemessensten „für die Flöten oder Pfeiffen" erklärt wird, da seine Verwandtschaft mit b^bn in die Augen springt, wie schon Haji Gaon und Rdak, die es freilich mit b'N2 (chald. Bienenschwarm) zusammenstellten, und daher ein Instrument, welches das