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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-05-03 · Heft 19 (3.5.1847) · p. Seite 281

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 19 (3.5.1847)
Date
1847-05-03
Page
Seite 281 (sequence 5)
Language
German
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281 lichen", Jakobson, zum Muster genommen, und dieser ihn selbst hinwiederum als „thatkräftigen, jungen Mann" kennen und „schätzen" gelernt, dieses Schätzen auch dadurch an den Tag gelegt habe, daß er ihm, dem Gerühmten, sogar eine „kostbare, emaillirte, goldene Tabatiöre" geschenkt. Speziell wird gerühmt, daß H. eine Synagoge in W. gebaut, zeitgemäß den Gottesdienst gestaltet, eiire Schrift herausgegeben habe, wofür er gelobt worden, und durch Vorträge erbaut habe. „Er wurde", heißt es, „sogleich zum Vorsteher gewählt (sogleich N. B. ohne Bewerbung und deren Maschinen), machte einst den Vorschlag, sich den neuen Pflichten des Militärdienstes willig zu unterziehen, und hätte gewiß mildere Gesetze für seine Glaubensgenossen gegeben, wenn er damals erste administrative Behörde gewesen wäre! — 1816 habe er sich vielen schönen Hoffnungen für sein Volk hingegeben, sich getäuscht gesehen, und schon 1819 eine Schrift, von der der Verleger schon 1837 eine dritte Auflage habe erscheinen lassen, hcrausgcgeben, wofür er, da er sie an hohe Herren gesandt, hohen Dank empfangen habe. Das sei selbst so weit gegangen, daß ihn die Regierung selbst „schätzen" gelernt, und dies dadurch an den Lag gelegt habe, daß sie ihn einen „Gebildeten" genannt. H. habe die Kassenverhältniffe der Korporation geordnet und den Vorsteherposten unentgeldlich übernommen, wobei die Frage: „Sollte wol noch sonst Jemand einen so schwierigen Posten unentgeldlich übernommen haben?" nicht unterdrückt worden, während Verfasser einige Seiten später das ganz natürlich findet, sintemal ihn der Himmel mit Vermögen gesegnet. Im I. 1826 habe er den Provinzialständen eine Petition, die wörtlich mitgetheilt wird, überreicht, und darin um Errichtung eines Oberkonsistoriums gebeten und im 4ten Art. „unbedingte Unterwürfigkeit" der Gemeinden unter ihre Nabbinen vorgeschlagen, während dem Leser sofort die angebliche Tendenz des Schriftchens, der versprochene „unzweideutige Beweis" grell widersprechend vor die Seele tritt, wonach sträflicher und verdammlicher Weise nur hierarchische Bestrebungen in der Rabbinerversammlung, sofern sie H. von der Theilnahme ausschloß, vorwaltete. H. sei von W., dieweil die Juden dort nicht Schützen werden konnten (er selbst war früher Prcmierlieutenant gewesen) nach S. übergesiedelt, wo er, dreier Rabbinen Autorisation einholend oder entgegennehmend, das Predigeramt übernommen, reichliche Geschenke gegeben, „großmüthigst" Gottesdienst und Schule geregelt, eine vorhandene Bestimmung, daß seine Glaubensgenossen Hülsenfrüchte und Del an Ostern genießen dürften, verbreitet, einen Trauertag an Jakobsons Todestag veranstaltet, mit tüchtigen Gelehrten korrespondirt, riesenhafte Anstrengungen zur Verbesserung der politischen Lage seines Volks gemacht, gehaltene Predigten edirt, von Zinsen, lebe, ungeladen in der Rabbinerversammlung in Frankfurt als Nichtrabbiner mit Sitz und Stimme erscheinen wollte, ruhig und würdevoll gegen die Abweisung protestirte, auf seinen Protest eine Antwort erfahren habe, in welcher geschrieben stehe, man hoffe, Niemand werde sich lächerlich machen, u. s. w., u. s. w. Bezeichnend ist folgende Stelle, die uns jedweder nähern Auseinandersetzung und Motivirung überhebt, und die deshalb auch als Schlußstein, der die Vollendung hinzuthut, von uns angebracht werde: „Und cs wurden ihm deshalb auch von allen Seiten keineswegs geringe Zeichen der Anerkennung. Salomon widmete ihm seinen „David", Heß seine „Predigtsammlung", die namhaftesten Gelehrten bringen ihm in ihren Briefen die größten Huldigungen dar, und in den jüdischen Zeitschriften geschah seiner immer die ruhmvollste Erwähnung. Doch H. begnügte sich mit Allem dem noch nicht." Unter solchen Umständen rechtfertigt sich die Frage: Wie ist der Verfasser, der sich den „Unparteiischen" nennt, in den Besitz der veröffentlichten Briefe und Aufsätze gelangt, und wer hat ihn zur Veröffentlichung berechtigt? Korrespondenz. Alzey. Kritische Bemerknugen zn dem Koimnissiousberichte über Chaliza in der dritten Vcrsainmlnng deutscher Rabbineu. (Protokolle S. 293-298. A. Z. d. Jud. vor.Jahrg. No. 45.) Von Dr. S. Adler. (Fortsetzung.) Was soll dagegen das Beispiel, daß „der Verwandte „der Ruth, der kein Bruder ist, an Ruth die Levirats-

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