Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 39 (24.9.1849)
- Date
- 1849-09-24
- Page
- Seite 549 (sequence 9)
- Language
- German
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549 setze, zusammengesetzt, um die Einsicht derer aufzuklärrn, welche die Vervollkommnung suchen, zu lesen." Zweiter Eitel. — „Dies ist die Veste der vollkommnen Schrift, das Haus des Ewigen. Dies ist was gemacht und gesagt worden zur Ehre des Ewigen, um die Völker zu vereinigen, welche die Schwelle dieser Wohnung überschreiten, um das Gesetz des Ewigen zu hören." Erste Inschrift. — „Dies ist die Barmherzigkeit, die Gott uns hat thun wollen, unter uns Richter und Fürsten erhebend, um uns zu befreien von unseren Feinden und unseren Verfolgern. Da es keinen König mehr gab in Israel, der uns befreien konnte, nach der letzten Gefangenschaft, welche der Herr, zum dritten Male, Israel auferlegt, zerstreuten wir uns, die Einen in dieses Land, die Anderen in andere Länder, wo sie ihr Vaterland zu ersehnen haben, wie wir das Unsrige. Und wir, von diesem Lande, haben dieses Heiligthum erbaut mit starkem Arm und erhobener Kraft. Der Tag, wo es erbaut war, war groß und angenehm den Kindern Israel, die, auf das Gerücht dieser glücklichen Begebenheit, von den Grenzen der Erde kamen, um zu sehen, ob es einiges Heilmittel gäbe für unsere Leiden, und ob sich einer erhöbe als unser Herr,, der für uns sei wie der Thurm einer Veste, und dessen Einsicht vollkommen genug sei, um unfern Staat (notre republique) zu regieren. Ein solcher Herr findet sich nicht unter uns, aber in unserer Mitte, und um uns zu helfen, erhob sich Samuel. Gott war mit ihm und mit uns, er fand Gnade und Erbarmen für uns, er, der Mann von That und Rath, mächtig über alle die Völker und großen Baumeister. Dies ist geschehen in der Zeit des Königs Don Pedro, daß Gott ihm zur Hilfe sei, daß Er seine Staaten vergrößere, daß Er ihn erhebe, und beglücke, und seinen Thron stelle über die Throne der anderen Fürsten! Gott sei mit ihm und mit seinem ganzen Hause; Jedermann beuge sich vor ihm; alle Großen und Mächtigen der Erde mögen ihn kennen; alle die, welche seinen Namen hören, in welchem Königreiche es sei, mögen sich freuen ihn zu hören, und daß es sei offenbar, daß er sich zum Schilde und Bcrtheidiger Israels gemacht!" Zweite Inschrift. — „Mit seiner Hilfe und Erlaubniß (Don Pedro's), haben wir uns bestimmt, diesen Tempel zu bauen. Der Friede sei mit ihm und mit seinem ganzen Geschlecht«, und die Tröstung am Ziele aller seiner Mühen! Gegenwärtig hat uns Gott befreit von der Macht unserer Feinde, und seit dem Tage unserer Gefangenschaft haben wir noch nicht gleichen Beistand gefunden. Wir haben dieses Gebäude errichtet mit dem Rathe unserer Weisen; die große Barmherzigkeit des Herrn war mit uns. Unsere Leuchte und unser Führer war Rabbi Mrir, sein Gedächtniß sei gesegnet! Er ist zur Welt gekommen, um wie der Schatz unseres Volkes zu sein, denn vorher hatten wir den Krieg jeden Tag an den Thüren unserer Wohnungen. Dieser heilige Mann ertheilte so viel Tröstungen den Armen, daß so viel nicht geschehen in den früheren Tagen und in den Jahren der Vorzeit. Er war kein Prophet, aber ein Mann von der Rechten des Herrn, ein gerechter Mann, und der in der Vervollkommnung wandelte, ein Mann, der den Herrn fürchtete und seinen heiligen Namen ehrte. Zu so vielen Verdiensten fügte er das, dieses Bethaus dem Namen und Ruhme des Gottes Israels bauen zu wollen. Dies ist ein Haus der Freude für die, welche unser Gesetz kennen und den Herrn suchen wollen. Er hat angefangen es zu bauen, ebenso wie sein eigenes Haus, und hat es vollendet in sehr gutem Jahre für Israel. Gott vermehrte sein Volk um tausend und hundert Seelen, nachdem dies Haus gebauet worden für Ihn, welche große und mächtige Männer waren, damit dieses Haus erhalten werde mit starker Hand und erhobener Macht. Es gab vorher in der ganzen Welt keine Völkerschaft, welche weniger begünstigt war als wir. Aber, o unser Gott, in der Kraft und Macht Deines Namens, hast Du gewollt, daß wir dieses Haus vollenden zum Guten, während glücklicher Tage und guter Jahre, auf daß Dein Name verherrlicht werde, und daß der Ruhm derer, die es erbaut, gesungen werde in der ganzen Welt, und daß gesagt werde: dies ist das Haus des Gebetes, welches Deine Diener erbaut haben, um hier anzubeten den Namen Gottes, ihres Befreiers!" Deutschland. Berlin, 10. September. (Privatmitth.) Wie ich es in einem meiner früheren Artikel (s. No. 28 d. Bl.) vorausgesagt, trifft cs bereits ein. Die eigentliche orthodoxe Partei kann sich ihrer Anschauungsweise nach mit der s. g. konservativen Partei ebenso wenig vertragen, wie mit den Reformern. Sie muß 39*