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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-08-06 · Heft 32 (6.8.1849) · p. Seite 451

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 32 (6.8.1849)
Date
1849-08-06
Page
Seite 451 (sequence 11)
Language
German
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451 Name rKule aus utmd, i, und reffene zweite it auf Zahlsgabe Ertrag Art. Mk. : 527 j WofKrt. Inter= : Krt. reicht. - Die -170 sorgt, rzelne d 19 onen, Zami- 1,453 tt wricht er die mil i unn hier uns nicht zwi- Einer eivatsnge, ligerl bcudeschlos- Die Ausgaben für die Fremdenpflege, deren Regulativ unserer Armenordnung beigefügt ist, bestehen, laut Tab. X, in Zchrpfennigen, in Reise- und bisweilen auch in Passagegeldern. Erkrankte arme Durchreisende werden dem Krankenhause überwiesen. Der Durchzug armer polnischer Juden nach England und nach Amerika findet seinen natürlichen Weg über diese Stadt, und so dürste deren Unterstützung, obwol jetzt bei Weitem nicht so kostspielig als früherhin, gewiß sobald nicht auf ein viel kleineres Maß gebracht werden. Die Ausgabe für Handwerker muß sich jedoch verlieren, da jetzt zünftige Arbeit und Geschenk den jüdischen Gesellen hier nicht mehr versagt werden können. Ausgeübt wird die Fremdenpflege durch unsere jetzt aus neun Mitgliedern bestehende Fremdenkommission, deren Amt ein sehr mühsames und zeitraubendes ist. Die Ausgabe dafür, 1848 Krt. Mk. 2000 betragend, war 1846 sogar auf Krt. Mk. 3326 gestiegen, was damals Anlaß gab, daß wir nach dem Vorgänge der londoner Gemeinde durch ein eigenes an preußische und polnische Judengemeinden gerichtetes Zirkular von der starken Zuwanderung abmahnten." Ueber die Vorschußanstalt die interessanten Notizen: „Im letzten Jahr setzte sie in 740 Scheinen Krt. Mk.. 76,393, seit ihrer Errichtung 1816 Krt. Mk. 1,492,468 um. Es wäre überflüssig, über Tendenz und Organisation dieser Anstalt hier noch Etwas hinzuzufügen, da ihre wohlthätigen Wirkungen keinem Mitgliede unserer Gemeinde, ja unserer Stadt, in der sie schon mehreren Anstalten zum Vorbilde gedient hat, unbekannt sein dürfte. Nur das sei hier erwähnt, daß seit der in den letzten Jahren durch mehrere Legate erfolgten Vergrößerung ihres Fonds — jetziger Stand Krt. Mk. 38,103. 8 Sch. — sie auch Darlehen von Krt. Mk. 500 bis 1000 leistet. Vermöge der vorsichtigen Verwaltung hat die Anstalt seit ihrem Bestehen nur Krt. Mk. 289. 9'/z Sch. eingebüßt. Die Bürgen bezahlen durchschnittlich 11/2 bis 2'/r pCt.: im letzten Fahr auf obige Krt. Mk. 76,393, den Betrag von Krt. Mk. 1637. 1 Sch." «Fortsetzung folgt.) Ungar«. Wien, 24. Juli. Ueber die Judengemeinden von Pesth und Ofen ist ein großes Unglück hereingebrochen. Es ist ihnen eine große Kontribution an mannigfachen Materiallieferungen von l'/r Millionen Gulden K. M. auferlegt worden, nachdem sie im vorigen Winter erst so bedeutende Geldsummen an Windischgrätz zahlen mußten. Die Kundmachung des F. Z. M. Haynau hierüber vom 21. h. bestimmt, daß die Materialien in sechs Monaten völlig geliefert sein müssen. Dies soll meist in 14tägigen Raten geschehen. Im Falle aber an einem oder dem andern Termine eine Verspätung in der Einlieferung eintritt, wird der betreffenden Gemeinde für jeden Tag eine Strafkontribution von 500 fl. in klingender Münze auferlegt, die sofort einzufordern und an die Hauptkaffe abzuführen ist. Sollte endlich ungeachtet dieser Strafkontribution die Ratenlieferung doch nicht eingehalten werden, so ist beim Eintritt des nächsten Termines auf's Neue der Betrag von 500 fl. per Tag aufzuerlegcn, und in dieser Weise bis zur gänzlichen Ablieferung in der Art vorzugehen, so daß sür den Tag eine doppelte, dreifache rc. Kontribution bezahlt werden dürste. — Außerdem haben die beiden Judengemeinden binnen 4 Tagen ebenfalls ohne Vergütung 100 Pferde u. s. w. abzuliefern. Die Wiener Blätter selbst bemerken, daß die Ausführung der Kontribution mit den größten Schwierigkeiten verknüpft, ja vielleicht unmöglich sein dürste. Auch würde die Strafe fast nur auf die pesther Judenschaft fallen, da die ofner höchst arm sei. Dabei darf kein Israelit Pesth verlassen. Die Köln. Zeit, macht die Bemerkung hierzu: Sie haben in einem gewissen Termine zu liefern: 48,000 Paar Schuhe, 15,000 Paar Stiefeln, 60,000 Hemden, 60,000 Unterhosen, 20,000 Kravatten, 46,000 Ellen Tuch, 1500 Zentner Leder und 1000 Stück Pferde. Bedenkt man, daß Alles, was kompromittirt ist, Pesth verlassen hat, so überzeugt man sich leicht, daß diese Strafen blos Unschuldige treffen. Bedenkt man ferner, daß das Vermögen der ungarischen Kaufleute zum größten Theil in ungarischen Banknoten besteht und daß sie diese erst abliefern müssen, oder wenigstens nicht wagen können, dieselben beim Einkäufe zu produziren, so fragt man mit Recht, woher diese bedeutende Strassumme aufgetrieben werden soll. An Leder und Tuch herrscht durch die Grenzsperre ohnedies seit Monaten der größte Mangel in Ungarn; es müßten daher die Einkäufe in Wien gemacht werden, wo die Preise schnell auf das Doppelte steigen werden. Pferde aufzutreiben, dürste in Ungarn aber

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