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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1849-01-08 · Heft 2 (8.1.1849) · p. Seite 24

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
13 (1849)
Issue
Heft 2 (8.1.1849)
Date
1849-01-08
Page
Seite 24 (sequence 8)
Language
German
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24 ihn solches zu, als Rom. König und regierender Herr und Landesfürst wissentlich mit diesen Briff mainen, setzen und wollen das nun für den gemelden der heil. 3Königtag kam Jud in der oberürten unser Land Steyr Newenstatt und Newkirchen nicht mehr kommen und darinnen ainicherley Handlung mit Wucher noch in ander Gestalt üben noch treiben, sondern drauß gantz ausgeschloßen und je verboten seyn sollen. Es wäre dann ob derselben Jüden, aner oder mehr, wo wir unser Erben als Nachkomen unfern Königl. oder Fürstlichen Hofe in dem jetzt genanten unfern Fürstenthums Steyr hielten, seiner Notturft nach uns besuchen oder mit unser oder unser Regenten oder Anwald in Steyr, sicherhait und gelait zu uns durchziehen wurden, das soll je nicht gewort werden, doch das sie sich darinnen glaitlich halten, und wesentlich nicht bleiben. Es soll auch kein Jud wo der wohnhaft ist keinem Steyrer noch jren armen Leuten nach dato des Briffes auff Brieff, grund noch pode die inner als ausser unser Landes Steyr gelegen sein nit leihen. Wo sie aber das theten und solich Briff durch sie oder Christen den sie die übergeben inner oder ausser Landes sürbracht wurden, die sollen ganz kraftloß und vernicht seyn. Wir unser Erben und Nachkommen wollen und sollen auch die Oberürt unser Landschaft bey solchen und Gnaden und Freyheiten allezeit gnädiglich halten, handhaben, schützen und schirmen und dawider nit dringen bekümmern noch beschwören noch daß jemand andern zu thun gestatten in kein Weise ungefehrlich mit Urkund des Brieffs Geben zu Schwedischen Werde am Freytag vor dem Sontag Judica in der Fasten nach Christi Geburt 1496 unsers Reichs des Römischen im Allsten, und des Hungarischen im 6ten Jahren. Comissio Domini Regis in Consilio. Maximilian. Ein gleiches Dekret muß auch für Crain und Carnthen am nämlichen Tage erfolgt sein, indem in einem Archive die Worte Vorkommen: „Ueber die Vertreibung der Juden. Nachdem Sr. Majestät Privatsäkel durch ihr Vertreiben aus Steyr, Crain und Cärnthen Schaden erlitten hatten, haben die Stände von Steyr ihm fl. 38,200, die von Crain fl. 5000, die von Cärnthen fl. 5000 gezahlt, die erhalten zu haben Se. Majestät im Decrete aus Schwäbischwerde 64. Freytag vor Judica 1496 erklärten." Durch den Friedensschluß von 1,809 ward Laibach, die Hauptstadt des französischen Königreichs Jllyrien und verlor alle früher gehabte Privilegien und Zünfte. Am 30. Nov. 1809 kam Abram Heimann aus Memelsdorf in Baiern gebürtig mit mir, seinem Lehrjungen, Simon Heimann, von Wien nach Laibach, wo er Manufakturwaaren im Großen verkaufte. Im März 1810 wurden vom Gouverneur, Marmont Herzog v. Ragusa, die österreichischen Bankozettel außer Kours gesetzt. Abram H. machte dem Intendanten den Antrag, nebst einer Manufaktur-Handlung auch ein Bureau de change zur Einlösung und außer Landesschickung der Bankozettel zu errichten und erhielt die Bewilligung laut Zuschrift: krovinces Illyriennes. Laibach, le 14 Mars 1810. Mr. En rcponse ä la lettre que vous m’avez adressee aujourdhui, je vous previens que sur la proposition que je lui en ai faite, Mr. Flntendant General a autorise votre etablissement dans cette ville. Vous pouvez en consequence y vendre vos marchandises et y vaquer aux affaires de votre commerce. Je vous ferai connailre les droits auxquels vous serez assujette en qualite de Negotiant de Laibach et la caisse dans laquelle vous aurez a verser la Somme h la quelle ils s’eleveront. Je vous autorise en meme temps en vertu de l’arrete de 8. E. Mr. le Gouverneur General du 9 de ce mois ä etablir provisoirement un bureau de change. Vous percevrez droit de 30/o fixe par Farticle de l’arrete de 8. E. le Gouverneur Illvr. vous aurez soin de baser vos operations sur le Cours de la place de Vienne et surle tarif des monnaies arretee le 10 Janvier par Mr. Flntendant General. Je vous transmettrai le Cours de Vienne auquel vous devrez vous soumettre. J’ai Fhonneur de vous saluer. L’auditeur au Conseil d’Etat Intendant de la haute Carniole F. Fargues. Mr. A. Heimann, Negotiant. A. Heimann bekam spater sein Patent und zahlte jährlich 47 Ft. 28 Kr. Steuern. Somit war er der erste Jude, der nach der Vertreibung von 1496 sich in Laibach seßhaft gemacht. Um die Seßhaftmachung zu Hintertreiben, hatten die laibacher Bürger sich einverstanden, dem Heiman kein Gewölbe zu vermiethen. Auf dessen Beschwerde bei dem Intendanten gab dieser dem Maire den Auftrag, den Eigenthümer des in der Spitalgasse leer gewesenen Gewölbes im Hause No. 268 zu zwingen es dem H. zu vermiethen, was auch am 20. März 1810 geschehen ist. Zu dieser Zeit kam der altere Bruder des Abram —

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