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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-07-05 · Heft 28 (5.7.1847) · p. Seite 426

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 28 (5.7.1847)
Date
1847-07-05
Page
Seite 426 (sequence 10)
Language
German
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Entwurf. sen gewidmeten Fonds und Anstalten steht dem Vorstande der Judenschaft, sofern ihm nicht die Verwaltung bereits stiftungsmäßig übertragen ist, die Aufsicht zu, vorbehaltlich jedoch des Oberaufsichtsrechtes der Regierungen. 426 Votum -er Kurie -er -rei Stän-e. (Fortsetzung folgt.) Votum -er B^rrenkurie. stände der Gemeinde die Verwaltung und Aufsicht nur dann zu, wenn der Stifter dies ausdrücklich bestimmt hat. Dieselbe verbleibt ihm jedoch auch in Rücksicht von dergleichen Fonds, welche schon bisher von den jetzigen und früheren Synagogen- und Judenvorstanden verwaltet und beaufsichtigt worden sind. Zeitungsnachrichten. Großbritanien. London, 9. Juni. Herr David Salomons, der jüdische Bewerber für den Parlamentssitz für Marylebone, wohnte vorgestern Abend einem sehr zahlreich besuchten Meeting von Wählern des Kirchspiels bei und nahm im Interesse seiner Kandidatur das Wort. Er berief sich auf die in seinen früheren öffentlichen Stellungen (als Sheriff und dann als Friedensrichter in den 'Grafschaften Middlesex und Kent und der City selbst) geleisteten Dienste und erworbene Anerkennung, ^erklärte sich sodann als Freund eines irischen Armengesetzes, vollkommenster Gleichstellung aller Konfessionen, Staatserziehung; aber als Gegner administrativer Zentralisation, so wie des allgemeinen Stimmrechts. Er behauptete und suchte ausführlich zu beweisen, daß seine Religion gesetzlich seiner Wahl nicht im Wege stehe. Das Meeting erklärte sich befriedigt und faßte einen Beschluß, wodurch Herr Salomons zum Kandidaten erklärt wird. London, 13. Juni. Bei den nächsten Parlamentswahlcn wird wahrscheinlich die Frage über die Zulassung eines Juden als Untcrhausmitgliedes zur Entscheidung kommen, da es fast gewiß ist, daß die City von London den Baron Lionel Rothschild als Kandidaten aufftellen wird. Der frühere Sheriff, David Salomon, hatte starke Aussicht, in Marylebone gewählt zu werden; da er aber Wahlkommissar für diesen Wahlflecken ist und nicht hoffen darf, dieser Stellung enthoben zu werden, so mußte er auf die Kandidatur verzichten. Die „Times" bedauert dies und spricht die Hoffnung aus, daß eine andere Wahlbürgerschast ihn wählen werde, da er sich durch seine j liberalen Ansichten und seine vollkommene Kenntniß der Handelsverhältnisse zu einem tüchtigen Unterhausmitgliede eigne. Italien. Rom, im Juni. Das in Rom erscheinende Journal Bilancia enthält folgenden Artikel: „Die israelitische Gemeinde von Rom hatte dem Papst unlängst eine Vorstellung über den materiellen Zustand ihres dortigen Quartiers (des Ghetto) eingereicht, der einen wesentlichen Einfluß auf die Bewohner desselben ausübt. Der Papst, stets bedacht, alle möglichen Verbesserungen bei allen Klassen seiner Unterthanen cinzuführen, hat die HH. Don Michelangiolo Caetani, Principe di Teano, und den Conte Giuseppe Malatesta beauftragt, den israelitischen Ghetto in Rom genau zu untersuchen und hierüber einen gründlichen Bericht an eine zu diesem Ende eigens niedergesetzte Kommission zu erstatten, die unter dem Vorsitze des Kardinalvikars aus dem Gouverneur von Rom, dem Gencralschatzmcistcr und den obgedachten Principe di Teano und Conte Malatesta bestehen soll." Frankreich. Paris, im Juni. Das Provinzialkonsistorium zu Oran ist durch Ordonnanz gebildet worden. Als Rabbiner ist ein Herr Cohen, bis jetzt Lehrer zu Nimes, als Laienmitglieder der Dolmetsch Nahon, das Mitglied der Handelskammer Sanassös und der Kaufmann El-Kanoui zu Oran ernannt worden. —. Es ist bemerkenswerth, daß der König in der Antwort auf die Ansprache des Zentralkonsrstoriums an seinem Geburtstage sagte: „Ich habe es Ihnen schon gesagt, und wiederhole es gern, daß es für mich

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