Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 14 (1850)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1850)
- Date
- 1850-02-04
- Page
- Seite 74 (sequence 6)
- Language
- German
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74 wenig verwandtschaftliche Verbindungen in anderen Länderen, so daß sie, in Malabar, ein besonderes unabhängiges Volk bilden. Sie befolgen nichtsdestoweniger die Gesetze Mosts (Tora), und ihre Gebrauche und Gewohnheiten sind dieselben wie bei den weißen Juden, außer einigen Besonderheiten und einem leichten Unterschiede in ihren Gebeten und Gesängen, aber sie entfernen sich viel von den Sitten und Gewohnheiten der allgemeinen Bevölkerung Malabars. Sie bewohnen die folgenden sieben Ortschaften: Eochin, Anjecaima, Porroor, Mottum, Chanol. Mala und Zirtoor. Und ihr Oberhaupt, zu Sead, war zur besagten Zeit Stumto Cartrel. Jetzige jüdische Bevölkerung (weiße und schwarze). Nachdem ihnen zur Zeit der Einwanderung vom Sultan Tippoo zwei Synagogen und ihre Wohnungen zu Moottum und Zirtoor überlassen worden, ließen sie sich in nachfolgenden Ortschaften mit Bezeichnung ihrer Anzahl nieder: In Cochin, unweit des Palastes des Rajah, haben die Juden eine Synagoge und 52 Hauser, enthaltend an Männern, Kinder mit inbegriffen, 91 an Frauen ebenfalls Kinder mit inbegriffen, . . 108 Totatsumme 199 Die schwarzen Juden, welche die emanzipicten Dienenden sind, bewohnen 28 Häuser,'begreifen an Männern mit den Kindern.30 an Frauen mit den Kindern in sich . . . . 54 Totalsumme 90 Die schwarzen Juden, die drei Synagogen südlich von den weißen Juden gelegen hatten, die nachdem sie eine Synagoge verlassen, jetzt zwei Gemeinden bilden und zwei Synagogen und 43 Häuser besitzen, bewohnt von Männern mit Inbegriff der Kinder an Zahl.89 an Frauen mit Kindern an Zahl ..... 137 Im Ganzen 226 Hauptzahl der weißen und schwarzen Juden und Jüdinnen in Cochin(515) zusammenberechnet mit einem Orte von dem die Einzelrechnungen nicht gegeben sind. 126 Im Ganzen 641 In Anjecaimal (gewöhnlich Ernokoolun) bilden die Juden zwei Gemeinden, haben zwei Synagogen und 52 Hauser enthaltend an Männern mit den Kindern an Anzahl.. 85 an Frauen mit den Kindern an Anzahl . . . 108 Im Ganzen 193 In Ehanotta haben die schwarzen Juden eine Synagoge und 43 Hauser, bewohnt von Männern mit den Kindern an Zahl.94 von Frauen mit Kindern an Zahl . . . . . 90 Im Ganzen 184 In Mala haben die Juden eine Synagoge und 16 Häuser, bewohnt von Männern mit den Kindern an Zahl.. 13 von Frauen mitgerechnet der Kinder. . . . . 18 Im Ganzen 31 In Poroor, in Travancaon, haben die schwarzen Juden eine Synagoge und fünf Häuser, bewohnt von Männern mitgerechnet der Kinder. . 12 von Frauen, die Kinder mitgerechnet . . . . 14 Im Ganzen 26 Total im Allgemeinen an weißen, schwarzen und emanzipirten Juden.1075 Individuen. Das Originalmanuskript war mir im Jahre 1841 von einem Rabbiner aus Cochin übergeben worden. Gezeichnet, F. Straton. Kultuswesen. Schwerin in Meklenburg, im Januar. Vor einiger Zeit gelangte an das großherzogl. Ministerium der geistlichen Angelegenheiten von mehreren Mitgliedern der Gemeinde zu Plau ein Protest, in welchem das ganze Wirken und Streben des israelitischen Oberraths und Landesrabbiner der gehässigsten Beurtheilung unterzogen j wurde. Das jüdische Zeremonial- und Kultwesen, sagten sie darin, werde im Großherzogthum seit dem Jahre 1846 auf unsere Veranlassung wie ein Modehäubchen behandelt, und das Gewissen geböte ihnen, von einer solchen Kirchenbehörde sich toszusagen, insbeson-! dere aber keinen Vorbeter, Religionslehrer und Schäch-! ter, der seine Approbation von einem Mitgliede der soi genannten Rabbinecversammtung erhalten, als Sol-! chen anzuerkennen. Allerdings gerirten sich die Protestirenden als die gesammte Gemeinde zu Plau, wurden aber von einem bedeutenden Theil dieser desavouirt. Der Oberrath antwortete, und diese Antwort ist unter dem Titel: „den öffentlichen Kultus betreffende Differenzpunkte zwischen den verschiedenen religiösen Parteien in den israelitischen Gemeinden des Großherzogthums Mecklenburg-