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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-12-13 · Heft 51 (13.12.1847) · p. Seite 749

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 51 (13.12.1847)
Date
1847-12-13
Page
Seite 749 (sequence 9)
Language
German
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749 2 Maurer, 1 Messerschmied, 1 Optiker, 6 Posamentirer, 1 Riemer, 5 Sattler, 19 Schlosser, 4 Schneider, 1 Schriftsetzer, 11 Schuhmacher, 11 Spengler, 2 Stahlarbeiter, 2 Steinmetz, 4 Tapezierer, 9 Tischler, 1 Töpfer, 5 Uhrmacher, 1 Wagner, 15 Weber, 1 Zimmermann, 2 Zuckerbäcker. Indem wir diese Worte einem Institute gewidmet, welches einzig in seiner Art ganz im Stillen durch mehr als 6 Jahre viel des Guten gesaet, glaubten wir eine alte Schuld abtragen zu müssen, da doch bei anderen gewiß weniger wichtigen s. g. Vereinen und Anstalten das Zetergeschrei kein Ende nimmt. Es dürste jetzt um so mehr an der Zeit sein den geneigten Leser darauf aufmerksam zu machen, als es in dieser kurzen Zeit eine gewiß nicht gleichgiltige Stellung im Judenthume — wenigstens Oesterreichs — erlangt hat, und ähnliche Vereine in den Provinzen wie Pesth, Prag, Kaniza und Agram und in neuester Zeit auch in Oberungarn sich bildend, dasselbe, durch offene Einsicht in dessen Werken und Administration, sich mit gutem Erfolge zum Muster und Vorbilde nehmen konnten, und sich ihm anschließend gewiß alle Bereitwilligkeit erfahren werden. — Ist auch der Wille unleugbar überall der beste, so dürfte denn doch die auf persönliche Erfahrung sich basirende Thatkraft und Energie, wie sie in diesem Vereinsvorstande sich äußert, kaum ihres Gleichen finden; und so scheiden wir mit dem gewiß allgemeinen Anklang findenden innigsten Wunsche einer fernern Konsequenz in der rüstig und thatkräftig angetretenen Bahn, wo kaum weder die Theilnahme noch der unbegrenzte Dank des Einzelnen wie der Gesammtheit fehlen kann. ...j. Belletristisches. Was jüdische Herz. (Schluß aus No. 37. 39. 42. 45. 47.) 6. Und so, lieber Leser, will ich Dich noch einmal in die Geheimnisse unsrer kleinen Familie hineinschauen lassen, indem ich Dich in das Tagebuch Abrahams blicken, und ein gutes Theil daraus kennen lernen lasse. Wann und wo das Stück geschrieben worden, wirst Du leicht selbst errathen. Aber das, wette ich, wird Dir niemals ausfallen, daß Abraham ein Tagebuch gehalten. Wie er mir aussieht, konnte er gar nicht anders. Ich wähle Dir Folgendes aus.... ... „So lieget denn wieder ein Stück Leben hinter mir, und ich weiß, wie es aussiehet. Die duftigen Blumen, mit denen die Phantasie es sich ausschmückte, als es noch eine Zukunft war, sind längst geschwunden. Aber siehe, es ist doch eine tüchtige Frucht dafür geworden. Immerhin, so mag es sein. Die Zukunft reiche immerdar Blumen dar, die vor der glühenden Sommersonne der Gegenwart welken, aber daß dann nur die Vergangenheit sich als eine kräftige, nahrhafte und erquickliche Frucht darstelle. Anders soll es ja gar nicht sein, und ich begreife die nicht, welche über die Täuschungen des Lebens und dergleichen so bittere Klagen führen. Fürwahr, wenn sie die Blumen der Zukunft alle wirklich pflücken wollen, ohne dankbar zu sein für den süßen Duft, den sie durch so manche Stunde der Träumerei gebreitet, und wenn sie die Früchte der Vergangenheit für harte Nußschalen halten, ohne den Kern zu genießen — dann liegt ja eben die Schuld — nur an ihnen selbst. Nein! Die Universitatsjahre liegen jetzt hinter mir, ich bin im Begriff, von der alma mrttor Abschied zu nehmen. Freilich habe ich nicht darin gefunden, was sich die lebendige Phantasie als nothwendige Zierrathen daran ausgeschmückt, ich habe keine ewigen Freundschaften, keine zum Tode treue Geliebte, keine berauschende akademische Freiheit gefunden — Letztere ist reine Kinderei, und besteht in Nichts, als Kanonenstiefeln, runder Jacke und Bierkrug, und meine Bekannte, ich fühle es, ich verlasse sie sämmtlich, kaum mit dem Wunsche, sie jemals im Leben wieder zu treffen. Aber hege ich das geringste Bedauern, daß ich sie nicht gefunden? Diese Schaumperlen sind längst vergangen, und gedenke ich ihrer, lachte ich nur.... Dagegen fand ich die Wissenschaft in ihrer ganzen Herrlichkeit, und diese Frucht, ich habe sie in mir mit heißem Ernste gereist, und sie soll mir ausreichen für das ganze Leben.... Halt! da ein Seufzer?! Freund, vor Deinem Tagebuche keinen Schein.... Du gedachtest voll freudigen Triumphes der Wissenschaft und wie Du ihrer gewiß seiest für das ganze Leben — und ein Seufzer dabei?! Da bist Du nicht aufrichtig...." „Nun ja, ich will es gestehen. Diese Wissenschaft oder Kunst, der ich meine Jugendkraft geweiht, und in deren Ausübung ich meine Lebenszeit verbringen will, sie erscheint mir in etwas zweideutigem Lichte.... Ich muß mir darin klar werden.... Die Medizin, dieHeil- 51*

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