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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-10-04 · Heft 41 (4.10.1847) · p. Seite 608

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 41 (4.10.1847)
Date
1847-10-04
Page
Seite 608 (sequence 4)
Language
German
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608 voll Werthes, einer vollständigen, allseitigen, spatem Bearbeitung eine unverrückbare Basis geschaffen hat. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Deutschland. Dresden, 23. September. (Privatmitth.) Während das hiesige Gemeindestatut wegen einiger Meinungsverschiedenheiten zwischen der hohen Behörde und dem israelitischen Gemeindevorstande noch nicht zum Abschluß gekommen ist, indem Letzterer die der Gemeinde als moralischer Person zustehenden Rechte durchaus aus keine Weise'beeinträchtigen lassen will, hat die leipziger Gemeinde, über diesen Punkt hinwegsehend, ihr Statut bereits bestätigt erhalten und sich konstituirt. Mannheim, 20. September. (Eingesandt.) Ich sende Ihnen anbei zwei Bekanntmachungen, um deren Abdruck ich Sie ersuche. W. Allgemeiner Landesverein im Großherzogthum Baden zur Verbesserung der inneren und äußeren Zustände der Juden. Die Mitglieder des allgemeinen Landesvereins, der Lokalvereine und Alle, welche sich für den geistigen, politischen und sozialen Fortschritt unserer Glaubensgenossen interessiren, werden zu einer Generalversammlung auf Dienstag den 28. Sept., Morgens 8 Uhr nach Emmendingen im Breisgau eingeladen. Tagesordnung: 1) Besprechung über die in Betreff der bürgerlichen Gleichstellung an die hohe Regierung und an die Landstande einzureichenden Petitionen. 2) Besprechung über die gewerblichen Verhältnisse unserer Glaubensgenossen. 3) Eingabe an den großherzoglichen Oberrath wegen Berufung einer allgemeinen Synode. 4) Besprechung über die Frage: Inwiefern den in den Versammlungen deutscher Rabbiner gefaßten Beschlüssen Geltung in unscrm Großherzogthum verschafft werden könne? Mannheim, den 1. September 1847. Der geschäfisleitende Ausschuß: Di\ Ladenburg. Eller. Lenel. Mai. Wagner. Bekanntmachung. Nachdem in Folge diesseitiger Bekanntmachung vom 24. Juni c. die Mitglieder der Rabbinerversammlung in Betreff der für die vierte Versammlung fcstzusetzenden Zeit ihre Stimmen anher abgegeben haben, sieht sich der Unterzeichnete Ausschuß zu folgender Veröffentlichung veranlaßt: Von den Mitgliedern der dritten Rabbinerversammlung haben zwölf in schriftlicher Mittheilung ihr Bedauern ausgedrückt, daß es ihnen, nachdem die Versammlung am bestimmten Termine nicht abgehalten werden konnte, amtliche Verhältnisse unmöglich machen, an einer noch im Laufe des Jahres 1847 abzuhaltenden Versammlung sich zu betheiligen. In Berücksichtigung dieser Aeußerungen glaubt nun der Unterzeichnete Ausschuß sein Mandat nicht zu überschreiten und im Sinne der übrigen verehrlichen Mitglieder zu handeln, wenn er hiermit erklärt, daß die vierte Rabbinerversammlung auf nächstes Jahr verschoben und vom 17. Juli 1848 eröffnet werden soll *). Mannheim, 26. August 1847. Der Ausschuß für die vierte Rabbinerversammlung: Wagner, A. Adler, S. Adler, Formstecher, Stein. *) Wenn diese Bekanntmachung sagt, daß die Mitglieder der Rabbinervecsammlung in Folge der Bekanntmachung vom 24. Juni c. ihre Stimmen über die 4te Verjammlung abgegeben haben, so müssen wir unsrerseits bemerken, daß uns weder eine Bekanntmachung vom 24. Juni e. zugekommen ist, noch daß wir in Folge derselben eine Stimme abgegeben haben. Wir ignoriren gänzlich, warum in diesem Jahre keine Rabbinerversammlung abgehalten worden, wenigstens haben wir nur gcrüchtsweise davon gehört. Es hätte sich wvl vom Ausschüsse geziemt, nicht blos eine Bekanntmachung in irgend ein Blatt rücken zu lassen, sondern dieselbe wenigstens den Mitgliedern mikzutheilen, welche bis jetzt allen drei Versammlungen angehört haben. — Es betrifft dies übrigens nur die Form, da, was die Sache betrifft, ich sogleich nach den Verhandlungen über die Sabbatfrage den festen Entschluß faßte, den Rabbinerversammlungen in Zukunft nicht mehr beizuwohnen, welchen Entschluß ich schon damals mehren Mitgliedern mittheilte. Die Art und Weise, wie die Beschlüsse über diese Frage, welche die erste wesentliche war, die die Rabbinerversammlung behandelte, ohne alles Prinzip hingestellt, und in die Kasuistik hineingestüczt wurden, die Art und Weise, wie der Präses und die Majorität die Diskussion geradezu abgeschnitten haben (S. 104), während dieselben in der zweiten Festcagsfrage nach ihrem Belieben auf einen

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