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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-11-22 · Heft 48 (22.11.1847) · p. Seite 711

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 48 (22.11.1847)
Date
1847-11-22
Page
Seite 711 (sequence 11)
Language
German
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711 mudischen Kommentatoren und Epktomatoren ist wichtig: das seltene -nvbriN 'ViMn bffl nrsa von R. Niffim Gaon, von welchem vr. Gol'denthal eben eine Edition veranstaltet hat; dann die Erläuterungen von R. Jeschaja de Trani (v"“i meöin) zu mehreren Traktaten, wovon bereits zu Kiduschim in Prag erschienen ist; ferner das Ascherische Weck, is'klirf. Die Glossen (mrwn) sind aber nicht, wie es daselbst heißt, von demselben Autor, sondern von R. Israel aus Krems.— Ein wahres Kleinod unter den vielen Handschriften auf diesem Felde, wie '121 noioon '2 pü'b ,373'd ist das vollständige von Herrn v. Hofmannsthal geschenkte Exemplar des nprnn T, geschrieben von dem bekannten Grammatiker R. Elia Levita (N1N2 '"1), den die Vers, wahrscheinlich im 13. Jahrhundert blühen lassen. (??) — Von karattischen Schriften finden sich, das gediegene bi2w« 03720 von R. Jehuda Hadassi und das höchst seltene NwV von R. Schlomo Troki (vicle ^20-173 010). Die liturgische Abtheilung zählt wenig Rares. Die Bemerkung, daß das Alenu bei einigen Gebetbüchern zur Stelle fehlt, scheint unrichtig zu sein, da es sich gewiß beim Mussaff des Neujahres, als seinem ursprünglichen Platze, wie bei Abudarham, finden wird. Die Einrichtung, jedem Gebete das Alenu als Schluß anzuhängen, ist spätem Ursprungs. Die angeführte Variante: brr bs cbbsnoi p'-n ionb v'inowo qoi» »■’ffi'P hat nichts Bemerkenswcrthes, da sie im Adudarham, Orach Ehcüm K. 132 vorkömmt und von Men- Lelsohn (wiener Ausgabe 952) als zwei unschuldigen Stellen des Jesaias, in Schutz genommen wurde. Die philosophischen, ethischen und kabbalistischen Schriften enthalten vieles Werthvolle, doch muß ich, als zuweit führend, auf den Katalog selbst verweisen. Aus den grammatischen, lexikographischen und poetischen Werken verdient besondere Erwähnung: ,p°HD 12 00373 rvona ‘jyu> und die große Sammlung von prosaischen und poetischen Aufsätzen, aus drei Abtheilungen bestehend, von R. Schlomo den Meschullam di Siara, worunter sich auch der Divan des Abraham ben Isaak Bedarschi, Vaters des Jedaja Hapenini befindet und das für die mittelalterliche Poesie und Literaturgeschichte von großer Wichtigkeit zu sein scheint. Sehr reich ist die Bibliothek an medizinischen, astronomischen und astrologischen Werken und Namen wie Jizchak Israeli, der Arzt, Maimui, Iben Eöra, Abraham b. Chia und Jizchak Israeli, der Astronom (0^73120 03»72 und Obw ilv'') verrathcn leicht dessen hohen Werth. Druck und Papier sind sehr elegant und gereichen dieser großen typographischen Anstalt zur Zierde, doch wäre eine sorgfältigere Korrektur zu wünschen gewesen. Möge Herr Deutsch der eifrigsten Theilnahme der Kenner und Gönner im hohen Grade sich erfreuen und für seine Mühe und Kosten (da es im Selbstverlag erschienen ist) lohnende Anerkennung finden. D. Oppenheim, Rabbiner. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen lV«Ngr» (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Entgegnung. Wenn wir uns auch gern an den Ausspruch des Weisen Proverb XXVI, 4. halten wollen, so fühlen wir uns doch, um unserm verehrten Rabbiner Herrn Rapaport unsere Hochachtung öffentlich zu bezeigen, zu folgender Erklärung gegen Herrn Dr. Fürst auf seinen schmachvollen Artikel im Orient No. 44 gegen diesen würdigen Mann, veranlaßt. Seit einiger Zeit ist dieses Blatt, das doch nur ernsten Forschungen gewidmet, den wahren Interessen des Judenthums geweihet bleiben soll, zu einer Arena des Skandals, und mit Bedauern sagen wir es, zu einer Kloake verwandelt worden, von wo aus jede jüdische literarische Zelebrität, die dem Dr. Fürst nicht huldigt, besudelt und mit Geifer beworfen wird. Und wer hat dieses lobende Werk übernommen? Der Herr- Redakteur selbst, mit seiner orientalischen Phantasie wunderbar spielend, laßt er sich bald dahin bald dorthin versetzen, schreibt Artikel, wo weder die achtbarsten Gemeindeglieder, noch die Rabbiner, die ihm nur nicht passen, geschont werden, und will der Welt glauben machen, diese Briefe kamen von auswärtigen Korrespondenten her. — Wer war denn sonst der Verfasser des Briefes aus Prag im Orient No. 43? Damit man sich ja nicht irre, ließ Herr Dr. Fürst gleich darauf einen Artikel folgen, in welchem er seinen ganzen Kram von ordinären Redekünsteleien der Welt austhat, damit man wisse, es habe ihn noch Keiner darin übertroffen, nur Er sei der rechte Meister skandalöser Polemik, und seine Jünger (wenn er solche hat!) mögen es auch so machen. In der That, noch nie ist eine ausgezeichnet literarische, europäisch berühmte Persönlichkeit wie unser Herr Rapaport, von einem Manne mit einer Sprache angefallen worden, wie Herr Fürst, sich derselben gegen ihn zu bedienen erlaubte. Um in gleichem Tone zu erwidern, müßten wir

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