Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 44 (29.10.1849)
- Date
- 1849-10-29
- Page
- Seite 629 (sequence 13)
- Language
- German
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629 1814, daß künftig bei den genannten Trauungen der Bräutigam, gleichviel ob Inländer oder Ausländer, ein halbes p. Ct. von dem Eingebrachten der Braut an die Gemeindekaffe desjenigen Ortes hiesiger Lande, wo er getraut wird, und ein halbes p. Ct. dem Vorsänger und Schulklöpfer gleichfalls des Ortes, wo die Trauung vorgenommen wird, zu entrichten haben soll. Gegeben durch Unsere Regierung. Schwerin, am 8. Mai 1843. (gez.) Friedrich Franz. L. von Lützow. Taxe für die Reisekosten und Diäten des Landesrabb inen (13. Juli 1840). 1) Für eine Entfernung von acht Meilen und weniger sind zwei Tage, von neun Meilen und darüber vier Tage zur Hin- und Herreise zuzugestehen. 2) Die Diäten betragen für jeden Tag 2 Thlr. NZwdr. 3) An Fuhr- und Trinkgeld ist zu vergüten für jede Postmeile 36 ßl. Rabbinische Sprüchwörter. (Fortsetzung.) Sie lieben daher gelehrte Frauen nicht, und Blaustrümpfe machten kein Glück bei ihnen. Hart ist der Ausspruch eines Rabbi: -[b&2 8b8 JtökV NN2N „keine Weisheit geziemet dem Weibe, als der Spinnrocken", Joma 66, 2. Noch weniger mögen sie die Herrschaft eines Weibes, und sie rufen aus: ‘■pan 8N'->21 annan „wehe dem Zeitalter, dessen Führerin ein Weib ist." Jalk. Schof. 42. Viel zu rühmen haben sie dagegen die Klugheit der Frauen. So sagen sie: -im' tnnmai nt)8 t)'8n p „ein Weib durchschaut die Gäste besser als der Mann" (Berach. 10.); n'b2 WT 'b2 Sri»» „ein Weib hat seine Waffen bei sich" — die List, sich aus Verlegenheiten zu helfen und den Gegner zu überkommen (Jebam. 115.); 82b's 8mw '2n2 «nna „währendein Weib spricht, spinnt sie" (Megil. 14, 2.), d. h. ein Weib weiß seinen Vortheil schon zu ziehen, ohne daß man es merkt; odersehr ungalant: 'irww nun na b'T8i bat) „wahrend die Gans herumtrippelt, läßt sie die Blicke umherschweifen," um ihren Vortheil zu gewahren (ebendas.). Diese Klugheit wenden — namentlich die schönen — öfter zum Bösen an, versichern die Talmudisten, denn sie meinen: 'E'b* 'Nbwn ■p'vn'n pp8p pwd8-i „weiße Gänge ziehen den Männern die Kleider ab," d. h. plündern sie (Gittin 3.). Auch das wußten die gestrengen Herren schon, daß das Weib viel auf die äußere, gefällige Form giebt, und über diese den Gehalt öfter übersieht, denn einmal lassen sie sich so aus: NLin p2p nntnn nibam 2p>2 nm „das Weib liebt mehr ein Maßchen mit Leichtsinn, als zehn Maaß mit Ernst" (Sota Jer. 11, 1.). Endlich auch das müssen die Damen damals verrathen haben, daß sie gern — heirathen: häfcYi JrüNrt 8t)'b t)s8 niö» inr atsrinb „das Weib wünscht mehr geheirathet zu werden, als der Mann zu heirathen" (Jebam. 113.), was sie sehr oft auch verblümt zu verstehen geben. Was Wunder daher, daß sie sehr häufig ein böses Weib als die ärgste Plage darstellen, so daß R. Jehuda ein böses Weib für das Schlimmste, schlimmer als den Todesengel erklärte! Wir wollen es nicht weiter ausführen. Jndeß glaube man nicht, daß unsere Alten nicht auch ein Herz für die Tugenden des weiblichen Geschlechts gehabt. Sie erkennen ihre Verdienste an, indem sie sagen: aann p lima mb'&m na mbnawiD „es ist genug, daß sie unsere Kinder erziehen, und uns vor der Sünde (der Ausschweifung) bewahren" (Jebam. 63.). Sie rufen uns zu: 82>'n '2> ■jwinöb m'pia ■nn^ni „ehret eure Frauen, denn dadurch werdet ihr reich werden" (B. Mez. 59.). Sie empfehlen uns, sie stets um ihren Rath zu befragen, und uns in sie zu schicken: nb 2)'Nb *pm Kfctt ‘■jnna „ist dein Weib klein, so bücke dich zu ihr" (das.). Sie schreiben vor, daß überall, wo Zehenten und Almosen ausgetheilt werden, die Frauen zuerst bedacht werden müssen (Jebam. 100.). Ja, sie sagen — was jedoch nicht immer der Fall sein mag — swo 8rr>22 8rdö 8n'22 8N8a 8n'22 822 8rp22 „ein alter Mann im Haufe ist ein Schrecken im Hause, eine alte Frau im Hause ist eine Perle im Hause" (Erach. 19.). * Mögen wir daher hier noch einige Mahnungen anknüpfen. Tiefe Einsicht zeigen die Tatmudlsten, wenn sie das gute Beispiel als das beste Erziehungsmittel für Mädchen ansehen. Etwas rauh, oder ungeschliffen, sagen sie: nnni ■nm* p 828 '-12122 - abta 8b'm ->n2 8b'm „ein Schaf folgt dem andern; wie die Sitte der Mutter, so die Sitte der Tochter" (Chethub. 62, 2.). Das Mädchen muß nicht gezüchtigt, sondern durch Wetteifer erzogen werden r 8nb22 8bi nnn'2N2 „durch eine Neben-