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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-01-21 · Heft 4 (21.1.1850) · p. Seite 49

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 4 (21.1.1850)
Date
1850-01-21
Page
Seite 49 (sequence 9)
Language
German
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49 werden diese Privilegien so lange sie in der Welt sind bewahren, und so lange ihre Nachkommen bestehen werden. Möge Gott seinen Segen den hier benannten Zeugen bewilligen: Banachts Coverton, Mahta Jnadam, Benounvella Allanela, Coatter Six Candan, Cartunade, Mahna Digaron, Balada Nauda, Jrriearan Chanten, Riddastroor Cooddallry Killapatta Moodoer Chatten Vasacheroy Kondan! Geschrieben durch Rellapen, und in der Erwartung, daß Perrompappa, Rajah von Cochin, mein Erbe ist, ist seiner hier nicht Erwähnung geschehen." Folgt die Geschichte der Juden in malabarischer Sprache. Bis zur Ankunft der Portugiesen wohnten sie an der Küste des Meeres; aber als die Portugiesen sich zu Herren von Caranganore machten, begaben sich die Juden, da sie heftige Verfolgungen und Bedrückungen erlitten hatten, im Jahre 5326 der Erschaffung, 1565 der christlichen Zeitrechnung, von Caranganore nach Cochin, wo ihnen der Rajah eine gewisse Bodenfläche anwies, um ihre Synagoge und einige Häuser neben dem Palaste zu erbauen, damit er sie beschützen und ihre Interessen wahrnehmen könne. Das Land, das ihnen zu diesem Ende angewiesen worden, wurde ihnen unter dem Namen von Samuel Castiol, David Velbone, Ephraim Salah und Joseph Levy gegeben, und ihre Bauten wurden 5328 der Erschaffung, 1567 der christlichen Zeitrechnung vollendet. Demungeachtet waren sie noch ferner von Seiten der Portugiesen Verfolgungen ausgesetzt, und sie konnten ihre Gebräuche nicht ruhig ausüben, und nicht in Frieden der Privilegien genießen, die ihnen zuerkannt waren. Die kriegerischen Portugiesen nahmen ihnen Alles weg, was ihnen in die Hände siet, plünderten sie, mißhandelten sie, und verjagten sie überall, wo sie sie fanden; die Juden aber konnten nirgends Gerechtigkeit finden, und erhielten keine Entschädigung. So waren die Juden den Bedrückungen und größten Leiden zum Raube, bis die Holländer 1662 in Cochin ankamen. Die Juden halfen ihnen und leisteten ihnen viele Dienste, erhielten aber dafür einen wirksamen Schutz. Jndeß erhob sich zu dieser Zeit ein Streit zwischen dem Volke von Cosch und dem Rajah von Cochin; dieser Rajah wurde ermordet und in Folge dieses verließen die Holländer Cochin und gingen nach Zeylon. Nach ihrer Abreise zündeten die barbarischen Portugiesen, unterstützt durch die Eingebornen von Malabar, die Synagogen und Häuser der Juden an; diese wurden geplündert und gemordet, weil sie den Holländern Lebensmittel verschafft hatten. Die Juden hatten damals ein Buch, betitelt „Sepher Tokorok", das einen genauen Bericht von Allem, was ihnen seit ihrer Ankunft auf Malabar bis zu dieser Zeit begegnet war, enthielt; dieses Buch war in den Synagogen mit den anderen Kultuoschriften aufbewahrt, alles dieses verbrannte. Daher verließen die verzweifelnden Juden das Land und waren auf dem Punkte umzukommen, als glücklicher Weise die Holländer nach Cochin zurückkamen. In wenig Tagen wurde die Stadt Cochin durch die holländischen Kommandanten Perer Depeter und den Admiral van Gösen eingenommen: dies geschah den 8. Januar 1663, im Jahre 859 der malabarischen Zeitrechnung. Als die Juden erfuhren, daß Cochin übergeben sei, kamen sie von verschiedenen Orten, wohin sie sich geflüchtet hatten, zurück und richteten sich von Neuem in ihrer alten Residenz ein; sie glichen die erlittenen Verluste wieder aus und lebten unter dem Befehle ihres Chefs und Direktors, Samto Carteel, den Allmächtigen für die Befreiung dankend und ihn anstehend, sie ferner unter dem Schutze der Holländer zu segnen. Seit dieser Zeit sind die Juden auf jede Weise von den Holländern und von den Rajah's begünstigt; und Dank sowol ihrem ausgebreiteten Handel als auch den Diensten, die sie leisteten, fanden sie in Cochin ein glückliches Dasein und alle Genüsse des Lebens. Aus Europa angelangte Personen und Bücher. — Im Jahre 1686 der christlichen Zeitrechnung, als Chilmit Vosberg Gouverneur von Cochin war, kamen dort vier Kaufleute aus Amsterdam, Namens Moses, Farcira, Depaiven und Jsaac, begleitet von Jrgat Isaak, Mockarts und Abraham Bort von Sephardim an. Nachdem sie den Juden in Cochin ihren Besuch abgestattet, kündigten sie ihnen voller Freude ihre Absicht, bei ihnen zu verbleiben, an; sie schrieben Alles was sie in Bezug auf die Juden von Malabar gesehen und gehört nach Amsterdam und verlangten, daß man ihnen alle die Bücher, die sie Lenöthigt hatten, schicke. Als die amsterdamer Gemeinde (Gott segne sie) diese befriedigenden Nachrichten erhielt, schickte sie ohne Verzug die Bücher von Moses und den Propheten und noch mehr, Gebetbücher, Werke der Gesetzgebung und andere dorthin. Die Gemeinde von Cochin war darüber sehr erfreut; seit dieser Zeit verband sie sich in großer Freundschaft mit den Juden von Amsterdam, unterhielt mit ihnen eine jährliche Korrespondenz und erhielt von ihnen alle die Bücher, die sie von Zeit zu Zeit von ihnen verlangte, oder von denen 4*

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