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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-06-17 · Heft 25 (17.6.1850) · p. Seite 345

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 25 (17.6.1850)
Date
1850-06-17
Page
Seite 345 (sequence 9)
Language
German
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345 Rußland. Von der polnischen Grenze, 26. Rai. Z.) So energisch die Ä.aßrcgeiu fiuo, welche das russische Gouvernement gegen die Juden ergreift, um sie aus ihrer noch immer isolirten Stellung zu treiben, sowenig dem Zweck entsprechend sind sie. Es ist ein Zoll auf alle jüdischen Bücher gelegt, nicht allein auf diejenigen, welche auswärts gedruckt in das Königreich eingeführt werden, sondern auch auf diejenigen, welche aus einer inländischen Druckerei hervorgehen. Diese Gleichmäßigkeit des Zolls hebt alle Zweifel, die vielleicht im Auslande über die Art der Steuer entstehen könnten, indem man geneigt wäre, ihre Veranlassung aus dem Rußland cigcnthümlichen Handelssystem abzuleiten. Sie ist ein Glied jenes Systems in Rußland, welches darauf hinarbeitet, alle andere Nationalitäten im Slaventhum aufgehen zu lassen. —. Den Juden ist streng vorgeschriebe» wurden, während ihrer gottesdienstlichen Versammlungen in den Bethäusern das laute Ablesen der gesetzlich vorgeschriebenen Gebete für das Wohl des Kaiserhauses nicht zu unterlassen. Kontravenienten sollen den im Kodex darüber enthaltenen Strafen unterliegen. Abhandlungen verschiedenen Inhalts. Clnseitnlig zu de« Psalmen. (Schluß.) 4. Die Ueberschriften. Die im vorigen Paragraphen genannten Verfasser wissen wir aus den Ueberschristen der Psalmen. Ueberschriften haben von den 150 Ps. nur 35 nicht, nämlich: 1. 2. 10. 33. 43. 71. 93—99. 104—107. 111—119. 135—137. 146—150. — I. Beschaffenheit und Bedeutung der Ueberschriften. a) Daß in diesen Ueberfchriften das b vor einem Eigennamen den Namen des Verfassers einführt, kann nicht mehr zweifelhaft fein, da das b überhaupt den Genitiv der Angehörigkeit bezeichnet, Ln Chab. 3, 1. eine Parallele hat, und die Araber ebenso ihr gebrauchen. Daß dann aber das b konsequent so verstanden werden muß, und nicht bald so, bald „wegen", „auf" u. dgl. erklärt werden kann, muß eine verständige Kritik zugebm. Hiernach sind außer den oben aufgezahlten 35 Ps., welche gar keine Ueberschrift haben, noch 15 Ps., welche zwar eine Ueberschrift haben, aber keinen Verfasser benennen, nämlich 66. 67. 92. 100. 102. 120. 121. 123. 125. 126. 128—130. 132. 134., so daß also die Verfasser von 100 Ps. angegeben sind, nämlich 1 von Mosche, 73 von David, 2 von Schelomo, 12 von Söhnen Korachs (einschl. Ethan), 12 von Aßaph. Von diesen lOO Ps. bezeichnen IO nur den Namen des Verfassers, nämlich 9 mb (25—28. 35. 37. 103. 138. 144.), 1 irob'üsb (72.), 1 den Namen allein mit einem geschichtlichen Zusatz (34.). Zu bemerken ist noch, daß in 2 Ps. David noch als 'ii m bezeichnet wird (Ps. 18. 36., worüber s. S. 97), und daß einmal der Spezialverfasser aus der Familie Korach noch besonders hinzugefügt wird 88 (worüber s. oben). —!i) Außer dem Namen des Verfassers geben 12 Ueberschriften einen Zusatz, der die Begebenheit bemeldet, bei welcher oder auf welche der Psalm gedichtet sei, nämlich: 7. 18. 30. 34. 51. 52. 56. 57. 59. 60. 63. 142. Es sind dies sammtlich Davidifche Psalmen, 7 aus der Schaulschen Zeit (7. 34. 52. 56. 57. 59. 142), 1 nach der Versündigung mit der Bathschaba (51), 1 nach der Niederlage der Edomiter (60), 1 aus der Abschalomischen Zeit (63), 1 nach der Pest (30), 1 nach der Besiegung der inneren und äußeren Feinde (18). Diese geschichtlichen Zusätze werden theils durch 'nb iw Iwa 7, oder 'fib W 1228 18, theils durch einen Jnsin. mit 2 und Suff., wie imrm 34, inm 57, iniirio 60, mvru 63. 142, oder ohne Suff, am 51. 52, 56, Nbw2 59 eingeführt, einmal im Genitivverhältniß 30. Zweimal stimmen sie mit Stellen aus den Büchern Sche-- mue! überein, 18 genauer mit 2 Schem. 22, 1., nur in einem Ausdruck 31 mit 1 Schem. 21, 24. — c) Was nun die übrigen Ueberschriften oder Theile der Ueberschriften betrifft, so ist es klar, daß sie vor Allem die Gattungen der Gesängen bezeichnen, zu denen der betreffende Ps. gehören soll. Hier treffen wir vor Allem auf 1) 11)2772, welches wir allein Ps. 98, mit dem Namen Davids allein mb *72772 3. 15. 23. 29. 63. 141. 143, den Namen voran '72772 111b 24. 101. 110, und mit dem Namen Aßaphs allein rpab '72772 50. 75. 79. 82 finden. Zum 1172772 gesellt sich zweimal noch eine besondere Bestimmung durch b, nämlich smnb 100, imnb 38, (welches 1*w7Nb auch einmal nur mitNL272b 70). Außerdem begegnen wir 1172772 am Oeftersten mit 25*

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