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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-08-20 · Heft 34 (20.8.1849) · p. Seite 476

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 34 (20.8.1849)
Date
1849-08-20
Page
Seite 476 (sequence 4)
Language
German
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476 in seinem „allerdings nicht unedeln Aeußern" ist der Charakter dieser Abkunft erkennbar, und darum ist er mißliebig als Präsident der zweiten Kammer. So lautet es überall — in den konservativen Blattern unverhohlen, in den oppositionellen Blättern hervorgehoben, stark betont, freilich nur als Meinung der Konservativen. Man kennt dies. Also der gut genug war, trotz der jüdischen Abkunft, zum Präsidenten der deutschen Nationalversammlung, ist nicht gut genug, ob dieser Abkunft, zum Präsidenten der preußischen Kammer, und dieser preußischen Kammer. Die deutsche Nationalversammlung hatte einen getauften Juden zum Präsidenten, einen Juden (Rießer) zum Vizepräsidenten — aber die preußische Kammer — bewahre! — Jndeß, auf alle Gefahr hin, sage ich es, mir sind diese Vorgänge sehr lieb. Mögen diese tiefsinnigen gemäßigten Herren Juden sehen, was sie zu erwarten haben, was ihr Lohn ist. vr. Veit als Stadtverordneter und Deputirter durchgefallen, Dr. Rießer politisch verschollen, Prof. Simson rckusirt: so wird's ihnen Allen gehen. Da nun die Persönlichkeit noch empfindlicher ist, als das Prinzip, so werden sie Lunte riechen. Oesterreichischer Kaiferstaat. Prag, 1. August. Alle Eingaben und Gesuche der Juden in Böhmen, um Heirathsbewilligungen, oder um Jntabulirung der in christlichen Bezirken befindlichen Liegenschaften, sind vom Zivilgericht in Prag abweislich zurückgestellt worden. Am 30. soll jedoch eine Erledigung des darauf bezüglichen Rekurses vom Ministerium an das Gubernium gelangt sein, nach welchen dem eingelangten Protest keine Folge gegeben wird. Krakau, 1. August. In Krakau haben die Israeliten einen Verein gegründet, der sich zur Aufgabe gestellt hat, freiwillige Rekruten gegen einen entsprechenden Geldbetrag anzuwerben, die ausgehobenen mit Geld zu versehen, und wenn sie arme Familien zurücklassen, diese zu unterstützen. Ungarn. Pesth, 24. Juli. Die solidarische Verpflichtung, welche gegenüber der Militärbehörde in der letzten Zeit den Judengemeinden auferlegt wurde, hat die hierortige Judenschaft veranlaßt, auch von ihrer Seite sämmtliche ihr angehörigen Individuen einer Kontrole zu unterwerfen, und demzufolge angeordnet, daß kein Israelit sich von hier entfernen dürfe, ohne früher von dem Vorstande die Erlaubniß dazu erhalten zu haben. —. Es hieß, daß auch die Judengemeinde in Ketskemet mit einer Brandschatzung von 500,000 Fl. belegt worden sei. Die Deputation der pesther und ofener Judengemeinden, die sich mit ihren Reklamationen an den Minister Bach wenden, soll von selbem sehr übel ausgenommen worden sein. Außerdem wurden die letzteren Gemeinden vom Grafen Almasy beauftragt, die jetztfällige Rate einer altern Steuer, im Betrage von 56,000 Fl. K. M. in Silberzwanzigern zu entrichten. Es ist dies — wie ein hiesiges konservatives Blatt sich ausdrückt — eine Reliquie der vormärzlichen Periode, ein Rest der Toleranzauflage, ein offenes Dementi gegen den §. 1 der Konstitution vom 4. März. Frankreich. Paris, im August. Die in No. 29 d. Z. ausgesprochene Erwartung, daß das Zentralkonsistorium gegen die ungerechte Weglassung israelitischer Vertreter in den Schulräthen durch den Unterrichtsgesetzentwurf protestiren würde, ist in Erfüllung gegangen. So wie die Kommission, welche den Gesetzentwurf vorbereiten sollte, gebildet worden, reklamirte der Präsident des Zentralkonsistvriums, Herr Max Cerfberr, energisch, daß der israelitische Kultus in der Kommission vertreten sei. Die Antwort des Ministers, ohne befriedigend zu sein, konnte auch nicht als kategorische Verweigerung angesehen werden. Als nun der Gesetzentwurf veröffentlicht worden, berief der Vizepräsident des Zentralkonsistoriums, Professor Franck, dasselbe, und es beschloß einstimmig, daß es sich zum Minister des Unterrichts begebe. Franck führte das Wort; er zeigte mit ebenso vielem Recht wie Wärme, wie ungerecht diese Ausschließung von Repräsentanten des israelitischen Kultus in den verschiedenen Schulräthen sein würde; er ging die verschiedenen Gesetze seit 1833 durch, das noch jetzt in Kraft ist, bis zu dem des Herrn von Salvandy, dessen Entwurf in dem neuen fast ganz wiedererscheint, und welche alle dem Prinzip der Gleichheit huldigten und die Vertretung des israeliti der Ge schafter israeliti weil se sind, n ja unt Kultur also ke tralkon an, un aus »i Mission ein S« aus de der isr Zahl, beiden verfass öffentli auch v stellunj Uebern eng m einem durch mer 1 putirte Mit s dem < Versa« anders 43. A der S rath z orte je gcmeii jeder 1 Instar tholist wahrt Name Wir ■ Idee vor d mit d

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