Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1849)
- Date
- 1849-08-06
- Page
- Seite 452 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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452 beinahe unmöglich sein. Der Bauer Hai sein Vieh längst in's Innere getrieben, um dem Vorspann sür die kaiserliche Armee zu entgehen. Offen gestanden, es wäre menschlicher gewesen, die Judenhäuser zwei Stunden lang der Plünderung preiszugeben, als ihnen eine so unerschwingliche Kontribution aufzulegen. Rußland. Minsk, 24. Juni. (Privatmitth.) (Nekrolog des Herrn Isaak Jizchaki, Rabbiner zu Walosin.s Am 6. Maie, entschlief zu desserm Leben Herr Isaak Jizchaki in einem Alter von 68 Jahren. Bis auf die letzte Zeit rüstig und in seinem Berufe unermüdlich thätig, erwarb er sich durch seinen Hellen Geist und sein edles Herz die Liebe eines großen, edeln Freundeskreises, und durch stilles aber reiches gemeinnütziges Wirken die innige Zuneigung und hohe Achtung seiner wie auch anderer Konfessionsgenoffen. Er war der Aufrechthalter und Unterstützer der noch durch seinen seligen Vater gegründeten und überall gerühmten ,,walosiner Jeschiba", welche auch jetzt jährlich über 100 Schüler besuchen, und dessen Kassengeschäfte er bis zu seinen letzten Tagen — über 26 Jahre hindurch — mit unermüdetem Eifer besorgte, wozu auch Herr N. Braude hier die Unterstützung und Beiträge für die Jeschiba beförderte.*) Auf gleiche Weise erschien der selige I. auf der Laufbahn, zu welcher ihm noch sein wcitberühmter Vater Rabbi Chaim vorbereitete, und außer der Sorge, welche er stets für das Wohl der Schüler seiner Jeschiba trug, wo er auch öfter als Arzt erschien und viele Schüler durch seine Arzneimittel heilte, forderten noch von ihm die angestrengteste Beschäftigung die Gemeindeinteressen der hiesigen, wie auch der jüdischen Einwohner der angrenzenden Gouvernements, wohin er auch oft gegen seine Gesundheit im ärgsten Wetter reiste, um Gerechtigkeit und Liebe zu gründen. Bei seiner ununterbrochenen Arbeit pflegte er selten und nur seinen aufrichtigen Freunden mit großer Bescheidenheit zu gestehen, daß die mühsame Arbeit ihn erschöpfe, aber vertrauend der allgütigen Vorsehung, setzte Herr Isaak seinen heiligen Dienst mit aufopfernder Ausdauer fort. Ohne die Mühe und Sorge zu beachten, welche seine Gesundheit untergruben, bewahrte er sich stets in Gesellschaft und im Kreise seiner Familie die ungetrübte Fröhlichkeit und Geistesruhe. In allen Zufällen des Lebens verstand er sich so zu beherrschen, daß Keiner ihn je erzürnt sah. In seinem Kreise war der Herr I. I. der gefälligste, zärtlichste und delikateste Vater und Freund. Treuherzig nahm er auch an fremdem Kummer Theil, und gern reichte er Jedem die Hand zur Hilfe. Bei seinem beständig ruhigen Geiste, festem Charakter, klaren und scharfsinnigen Verstand, war er der wahre Schutzgeist Aller, die zu seinem Rathe flüchteten. Mit echt warmen und herzlichem Antheil nahm er besonders die Vermittelung dort auf sich, wo es nöthig war, die zerrüttete verwandtschaftliche oder freundliche Verbindung wiederherzustellen. Hochmuth und Stolz waren seiner Seele gänzlich fremd. Er liebte seine alten Freunde und Bekannten unverletzlich, und brüstete sich niemals mit seinem hohen Rufe und seinen Fähigkeiten. Für uns und für Alle, die die Gelegenheit hatten, den seligen walosiner Rabbiner im Familien- und gesellschaftlichen Kreise kennen zu lernen, ist sein Verlust schwer und unersetzlich, ein Verlust, welchen der Dichter „keine Worte sondern Thränen" bezeichnet. Am 9. Mai hielt hier ganz Israel eine große und schwere Klage; man stellte in allen Synagogen eine Trauer an, während der alle Buden und Geschäftshäuser geschloffen waren. Wiederholen wir auch hier die Worte eines Trauerredners: „Dich — führt der Allmacht Hand So himmlisch leicht auf ihrer Bahn In jenes schöne ferne Land Das sich Dir freundlich aufgethan."!bD“Qb PDL “DT N....n Minsk, 4. Juli. (Privatmitth.) Am 30. v. M. las man hier in allen Synagogen folgenden Aufruf an die jüdischen Einwohner des hiesigen Gouvernements vor: „Laut Befehl des hiesigen Gouverneurs vom 11. Mai und der Polizei vom 21. Juni d. I. läßt der hiesige Kreisrabbine ausrufen und zeigt hiermit den Juden an: cs sind im minsker Kreise 32, im bobrujsker 13, im Mosiwew 29 Theile (ucastok) Land für circa 100 jüdische Familien bezeichnet, auch im Gouvernement Cherson ist Land für circa 100 jüdische Familien bezeichnet, und diejenigen Juden, welche sich zum Ackerbau einschreiben, erhalten noch eine gewisse @ 5. Mm frei voi daher r chersonl such, i bezeichk cher ihi hiesige große ' Es ser Be ncr du stimmt über 5 Gemei laß im russisch gene weisen Und d wie di zahl, verwei der flc A T ren ra Es is teSbiei die Z schrari mögli Gebe! Alleir meinl mag Nur sätzeri *) S. A. Z. d. Jud. No. 15. 1848.