Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 27 (1.7.1850)
- Date
- 1850-07-01
- Page
- Seite 372 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Basra 1× ep/1044138
- Rawicz 1× ep/1048078
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372 die Runde gemacht, ein Israelit in Sarne (bei Rawicz) sei zum Bürgermeister dieses Städtchens erwählt worden. Das war wieder einmal „viel Lärm um Nichts". Denn Herr E. ist nur über Nacht Bürgermeister gewesen. Am andern Tage schon traten einige Stadtverordnete gegen die Wahl auf, und ihr Protest — bei der Regierung eingereicht — ging durch. Herrn E> (den Viele als einen sehr gebildeten Mann kennen) wurde die Fähigkeit abgesprochen, Bürgermeister von S. werden zu können, und ein Anderer — der nicht aus dem Hause Jakobs stammt — auf diesen Posten gesendet. XXH. Aus Oberschlesien, 14. Juni. (Wir können einem, so heftig angegriffenen Korrespondenten die Entgegnung nicht versagen, muffen aber diese Polemik hiermit als beendet ansehen. Redaktion.) Soeben lese ich No. 23 der A. Z. des Jud. und darin die Entgegnung des Herrn Rabbinen oder — wie er lieber genannt zu werden scheint — Geistlichen Landsberg aus Zülz. Für meine Person hätte ich solche erst nicht beantwortet und es in der That „der Beurtheilung der geehrten Leser überlassen, inwiefcrnjenesMachwerkeinerErwiderung zu würdigen — richtiger: unwürdig — sei." Selbst die Schmeicheleien, mit denen der Herr Geistliche mich beehrt, indem er von meinem „widersinnigen Gewäsch, mit krassen Widersprüchen und alberner Beweisführung" spricht, hätte ich in tiefster Demuth hingennommen; da er mir darin als Autorität gilt. Wer nur je das Vergnügen gehabt eine gedruckte Predigt des Herrn Geistlichen Landsberg zu lesen, wird ihm die Anerkennung nicht versagen, daß er sich auf widersinniges Gewäsch, mit krassen Widersprüchen und alberner Beweisführung — vollkommen versteht. Jedenfalls wäre mit dem Schweigen meinerseits der Beweis gegeben worden, wie die Diagnose des Herrn Geistlichen Landsbcrg in Zülz — der zu meiner großen Verwunderung noch kein Doktor ist — nicht ganz richtig und „der Referent weder seiner Sinne beraubt" noch auch nur „dem cholerischen Pseudonymus die Galle bis in den beschränkten Hirnkasten gestiegen sei." Da aber der Herr Geistliche Landsberg — ob irrtümlich oder geflissentlich kann man nicht wisse» — in dem Referenten einen Amtsbruder zu vermuthen scheint, dem er in dieser unwahren Voraussetzung unsaubere Motive unterlegen und ihn „die elende Maske der Pseudonymilät vorgenommen zu haben" zeihen will; sehe ich mich zur Ehrenrettung eines mit Unrecht Verdächtigten zu folgender Erklärung genöthigt. Aus Grundsatz setze ich nie meinen Namen unter meine Arbeiten, — wie ich auch bereits im „Orient" gesagt habe — „keineswegs aber aus Scheu vor der Oeffentlichkeir; die Redaktion kann auf Befragen Jedem meinen Namen nennen; — sondern um mein Urtheil ganz unbefangen und von mir jede Eitelkeit und Rechthaberei, namentlich die eines gekränkten Autoren fern zu halten". Bei dem Allen denke ich nie daran, die elende Maske der Pseudonymität vorzunehmen: die Buchstaben kl—n bilden den Anfangs¬ und Schlußbuchstaben meines ehrlichen Namen, und wird der Herr Redakteur dieser Blätter mir es bezeugen können, wie ich seit dem Beginn der A. Z. des Jud. mich nur dieser Buchstaben bedient und nie anders gezeichnet habe. Damit zerfällt auch die Denunziation des Herrn Landsberg, in der er von einer Vernachlässigung dieser Zeitung, wie alles von ihm Gesagte in Nichts; und ist von mir daran so wenig gedacht worden, als wie in des yaajri oder in meinem Namen „die größeren Gemeinden für geächtet und vogelfrei" zu erklären. Der Herr Geistliche Landsberg hat ganz vergessen, — will es vielleicht auch nur pfäfflscher Weise vergessen wachen — daß ich nur die Gemeinden gegen die von ihm erhobenen ebenso unwahren als hämischen Anklagen vertheidigt und mich dabei sogar der Worte: „Aber auch von dem jüdischen Gemeindcwesen können wir wenigstens nicht gar so ungünstig urtheilcn wie Herr Rabbiner L. aus Zülz" — bedient habe. Doch halt! Herr Landsberg hat diese Anklagen, wie er jetzt selbst höchst naiv gesteht, nur privatim geschrieben, und dahin will ich ihm freilich nicht folgen. Ich wiederhole nur noch den früher ausgesprochenen Wunsch: „es wäre übrigens gut, wenn Jemand aus dieser Gemeinde (Zülz) offen und ehrlich das Nähere mittheilen und die daselbst um sich greifenden Mißverhältnisse beleuchten wollte!" So schließe ich denn; aber nicht wie Herr Landsberg mit Jeremia, der, wie der Talmud Baba Basra 14 b sagt, sm-nn itVo ist, sondern mit Jesaia (der «nan: stVo) 3, 12: 7111 O’yna Traisa ^ay! i-cha YrimN E—n.