Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1849)
- Date
- 1849-08-13
- Page
- Seite 464 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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464 vorübergehenden Zeitverhältnissen zusammen, und trifft in ähnlicher Weise auch alle sonstigen Stiftungen. Die Armenschule Talmud Tora ist insofern ein selbstständiges Institut, als sie ihr eigenes, größtentheils bei der Gemeinde deponirtes Kapital, ein eigenes, auf ihren Namen geschriebenes Haus, einen Verein von Kontribuenten, und einen eigenen Betsaal mit täglichem Gottesdienst besitzt. Dagegen steht sie mit der Gemeinde in der Verbindung, daß die Oberleitung des Unterrichtswesens unter dem geistlichen Beamten als Ephorus steht, daß ein Gemeindevorsteher Direktionspräses ist, und daß die Gemeindekasse einen fixen Beitrag von Krt. Mk. 500 monatlich zahlt, und die Hauptreparaturen des Hauses trägt. Die zeitgemäße Umgestaltung der Anstalt datirt von 1821 und ist gleichzeitig mit der Anstellung des Herrn geistlichen Beamten Bernays; bis dahin waren mehrere seit dem Anfang dieses Jahrhunderts gemachte Versuche nur von unbedeutendem Erfolge gewesen. Das Streben, den umfassenden Unterricht, den die strengere Auffassung der jüdischen Religionslehren und Vorschriften erheischt, mit den Erfordernissen der Zeit und den Bedürfnissen des bürgerlichen Lebens zu vereinigen, charakterisirt den Geist dieses Instituts. Der Schulplan umfaßt demnach außer den gewöhnlichen Schulkenntnifsen, nämlich deutscher Sprachlehre, Schreiben, Rechnen, Realien und Zeichnen, auch einen in 6 Klassensektionen vertheilten religiösen Unterricht im Ebräischen, in der Bibellehre, wovon eine niedere Talmudklasse zu 20 und eine höhere zu 13 Schülern die Spitze bilden. Die Zöglinge genügen im Allgemeinen sowol für die Handelsals für die Professionskarriere, wenden sich aber seit einigen Jahren vorzugsweise der Letztern zu. Es sind deren gegenwärtig 204, und das Kapital der Schule beträgt Krt. Mk. 30,127, das Grundstück ungerechnet. Unter Verwaltung der Schuldirektion besteht auch eine Bekleidungsanstalt für arme Talmud-Tora-Schüler, welcher die Gemeinde jährlich gewöhnlich 100 Mk. beisteuert. Aus verschiedenen Testamenten sind für Zöglinge dieser Schule Prämien, theils für Auszeichnung, theils zur Handwerkserlernung ausgesetzt. Die Verwaltung besteht außer Präses und Ephorus, aus sieben vom Gemeindevorstande ernannten Direktoren. In den Ausgaben zeigt sich eine kleine Verminderung (auf netto Krt. Mk, 5961), welche mit dem Erlöschen der Pensionen zusammenhangt, die 1821 bei der Reorganisation, wegen Versetzung mehrerer Lehrer in den Ruhestand bewilligt werden mußten. Was die „Israelitische Freischule" anbelangt, so steht sie mit der Gemeindeverwaltung in weiter keiner Verbindung, als daß ihr seit ihrem Entstehen 1817 eine jährliche Subsidie, bis 1844 von 1200 Mk., seitdem von 2000 Mk. gezahlt wird, und daß zwei Gemeindevorsteher ihrer Rechnungsablage assistiren. Der Ruf dieser Anstalt ist längst begründet und ausgebreitet, und zwischen ihren bezahlenden Schülern (20 bis 40 Mk. jährlich) befindet sich immer eine Anzahl von auswärts ihretwillen hierher geschickter Knaben. Neben einem ausgedehnten Unterricht in Realien und in der Religionslehre werden auch Französisch und Englisch, Gesang und Turnen darin betrieben. Die Verwaltung besteht aus einer Direktion von fünf Gliedern und den Oberlehrern. Ihr in 1817 durch ein Legat von Lsterl 2000 begründeter Fonds ist bis jetzt, einschließlich des Werths des Schulhauses, auf Bko. Mk. 67,178. 5 Schill, angewachsen. Die Bekleidung der unvermögenden Schüler bestreitet der Israelitische Frauenverein. Die Schülerzahl beträgt jetzt 194. Fernere Details geben die von Zeit zu Zeit erscheinenden öffentlichen Schulprogramme. Zuletzt geschah dies 1842 bei der 25jahrigen Stiftungsfeier. Die Mädchenschule der Gemeinde wurde 1818 begründet, mit dem auf den Antheil der Juden gefallenen unverausgabten Reste einer 1815 angestellten, allgemeinen Stadtkollekte wegen Unterbringung der großen Zahl von Kindern, die damals jeder Schule ermangelten. Viele Töchter unserer Armen wurden in jener Zeit in verschiedene Nähschulen vertheilt, und erhielten blos einigen Schreib- und Religionsunterricht gemeinschaftlich. Erst 1831 wurden sie in ein eigenes Institut zusammengebracht, und das gegenwärtige Schullokal — das frühere Hospital bei den Hütten — ist der Anstalt 1844 nach Eröffnung des neuen Krankenhauses eingeräumt worden. Sie bezieht jährlich Krt. Mk. 1450 aus der Gemeindckasse und ist die einzige unserer Schulen, die ohne eigene Kontribuenten, abgesehen von den Zinsen des Krt. Mk. 10,817 betragenden Kapitals, lediglich aus der Gemeindckasse erhalten wird. Daß die gedachte Subsidie nebst den sonstigen nicht bedeutenden Einnahmen für die beträchtliche Zahl von 170 Schülerinnen hinreicht, beruht auf dem Umstande, daß der Gehalt der Hauptll Mk. 70 1848 i übertraz Utensil! einer D Gemein bestehen ligionsl realkenr dieses, wird v dungs Bl, mit bei düng ß für ar gebührt tung di Privats Weise und G Die S der Au Zu lich no licher Talmu Israeli Madch mein Untern me Verein der Ueberd 2159. vereine Einkür kennen lich in ’)