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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-10-01 · Heft 40 (1.10.1849) · p. Seite 561

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 40 (1.10.1849)
Date
1849-10-01
Page
Seite 561 (sequence 5)
Language
German
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561 mit Anerkennung verbundene Stellung haben? — Gewinnt das Judenthum dadurch? Läßt sich diesem Nebel gar nicht abhelfen? — Doch ich wollte ja keine Worte verlieren!-Wenden wir uns also zu etwas Anderm. In dem Art. in No. 31 „aus Westpreußen", unterzeichnet „Wahrmann", finden sich einige Unrichtigkeiten, die ich berichtigen will. Bon D. Crone wird gesagt, daß an der Schule drei Lehrer, daß die Schule, weil sie nicht genug leistet, aufgelöst werden soll, und daß die Gemeinde keinen Rabbiner hat. Es verhält sich aber also: D. Er. hat einen Rabbiner und zwei Lehrer; vr. Ephraimsohn ist praktischer Arzt und war blos Vorsteh er der Schule und hat er sich als Solcher verdient gemacht, aber — Undank geerntet. Nicht weil die Schule nicht genug leistet, sondern wegen Gemeindestreitigkeiten, aus Parteisucht will man sie auslösen, aber es wird nicht gelingen, dafür ist in Marienwerder eine Regierung und in Berlin ein Ministerium, die wollen einmal der Anarchie, die in jüngster Zeit in vielen Gemeinden, namentlich in denen des Großherzogthums Posen auch in Betreff des Schulwesens einzukehren begann, keinen Borschub leisten und Gottlob, daß sie es nicht wollen. — Von Jastrow wird in dem Artikel gesagt, daß die Gemeinde mit dem Rabbiner im Streite lebt und die Schule aufgelöst sei. J's Rabbiner ist bereits vier Jahre todt — und was die Schule anlangt, so ist's wahr, daß I. mitunter tüchtige Lehrer hatte, von denen Herr Michaelis (jetzt in Danzig) und Herr S tenz el, ein ausgezeichneter Schulmann, (gegenwärtig nicht in Lissa, wie neulich Herr vr. Röhmann in M. Friedland bemerkte, sondern Dirigent und erster Lehrer der Gemeindeschule zu Gnesen) hier erwähnt zu werden verdienen. Die Schule zu I., der zuletzt auch Schreiber dieses fünf und ein halb Jahre Vorstand, ist durch den Abgang der auswärtigen Zöglinge freilich nicht mehr so blühend, aber sie strebt ihre Aufgabe so viel wie möglich zu lösen. Um das Gemeindewesen macht sich der Präses, Herr K. Apolant, sehr verdient. Mehr aus jener Gegend will's Gott nach den Feiertagen. Aus hiesiger Gegend heute Nichts von Interesse. In Stettin haben mehrere der neuhingezogenen Familien sich nicht an die Gemeinde angeschlossen, sondern sie halten sich ihren eigenen Sch och et, was ganz Stettin herzlich bedauern soll. Au einer Reorganisation des Schulwesens in St. (S. meinen Bericht in No. 26) werden, wie mir aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt, Schritte gethan. Es läßt mich dies von dem Streben des Herrn vr. Meisel auch erwarten. — In Pasewalk wird durch den neuen Prediger vr. Bendix eine Hebung des dortigen Synagogen- und Schulwesens angestrebt. Glück dazu. Bon Anklam heute nichts Neues; nur gestatten Sie mir, um Mißverständnissen vorzubeugen, die Bemerkung, daß es in dem Artikel des Herrn Kantor Schlesinger (in No. 36), der „über die großen Hindernisse klagt, die dem Religionslehrer entgegengestellt werben" nichtReligionslehrer, sondern Kantor heißen muß. AuchausHinterpommern habe ich diesmal Nichts mitzutheilen; wie es im Ganzen dort aussieht entnehmen Sie aus folgender Stelle' aus einem Schreiben eines Freundes (vr.K. in St.): „Von den Gemeinden hiesiger Gegend, schreibt er, lassen Sie mich schweigen, „„da unten aber ist's fürchterlich, und der Mensch-begehre nimmer und nimmer zu schauen, was die Götter gnädig bedecken mit Angst und Grauen."" Es ist das alte min ifTDi, von einem amb« rrn ist aber keine Spur." Ich habe dem weiter Nichts hinzuzufügen, als Gott besser's und erfülle, was ich zum neuen Jahre wünsche: Ich wünsche, daß ein neues Leben — den alten Glaubensstamm durchdring' — Jeschuruns Weinstock frische Reben — und reife, saft'ge Trauben bring'; — daß Schulen, Synagogen blühen, — Gemeinden für den Frieden glühen — Rabbiner, Pred'ger, Jugendlehrer — die Glaubens- und die Tugendmehrer — wie All', die heil'gem Dienst sich weih'n — im neuen Jahr' recht glücklich seien; — daß allen Braven nah' und fern — hell glänze ihres Lebens Stern; — daß Gott auch mir und meinem Streben — mög' seinen besten Segen geben. Nun, Leser, sprich in Gotteö Namen — mit mir hierauf ein frommes Amen! W. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, 16. September. Man schreibt uns aus Beirut vom 26. August: „Herr Montrfiore ist von Damaskus zurückkehrend, von hier mit dem französischen Postdampfboot nach London abgereist. Er hat in Damaskus etwa 15,060 fl. für die dortigen > israelitischen Armen gespendet, womit man dort aber

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