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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-02-01 · Heft 6 (1.2.1847) · p. Seite 95

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 6 (1.2.1847)
Date
1847-02-01
Page
Seite 95 (sequence 15)
Language
German
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95 dauz, einem benachbarten Städtchen, wo er unter ungeheurem Zulaufe mit dem bedeutendsten Pompe gefeiert ward. So wie er angekommen, Freitag den 1. Januar, wurden Boten mit dieser Heilsverkündigung in die benachbarten Ortschaften entsendet. Der Bote, der nach unsrer Stadt beordert war, mußte aus Freude des Guten unterwegs zu viel gethan haben, und kam daher seligberauscht erst sehr spat Abends hier an. Was da der Sabbat, dem der galizische Jude doch so treu anhangt, verwünscht ward! Gleich nachdem die Nachtszeit cingetreten, ging eine Karawane nach dem glücklichen Nadauz ab, Männer, die die Ernte des Müssiggangs genossen, fünfzigjährige Frauen, denen Unsruchtbarkeit zu Theil geworden, Sünder, die ihrer Schuld ledig sein wollten, alle diese und noch Mehre eilten dem Segen des Zauberers zu. Za, man entwarf, da doch nicht Alle hineilen konnten, eine Petition an den Mann, der die Strahlen des Glückes versendet, daß er seine Sonne auch Suczowa leuchten lasse — was jedoch durch einige Verständige verhindert wurde. Am 1t. verließ der Rebbe Radauz mit einem Sümmchen von 1500 Fl. K. M. II. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 '/4 Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Veclagshandtung. Offene Lehrerstellen. In der Jakobsonsschule zu Seesen (Herzogthum Braunschweig) wird auf Ostern dieses Jahres ein Lehrer von tüchtiger Seminarbildung gesucht, der besonders ein guter Schreiber und Rechner sein muß. Auch ein studirter Lehrer, im Fache der Erziehung und des Unterrichts erfahren, kann daselbst eine Anstellung erhalten. Das Nähere erfahrt man bei dem Unterzeichneten. Geeignete Bewerber würden am Schnellsten zum Ziele kommen, wenn sie die Reise hierher nicht scheuten. Die Reisekosten werden vergütet, wenn das Engagement zu Stande kommt. Seesen, im Januar 1847. Direktor Dr. Jmm. Wohlwill. Vakanzen. Die hiesige israelitische Lehrer- und Kantorstelle wird mit Ostern d. I. vakant. Mit derselben ist ein fixes Jahrgehalt von 180—200 Thlr., ausschließlich Akzidentien, verbunden. Bewerber um dieselbe wollen ihre Qualisikationszeugnifse unter der Adresse: „An den israelitischen Gemeindevorstand" franko einsenden. Dortmund im Januar 1847. Der Vorstand. M. I. Wolf. B. Blankenstein. L. G. Levy. Zum 1. April d. I. ist die erledigte Kantorsteile bei der hiesigen jüdischen Gemeinde wieder zu besetzen. Bewerber um dieselbe müssen außer den erforderlichen Kenntnissen im Hebräischen einige musikalische Bildung so wie die Fähigkeit besitzen, das damit verbundene Schächteramt zu bekleiden, und sich hierüber, so wie über ihre moralische und religiöse Führung durch glaubhafte Atteste ausweisen können. Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Anfragen der Vorstand der israes. Gemeinde jn Märkisch Friedland. Zu Ostern dieses Jahres wird die gutgestellte Stelle eines Religionslehrers, Schächters und Vorbeters bei der hiesigen Gemeinde erledigt. Auf portofreie Meldungen theilen wir die sehr annehmlichen Bedingungen mit. Eröpelin (Mecklenburg-Schwerin), Januar 1847. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. I. Levetzer. S. G. Heynsfen. Gesuche. Zu Ostern t. Jahres ist die Stelle eines Lehrers, Kantors und Schächters bei der israelitischen Gemeinde in Vechta, Herzogthum Oldenburg, zu besetzen. Ertrag: 80—90 Thaler Kourant nebst völlig freier Station. Portofreie Anmeldungen müssen mit genügenden Zeugnissen über Bildung und Charakter des Bewerbers versehen sein und sind einzusinden an Landrabbiner Wechsler in Oldenburg. Zu Ostern d. I. wird in hiesiger Gemeinde ein Schächter und Vorbeter gesucht, der auch fähig ist den Kindern Unterricht in der deutschen Sprache zu ertheilen: diese Stelle tragt bei 100 Thlr. Pr. Kour. noch einige Nebenakzidenzen ein. Hierauf Reflektirende wollen sich in frankirten Briefen oder persönlich wenden an den Vorsteher D. I. Würzburg. Schwann in Mecklenburg-Schwerin, im Jan. 1847.

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